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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Den Herausforderungen in der Pflege begegnen - mit dem Kurzcheck Pflege

Pflegeunternehmen sind vom demografischen Wandel doppelt betroffen: Nicht nur die Pflegenden werden älter, auch das Durchschnittsalter der Pflegekräfte steigt und Nachwuchs fehlt. Damit steigen die Anforderungen.  Der Kurzcheck Pflege hilft Personalverantwortlichen, Handlungsbedarf frühzeitig zu erkennen, um die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Pflegekräfte zu fördern, Beschäftigte an das Unternehmen zu binden und neue Pflegekräfte für das Unternehmen zu gewinnen.

Eine Pflegerin im Speisesaal bei der Essensausgabe © Keppler-Stiftung

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Der demografische Wandel führt bereits heute zu einer gestiegenen Nachfrage nach Pflegedienstleistungen, was wiederum zu einem zunehmenden Personalnotstand in der Pflegebranche führt. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, die bestehende Belegschaft zu binden und deren Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu sichern, ist deshalb für Kliniken und Pflegeunternehmen sehr wichtig geworden. Um Personalengpässen präventiv zu begegnen, sind Aktivitäten in fünf Handlungsfeldern notwendig: 

  • Demografiefeste Personal- und Rekrutierungspolitik
  • Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung
  • Lebenslanges Lernen
  • Führung
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Im Rahmen eines von geförderten Projektes hat die Professur für Arbeitswissenschaft an der Technische Universität Dresden mit dem Kurzcheck Pflege ein Instrument entwickelt, mit dessen Hilfe Pflegeeinrichtungen einen ersten Eindruck von ihrem Unternehmen in Bezug auf den demografischen Wandel und dem sich daraus ergebenden Handlungsbedarf erhalten. Anregungen aus der Praxis liefern in Kurzform praxisnahe Erläuterungen und erste Ideen zur Situationsverbesserung im Unternehmen. Exzellenz-Felder veranschaulichen neben dem Handlungsbedarf auch die speziellen oder angestrebten Stärken des Unternehmens. Im Zuge der Auswertung erhält das Unternehmen zudem eine entsprechende Liste mit ihrer diesbezüglichen Selbsteinschätzung in Punkto Arbeitgeberattraktivität.

Des Weiteren verweisen Praxishilfen auf weiterführende Analyseinstrumente, auf Best-Practice Beispiele und weiterführende Unterlagen.

Eine Beraterdatenbank ermöglicht zudem die gezielte Suche nach Unterstützung von außen. Eine Förderung der Beratung ist teilweise über das ESF-Programm "unternehmensWert Mensch" möglich.

Für diejenigen, die eine detailliertere Analyse des Ist-Zustandes und ein erweitertes Angebot an Lösungsoptionen wünschen, ist der "DemoCheck Pflege" und die Infobox Demografie empfehlenswert.  

Der Kurzcheck Pflege richtet sich an die Leitungen von Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Dienste, aber auch an die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein weiteres vertiefendes Instrument, das GDA-Selbstbewertungstool "gesund-pflegen-online" (www.gesund-pflegen-online.de) bietet Ihnen eine Analyse im Bereich "Arbeitsschutz in der Pflegebranche" (mit den Schwerpunkten Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Belastung).

Spezielle Hinweise zu einer erfolgreichen Personalführung finden Sie im Personalcheck (INQA-Personalcheck).

Ergebnisse

Was kann erreicht werden?

Die direkte Identifizierung von Optimierungspotenzialen und passgenaue Empfehlungen für demografiefeste Arbeitsplätze weisen den Weg zu Verbesserungen, die Belastungen senken und Erkrankungen der Beschäftigten vorbeugen.

Der Kurzcheck Pflege bietet darüber hinaus die Chance, die Position als Arbeitgeber im Wettbewerb um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern.

Hinweis

Der Kurzcheck wurde unter der Leitung der Professur für Arbeitswissenschaft an der TU Dresden, zusammen mit der BGW, der Paul-Wilhelm-von-Keppler-Stiftung, der IEGUS GmbH und der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH erstellt.

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Zusatzinformationen

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Ansprechpartner/in

Dr. Alzbeta Jandova

Technische Universität Dresden
Fetscherstraße 74
01307 Dresden

Telefon: 0351 463-38130
Fax: 0351 463-37283

Dipl.-Ing. Silke Paritschkow

Technische Universität Dresden
Fetscherstraße 74
01307 Dresden

Telefon: 0351 463-38132
Fax: 0351 463-37283

Steckbrief

Themen

  • Chancengleichheit & Diversity
  • Gesundheit
  • Pflege

Branche

  • Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen

Bundesland

  • Bundesweit

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