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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Mit Prävention die Zukunft gewinnen - Strategien für eine demographiefeste Arbeitswelt

  • Stand: Dezember 2010
  • Verfügbarkeit: Verfügbar als PDF

Memorandum II

Ein lachender älterer Herr. © Colourbox.com

Die alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung, die betriebliche Gesundheitsförderung und das lebenslange Lernen sind Kernpunkte der Aktivitäten der Initiative Neue Qualität der Arbeit in Sachen Demographie. Das Zweite Memorandum zeigt auf, wie diese künftig noch stärker als bisher im Sinne eines erweiterten Präventionsverständnisses verzahnt werden.

Die deutsche Wirtschaft hat die Finanz- und Wirtschaftskrise gut überstanden - und das auch durch die engagierte Beteiligung durchschnittlich älterer Belegschaften. Dass die Unternehmen nach der Krise die Produktion so schnell und erfolgreich wieder hochfahren konnten, ist auch einem Paradigmenwechsel in Wirtschaft und Politik zu verdanken. Noch vor ein paar Jahren wäre es wahrscheinlich gewesen, dass viele Unternehmen die Krise zur Freisetzung der älteren Beschäftigten genutzt hätten - Stichwort Frühverrentung. Jetzt hingegen wurde versucht, die Belegschaften mittels Kurzarbeit durch die Krise zu bringen und so die Erfahrung in den Unternehmen zu halten.

Dahinter steht eine Anerkennung und Wertschätzung der Kompetenzen älterer Beschäftigter, die neu ist, die weiter wachsen wird. Zahlreiche Unternehmen haben wichtige Fortschritte in Sachen Demographiefestigkeit gemacht - wenngleich immer noch zu viele zu wenig in ihre Zukunftsfähigkeit investieren. Das zu ändern und noch mehr Unternehmen und Organisationen für das Thema zu gewinnen und zum konkreten Handeln zu motivieren, ist das Ziel der Initiative Neue Qualität der Arbeit für die nächsten Jahre.

Den Auftakt macht das neue Memorandum. Es nimmt die Fäden des ersten Memorandums auf und spinnt sie ein Stück weiter. Das zugrundeliegende, erweiterte Präventionsverständnis verfolgt eine langfristige Perspektive und betrachtet die gesamte Erwerbsbiographie eines Menschen unter dem Aspekt Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit. Als Ergebnis muss eine individuelle Erwerbsbiographie verwirklicht werden, die Anforderungen, Anreize und Belastungen so 'ordnet', dass die Beschäftigten das gesetzliche Rentenalter gesund erreichen. Damit wird auch ein gesundes Leben im Alter möglich.

Für dieses Modell zu werben, praxisgerechte Lösungen zu entwickeln und diese dann auf betrieblicher Ebene umzusetzen, ist zweifellos ein ehrgeiziges Ziel. Aber mit Blick auf die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre ein erreichbares.

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