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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Gute Mitarbeiterführung - Psychische Fehlbelastung vermeiden

  • Stand: Mai 2008
  • Verfügbarkeit: Verfügbar als PDF
  • Schutzgebuehr: 

INQA-Bericht Nr. 10

Hände eines Dirigenten mit Taktstock in der Rechten Hand.

Die regelmäßigen Auswertungen der Krankenkassen von Daten ihrer erwerbstätigen Mitglieder belegen jedes Frühjahr einen schon länger zu beobachtenden Trend: psychische Erkrankungen und Probleme in der Arbeitswelt nehmen bei Frauen und Männern kontinuierlich zu. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit unterstützt mit dieser bewährten Handlungshilfe Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen bei der gesundheitsförderlichen Gestaltung und Organisation der Arbeit.

Mit dem vielfach beschriebenen und wissenschaftlich untersuchten Wandel der Arbeitswelt haben sich die Arbeitsanforderungen an die Beschäftigten und damit auch die Arbeitsbelastungen und -beanspruchungen verändert. Durch technologische Innovationen und verbesserte Arbeitsverfahren wurden physische Belastungen und Beanspruchungen stark verringert. Zugleich sind aber in vielen Arbeitsbereichen die Anforderungen an das psychische Leistungsvermögen der Beschäftigten gestiegen. Damit rücken arbeitsbedingte psychische Fehlbelastungen stärker in den Blickwinkel des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Sie müssen auch in der Diskussion über Produktivitätsentwicklung und wirtschaftliche Erfolgsfaktoren berücksichtigt werden. Denn ebenso wie körperliche wirken sich auch psychische Fehlbelastungen nicht nur negativ auf die Gesundheit der Arbeitnehmer aus, sondern auch auf den Erfüllungsgrad der Leistungs- und wirtschaftlichen Ziele der Unternehmen. Immerhin verursachen allein die Folgeerkrankungen psychischer Fehlbelastungen in der Arbeitswelt - abgesehen von den ausgelösten individuellen Leiden - nach Erhebungen der europäischen Kommission europaweit Kosten in Höhe von 20 Mrd. Euro.

Die vorliegende Broschüre wendet sich an Führungskräfte vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen. Arbeit zu gestalten ist eine wesentliche Führungsaufgabe. Personalverantwortliche können erheblich zur Verringerung arbeitsbedingter psychischer Fehlbelastungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beitragen. Zugleich sind Führungskräfte auf besondere Weise selbst von psychischen Fehlbelastungen betroffen. Die Broschüre spricht sie in ihrer doppelten Rolle als 'Gesundheitsmanager' für die Beschäftigten einerseits und als selbst Betroffene andererseits an. Die beiden zentralen Kapitel befassen sich deshalb mit den Themen 'Vermeidung psychischer Fehlbelastungen als Führungsaufgabe' und 'Psychische Belastungen - Führungskräfte als Betroffene und Gestalter'.

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