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Stressprävention für Fahrpersonal von Linienbussen, Straßenbahnen

Ein computergestütztes Trainingsprogramm der Berufsgenossenschaften für Fahrzeughaltungen und der Straßen-, U-Bahnen und Eisenbahnen hilft, die Stressbelastung des Fahrpersonals zu reduzieren.

CD-ROM-Cover zeigt einen Straßenbahnfahrer bei der Arbeit. © ÖPNV/BAHNEN

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Das Fahrpersonal von Linienbussen und Straßenbahnen ist vielfältigen, häufig gleichzeitigen Anforderungen ausgesetzt, wie hoher Verkehrsdichte, Zeitdruck, Konflikten sowie Störungen durch Fahrgäste oder Fahrzeuge, die zu bewältigen sind. Ist das Fahrpersonal diesen komplexen Anforderungen nicht gewachsen, kommt es zu Stressempfinden, woraus auf Dauer Erkrankungen entstehen können, bis hin zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Fahrdienst.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Das von der BGF und der BG BAHNEN entwickelte computergestützte Trainingsprogramm "Stressprävention für Fahrerinnen und Fahrer von Linienbussen und Straßenbahnen" soll dazu beitragen, die Stressbelastung des Fahrpersonals zu reduzieren.

Durch den Aufbau des ComputerBasedTrainings (CBT) in einen Informationsteil und einen Übungsteil kann das Fahrpersonal das erlernte theoretische Wissen über Stress (wie Stress entsteht, was die Auswirkungen von Stress sind und was man dagegen tun kann) im Übungsteil auf 20 Situationen aus dem Fahralltag anwenden, die von Verkehrsunternehmen ausgewählt wurden. Ergänzt wird das Trainingsprogramm durch einen Abschlusstest, der sich an den Informationsteil anschließt und dem Lerner die Überprüfung seines Wissens ermöglicht.

Das Trainingsprogramm verfolgt das Ziel, die für die Fahrtätigkeit erforderlichen Fähigkeiten - beispielsweise kritische Situationen vorherzusehen, koordinieren und kontrollieren zu können - erlernt, weiterentwickelt und reflektiert werden.

Das Trainingsprogramm wird den Fahrern zur Verfügung gestellt, nachdem sie selbst oder betriebliche Multiplikatoren durch Seminare in das Trainingsprogramm eingeführt worden sind.

Zu den betrieblichen Multiplikatoren zählen Fahrlehrer, mit Aus- und Fortbildung im Betrieb beauftragte Personen oder Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die im Anschluss an die Seminarteilnahme das Trainingsprogramm im Unternehmen umsetzen und das Fahrpersonal während des Trainingsprozesses begleiten.

Die Seminare werden von geschulten Moderatoren durchgeführt.

Das Trainingsprogramm kann auch im Rahmen des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes und der arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung von Unternehmen zum Einsatz gebracht werden.

Ergebnisse

Was kann erreicht werden?

  • Rückgang des Krankenstandes beim Fahrpersonal
  • Geringere Ausscheidungsquote wegen Fahrdienstuntauglichkeit
  • Höhere Arbeitszufriedenheit durch geringere Beanspruchung des Fahrpersonals

Erfolgsfaktoren

  • Unterstützung der Unternehmensleitung

Hinweis

Das Stresspräventionstraining gibt es außerdem auch für Eisenbahnfahrzeugführer im Regionalverkehr und Lokrangierführer.

Wenn Sie sich ein genaues Bild vom Stresspräventionstraining machen wollen, können Sie beim Anbieter kostenlos (für Mitgliedsunternehmen) die Demoversion und Informationsmaterial anfordern.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Anbieter

Rainer Erb

Bezirksverwaltung Hamburg, Prävention - Stab, Branche ÖPNV/Bahnen

VBG - Ihre Gesetzliche Unfallversicherung
Fontenay 1a
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 23656-392
Fax: 040 - 23656-178

Referenzunternehmen

Roland Schwalbe

Dresdner Verkehrsbetriebe AG
Trachenberger Str. 40
01129 Dresden

Telefon: 0351 - 85 71 138

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