Navigation und Service

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Drei Tipps für ein führendes Unternehmen

von Thomas Sattelberger, ehemaliger Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom AG.

Wie kann sich ein Unternehmen beim Thema Personalführung fit für die Zukunft machen?

Tipp 1:

Moderne Unternehmen müssen beispielsweise lernen, über Leistungsergebnisse zu steuern und nicht über reine Anwesenheit. Denn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen heute ihre verschiedensten Lebenswelten miteinander vereinbaren können. Viele möchten sich zwischendurch weiterqualifizieren, ein Sabbatical machen, um zu regenerieren oder stärker für die Familie da sein. Andere wollen drei Tage arbeiten oder ein anderes, flexibles Anwesenheitsmodell pflegen. Der Druck auf Unternehmen wächst, solche Flexibilität zu schaffen. Mitarbeiter werden Unternehmensbürger, die Souveränität einfordern. Und wir brauchen ihr Talent. Talent wird zunehmend zur knappen Ressource für Unternehmen.

Tipp 2:

Mein zweiter Tipp richtet sich direkt an die Personalverantwortlichen: Bitte sehen Sie in den großen gesellschaftlichen Veränderungen und denen im System Arbeit die Chance für den nötigen Wandel auch in Ihrem Geschäft. Werden Sie vom Verwalter zum strategischen Gestalter, durch Antworten auf Fragen wie z.B.: Wie können wir durch nachhaltige Personalarbeit zur Produktqualität beitragen? Wie können wir mittelfristiger in der Personalplanung werden? Wie können wir neue Talentquellen erschließen? Wie können wir ein gesundes Unternehmen bauen? Wie können wir als Mittelständler eine kraftvolle Arbeitgebermarke aufbauen? Wie können wir die Kreativpotentiale in der Belegschaft erschließen? Das sind die neuen oder vielleicht auch alten Felder der Personalarbeit.

Tipp 3:

Schließlich möchte ich den künftigen Führungskräften raten, sich neben der Frage nach einer hochwertigen Ausbildung auch mit sich selbst auseinanderzusetzen. Mich interessiert, ob jemand in der Sache groß und als Person bescheiden ist. Für mich hat Führung viel mit Demut zu tun. Je höher man kommt, umso mehr läuft man Gefahr, sich zu überschätzen. Sich und sein Führungsverhalten kontinuierlich zu reflektieren, eine offene Feedback-Kultur zuzulassen, authentisch zu sein und mit einem überwiegend kooperativen Stil zu führen, das wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen, um Mitarbeiter zu motivieren, zu binden und sie zum Erfolg zu führen.

Empfehlen und Drucken

Zusatzinformationen

Themenbotschafter

Neubesetzung steht an

Seit 2012 stand Thomas Sattelberger, Publizist und ehemaliger TOP-Manager, als INQA-Themenbotschafter für das Thema Führung. Er hat die Ausgestaltung und Kommunikation des Handlungsfelds Führung bei INQA maßgeblich geprägt.
Aufgrund anderer Verpflichtungen steht Herr Sattelberger nicht mehr für dieses Ehrenamt zur Verfügung. Eine Neubesetzung wird vorbereitet.