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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Kompetenz gewinnt - Wie wir Arbeits-, Wettbewerbs- und Veränderungsfähigkeit fördern können

  • Stand: Juni 2016
  • Verfügbarkeit: Verfügbar
  • Artikel-Nr.: 3065

Drittes Memorandum

Zwei Männer in einem Büro betrachten eine Personalplanungstafel. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Kompetenz gewinnt - der Titel des dritten INQA-Memorandums passt genau zur aktuellen Situation am deutschen Arbeitsmarkt. Überall werden händeringend gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht, ein Ende dieses Trends ist momentan nicht absehbar. Der Grund dafür liegt nicht nur in dem für Deutschland günstigen wirtschaftlichen Umfeld. Inzwischen macht sich auch in beinahe allen Unternehmen der demografische Wandel bemerkbar. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten steigt, weil es oft an qualifizierten Nachwuchskräften fehlt. Kompetente Beschäftigte gehören zweifellos zu den Gewinnern in der derzeitigen Situation am Arbeitsmarkt. Bei den Unternehmen haben diejenigen die Nase vorn, die nicht nur auf das Angebot am Arbeitsmarkt vertraut, sondern in Aus- und Weiterbildung investiert, auch den Mut zu unkonventionellen Lösungen gefunden haben.

Kompetenz bedeutet jedoch in unserer heutigen Arbeitswelt nicht nur Formalqualifikation und Berufserfahrung. Kommunikative und soziale Kompetenz sind wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben. Kompetenz heißt, die eigenen Fähigkeiten und Grenzen zu kennen, zu wissen, wann es Zeit ist, "den Akku wieder aufzuladen". Die richtige Balance zwischen der Arbeit und anderen Aktivitäten des Lebens zu finden, dem täglichen Stress zu widerstehen, die richtige Technik der Entspannung für sich zu finden und insgesamt auf die eigene Gesundheit zu achten, will gelernt sein. Dies ist nicht nur für den Einzelnen von Bedeutung, sondern auch für Unternehmen von vitalem Interesse. Je höher die Anforderungen an die Kompetenz der Beschäftigten sind und je schwieriger die Suche nach qualifizierten Beschäftigten wird, desto weniger können wir es uns leisten, dass Menschen bei der Arbeit und durch die Arbeit erkranken. Eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit, die dazu beiträgt, psychische Beeinträchtigungen zu vermeiden und mentale Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu erhalten, steht damit heute auf der Tagesordnung.

Vor diesem Hintergrund bietet dieses dritte INQA-Memorandum eine Fülle von Fakten, Anregungen und Argumenten. Es ist ein eindringlicher Aufruf, Qualifizierung, Qualifikation und der Gesundheit einen möglichst hohen Stellenwert in Unternehmen und der Gesellschaft insgesamt einzuräumen.

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