Navigation und Service

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt

  • Stand: September 2017
  • Verfügbarkeit: Verfügbar
  • Artikel-Nr.: 3196

Monitor

verschiedene Illustrationen Haus, Fußball und Tennis, Oma und Opa mit Enkel, Ordner mit Uhr etc. © neues handeln GmbH

Psychische Erkrankungen waren mit 43 Prozent im Jahr 2015 die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühverrentung, verursachten 87 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage und 16,8 Milliarden Euro Verlust an Bruttowertschöpfung (Quelle: SUGA 2015). Psychische Erkrankungen gehören zu den wichtigsten Ursachen für den Verlust an beschwerdefreien Lebensjahren. Die häufigsten medizinisch diagnostizierten Gründe sind Depression und Angststörungen.

Mit dieser Publikation ergänzt das INQA-Projekt psyGA (Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt) ein neues Format in seinem breiten Spektrum von Angeboten: In kurzen Texten, Illustrationen und anschaulichen Infografiken stellt der Forschungsmonitor aktuelle Ergebnisse aus Beschäftigtenbefragungen dar. Er bietet somit Hintergrundwissen für alle, die sich mit dem Thema psychische Gesundheit in der Arbeitswelt beschäftigen. Diese Befunde liefern Orientierungshilfen, wie das Thema „psychische Gesundheit“ aus Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesehen wird. Der vorliegende Monitor soll zu einer Auseinandersetzung mit diesen Erkenntnissen anregen. Die daraus resultierenden Schlussfolgerungen können bei der Entwicklung von Konzepten helfen, die darauf abzielen, psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern.
Dabei ist zu beachten, dass Arbeit neben den möglichen belastenden Faktoren die psychische Gesundheit auch stärken kann – durch Handlungsspielräume in der Arbeit, eine mitarbeiterorientierte Führungskultur oder ein positives Betriebsklima. Diese sogenannten
Ressourcen helfen nicht nur, Herausforderungen und Belastungen zu bewältigen, sondern können unabhängig davon die psychische Gesundheit stabilisieren.

Anliegen dieses Monitors ist es, anhand von drei unabhängig durchgeführten Untersuchungen zunächst die selbst eingeschätzte psychische Gesundheit von Beschäftigten über Altersgruppen, Branchen, Regionen und Betriebsgrößen hinweg zu vergleichen und herauszuarbeiten, welche betrieblichen und individuellen Faktoren für die psychische Gesundheit förderlich oder hinderlich sind. Es werden bewusst bei-de Seiten – Belastungen und auch Ressourcen – betrachtet. Dabei zeigt sich: Arbeitsplatzbezogene und individuelle Ressourcen stehen in starkem Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit. Dieser Monitor legt zur Ergänzung der öffentlichen Diskussion den Fokus auf die gesundheitsförderlichen Ressourcen der Arbeit.

Der Monitor soll dazu anregen, die fachpolitische Diskussion um die Ressourcenorientierung zu ergänzen. Zukünftige Forschung wird herausarbeiten müssen, ob heute schon Unternehmen mit „guter Arbeit“ auch wirtschaftlich erfolgreicher sind – im Zeitalter des
Fachkräfte mangels und der notwendigen Innovationsbereitschaft der Beschäftigten ließe sich hier ein Zusammenhang vermuten.

Empfehlen und Drucken