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Demografischer Wandel und Kohlerückzug in der Emscher-Lippe Region – eine Herausforderung für das Personalmanagement

  • Stand: April 2010
  • Verfügbarkeit: Extern bestellbar

Broschüre

Älterer und junger Beschäftigter in der Automobilproduktion. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Die Broschüre informiert Unternehmen, wie sie mit ihrem Personalmanagement auf die Folgen des industriellen Strukturwandels und der demographischen Entwicklung in ihrer Region reagieren können. Die Broschüre ist ein Ergebnis des Projekts "Fit mit alternden Belegschaften - Qualifizierungsoffensive in der Emscher-Lippe Region". Hierzu gehören die Städte Bottrop und Gelsenkirchen sowie der Kreis Recklinghausen.

Die Broschüre gibt einen ersten Überblick über das, was in der Region passiert und welche personalpolitischen Konsequenzen daraus für die Betriebe resultieren.

Die Emscher-Lippe Region ist in besonderem Maße von der Schließung des Steinkohlenbergbaus betroffen. Zwar ist der Bergbau schon längst nicht mehr dominierend, aber noch immer eine wichtige Branche, auch aufgrund der vielfältigen Zuliefererverflechtungen. Neben dem Bergbau schwindet auch die Dominanz der Großbetriebe in der Region. Heute ist sie klein- und mittelständisch geprägt. Andere Branchen gewinnen an Bedeutung, häufig mit deutlich anderen Qualifikationsanforderungen. Klassische Bergbauzulieferer orientieren sich um und entwickeln neue Geschäftsfelder und Produkte. Parallel sind wachsende Unternehmen bemüht, ihre Marktchancen zu nutzen und die positive Entwicklung zu stabilisieren. Andere, traditionell starke Branchen agieren weiter auf hohem Niveau. Es ist also Bewegung in der Region.

Für das Personalmanagement der im Strukturwandel befindlichen Betriebe bedeutet dies Hochkonjunktur. Ablauf- und Arbeitsorganisation müssen überdacht werden, neue, veränderte Qualifikationen sind gefragt. Personalentwicklung und die Stärkung der vorhandenen eigenen Potenziale gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung. Dies gilt auch aus einem anderen Grunde: die demografischen Entwicklungen machen sich langsam, aber kontinuierlich bemerkbar. Die Bevölkerung nimmt ab, die jungen Nachwuchsjahrgänge werden "dünner". Zugleich steigt der Anteil der Älteren, jenseits des Erwerbslebens, aber auch der Anteil der 50 - 65-Jährigen steigt. Dies ist eine Chance für die Betriebe, weil das Erfahrungswissen dieser Beschäftigtengruppe sehr hoch ist. Aber auch eine Herausforderung, weil ältere Beschäftigte häufig nicht mehr von betrieblicher Weiterbildung partizipierten und weil Arbeitsorganisation und Gesundheitsförderung auf den Prüfstand müssen, wenn alle länger arbeiten sollen. In naher Zukunft kommen darüber hinaus größere Verrentungswellen auf die Unternehmen zu. Die Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs wird dann zu einem Schlüsselthema. Dies gilt auch für die Vermeidung des massenhaften Verlustes von (verrentetem) Erfahrungswissen.

Die Broschüre kann als Printausgabe bestellt werden bei:

Soziale Innovation GmbH - SI research & consult
Deutsche Straße 10, 44339 Dortmund
Tel.: 0231 - 88 08 64 20
Fax: 0231 - 88 08 64 29
E-Mail: info@soziale-innovation.de
Web: www.soziale-innovation.de

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