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Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Qualitatives Wachstum – Der Steinmetzbetrieb Markus Glöckner Natursteine macht sich fit für die Zukunft

Markus Glöckner Natursteine im Saarland bietet ein breites Produktportfolio, das von der Restaurierung über das Bauen mit Natursteinen bis zur Grabmalgestaltung reicht. Lange Zeit beherrschte das Alltagsgeschäft das Denken im Unternehmen. Die systematische Erarbeitung einer zukunftsfähigen Unternehmensstrategie war deshalb zunächst eine zusätzliche Herausforderung – doch der Aufwand macht sich heute jeden Tag bezahlt.

Steinmetz bearbeitet eine Fratze im Schlussstein mit einem Pressluftmeissel
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Steinmetz bearbeitet eine Fratze im Schlussstein mit einem Pressluftmeissel

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Für den mittelständischen Handwerksbetrieb mit 24 Beschäftigten standen in den letzten Jahren vor allem Investitionen in Gebäude und Technik und die Einstellung neuer Mitarbeiter im Zentrum der Aufmerksamkeit. Fragen nach der langfristigen Unternehmensstrategie und nach Optimierungspotentialen in der Arbeitsorganisation wurden zunächst zurückgestellt. Irgendwann geriet das stetig wachsende Unternehmen jedoch an seine strukturellen Grenzen und musste Kommunikationsabläufe, Arbeitsprozesse und Führungsverhalten auf den Prüfstand stellen.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Durch einen Prozessberater des Förderprogrammes unternehmenswert:Mensch wurde zu Beginn der Status Quo ermittelt. Dabei waren der INQA-Unternehmenscheck "Guter Mittelstand" und der INQA-Check "Personalführung" sehr hilfreich, weil sie mit wenigen gezielten Fragen Schwachstellen und Handlungsbedarfe aufdecken. Die beiden Checks gaben dann auch Aufschluss darüber, an welchem Ende die Arbeit beginnen sollte.

Ein erster Schritt war, innerhalb der Führungsebene eine Vision, Mission und Strategie für die Zukunft auszuarbeiten. Am Ende dieses Prozesses standen sehr konkrete Ziele:

  • 5 Prozent Umsatzwachstum pro Jahr
  • Aufbau eines B2B-Bereichs, in dem die Intensivierung von Geschäftsbeziehungen zu anderen Unternehmen vorangetrieben wird
  • Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, unter anderem durch strukturiertes Einarbeiten und Weiterqualifizieren der Beschäftigten
  • Heranführen von Nachfolgern aus der eigenen Belegschaft für altersbedingt ausscheidende Beschäftigte.

Begonnen wurde mit der Verbesserung der internen Kommunikation im Unternehmen. Dazu erhielten alle Beschäftigten Fragebögen zur "Typus-Analyse", die von der Geschäftsleitung im persönlichen Gespräch erläutert wurden. Damit war zugleich eine wichtige Grundlage für das Thema Führungsverhalten und den Umgang im Team gelegt. Am Ende dieser Diskussion stand die Verabschiedung von Kommunikations-Leitlinien. In einem Geschäftsleitungscoaching beschäftigte sich die Unternehmensführung noch einmal gesondert mit dem Thema.

Sehr genau schaute man sich auch die Organisation des Unternehmens an, vor allem Strukturen, Inhalte und die Gliederung von Stellenbeschreibungen. Ein Qualifikationsraster beschreibt heute die Anforderungen an die einzelnen Tätigkeiten, ein Organigramm macht die Struktur für jeden nachvollziehbar.

Die Arbeitsprozesse wurden mit Unterstützung einer externen Moderation grafisch in ihren Abläufen dargestellt und so transparent gemacht. Dabei zeigten sich Verbesserungspotenziale, etwa im zeitlichen Ablauf der Angebotsphase – z. B. durch Einsatz von Formblättern und Prozessleitlinien - sowie der internen und externen Kommunikation und der Delegation von Aufgaben.

