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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Demographischer Wandel und Beschäftigung

  • Stand: Januar 2005
  • Verfügbarkeit: Verfügbar als PDF

Memorandum

Die rechte Hand einer älteren Frau bedient eine Computermaus. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Die Botschaft ist angekommen: Unsere Gesellschaftwird älter. Die Zahl der jungen Menschen nimmt immer mehr ab, die Zahl der Älteren nimmt zu, und das bei insgesamt sinkenden Bevölkerungszahlen. Auch die Gründe haben sich herumgesprochen: sinkende Geburtenraten auf der einen Seite bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung des Einzelnen auf der anderen. Die Zukunft Deutschlands wird demnach von einer im Durchschnitt älteren Bevölkerung gestaltet werden.

In der Arbeitswelt ist dieser demographische Wandel bereits Gegenwart. Zwar schätzt man, dass erst in zehn bis zwanzig Jahren dem Arbeitsmarkt nicht mehr genügend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen könnten. Doch das Phänomen der alternden Belegschaften ist schon jetzt sichtbar, und der Alterungsprozess wird sich beschleunigen. Die Unternehmen und Betriebe müssen also schnell lernen, mit einer im Durchschnitt älteren Belegschaft zu arbeiten und innovativ zu bleiben. Überdies müssen sie Wege finden, zusätzliche Arbeitskraftpotenziale zu aktivieren, um auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Anders als in wichtigen anderen Industrienationen haben in Deutschland Politik, Wirtschaft und Sozialpartner jahrelang eine systematische Verjüngung der Betriebe unterstützt. Jetzt ist es hohe Zeit zum Umsteuern. Eine ganze Reihe von Unternehmen hat schon die Zeichender Zeit erkannt und bemerkenswerte Ansätze für eine demographiegerechte Arbeits- und Personalpolitik entwickelt. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit will diese Ansätze bündeln, verstärken und zu ihrer raschen Verbreitung in Wirtschaft und Gesellschaft beitragen. Wir sind eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Sozialpartnern, Sozialversicherungspartnern, Bertelsmann Stiftung, Hans Böckler Stiftung und Unternehmen. Damit ist die Initiative Bündnis und Netzwerk zugleich. In dieser Konstellation, davon sind wir überzeugt, liegt die große Chance, verlorenen Boden schnell wieder gut zu machen und - mehr noch - sich an die Spitze einer Entwicklung zu setzen, die eine neue Qualität der Arbeit zu einem erstrangigen Wettbewerbsfaktor in der Weltwirtschaft macht.

Mit diesem Memorandum und der Kampagne "30, 40, 50plus – Gesund arbeiten bis ins Alter" will die Initiative deshalb dazu beitragen,

  • dass Wirtschaft und Gesellschaft ein konstruktiveres, realistisches Bild von den Fähigkeiten und Kompetenzen Älterer entwickeln,
  • dass sie diese Fähigkeiten und Kompetenzen besser einsetzen und nutzen,
  • dass die betriebliche Gesundheitspolitik Kurs darauf nimmt, die Beschäftigungsfähigkeit der heute noch jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig zu sichern und
  • dass das produktive Miteinander von Jüngeren und Älteren sich zu einem Erfolgsfaktor der Unternehmen entwickelt.

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