Die Einführung des DAVE-Systems führte zu besseren Arbeitsabläufen. Nun wird jede Information sofort einsortiert: Delegieren, Ablegen, Vernichten, Erledigen. Das zwingt in der Praxis zu schnelleren Entscheidungen und erhöht die Effizienz.

Ein Mitarbeiterhandbuch und ein Begrüßungshandbuch wurden erarbeitet. Ersteres enthält sowohl die erarbeiteten Unternehmensleitlinien als auch gewisse strukturelle Ablaufe und Vorgaben. Das Begrüßungshandbuch informiert über Teamregeln, Urlaubs- und Krankmeldungen sowie wichtige Ansprechpartner.

Weiterhin ist die Einführung eines Arbeitssicherheit-Managements mit der BG Bau Karlsruhe bis 2020 geplant.

Ergebnisse

Was konnte erreicht werden?

  • Die Erarbeitung von Vision, Mission und Strategie führte zu einer neuen Art des fokussierten Denkens und Handelns. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Installation einer langfristigen Nachfolgeplanung gelegt.
  • Das Führungsverhalten der Geschäftsleitung wurde dem strategischen Wachstum angepasst. Regelmäßige und inhaltlich strukturierte Mitarbeitergespräche finden in festem Turnus statt und unterstützen Personalentwicklungsmaßnahmen.
  • Oberhalb der Geschäftsleitung wurde eine zweite Führungsebene installiert.
  • Die Geschäftsleitung delegiert heute mehr Aufgaben und nutzt die gewonnene Zeit für strategische Planungen: Arbeiten am Unternehmen statt nur im Unternehmen.
  • Es wurden innerbetriebliche Schulungstage etabiliert. In jedem Frühjahr finden an fünf bis sieben Tagen unterschiedliche Weiterbildungsveranstaltungen statt, die z.T. für das Unternehmen verpflichtend sind (wie z.B. EMAS- oder Gefahrstoffschulung) und weitere zusätzlich angeboten werden (z.B. zum Thema Patientenverfügung).
  • Neben externen Referenten übernehmen auch Mitarbeiter/innen die Leitung der Workshops.

Erfolgsfaktoren:

Was können andere davon lernen?

  • Methodisch wurde primär mit Workshops mit allen Mitarbeitenden, teilweise in Gruppenarbeit, gearbeitet. Ergänzt wurde der gesamte Prozess durch Coaching-Einheiten für die Geschäftsleitung.
  • Die offene Diskussion über Stärken, Schwächen und Sichtweisen auf allen Ebenen und die Bereitschaft zu Veränderungen waren Voraussetzungen für den Erfolg.
  • Um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens nicht zu sehr zu beeinflussen und die Mitarbeiter nicht zu überfordern, war die langfristige Planung und Umsetzung von Vorteil.
  • Eigene Investitionen und das Förderprogramm unternehmensWert:Mensch schafften die finanziellen Voraussetzungen für die Erarbeitung einer neuen Strategie.
  • Es wurde erkannt, wie hilfreich und zielführend ein externer Beraters sein kann. Zukünftig wird diese Unterstützung frühzeitiger angenommen.

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Zusatzinformationen

Logo

Logo von Markus Glöckner Natursteine

Ansprechpartner/in

Katja Hobler

Mitglied der Geschäftsleitung

Markus Glöckner Natursteine
Schachenweg 11
66540 66540 Neunkirchen-Hangard

Telefon: 06821 525 80
Fax: 06821 580 47

Joachim Berendt

BERENDT & PARTNER UNTERNEHMENSBERATUNG
Untertürkheimer Str. 24
66117 Saarbrücken

Telefon: 0681 92928 70
Fax: 0681 92928 79

Steckbrief

Themen

  • Führung & Kommunikation
  • Organisationelle & individuelle Resilienz
  • Partizipation & Motivation
  • Mittelstand

Branche

  • Baugewerbe

Bundesland

  • Saarland

Unternehmensgröße

  • 1 - 49 Mitarbeiter

Standort des Unternehmens

Abbildung des Unternehmensstandortes auf der interaktiven Karte