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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Gesundheit

Angesichts alternder Belegschaften und längerer Lebensarbeitszeit gilt es, die Gesundheit der Arbeitnehmer zu fördern und Belastungen am Arbeitsplatz entgegenzuwirken. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit bietet Arbeitgebern und Beschäftigten vielfältige Anregungen für das Handlungsfeld Gesundheit.

Im Fokus

Themenbotschafterin Dr. Natalie Lotzmann

Als Leiterin des Bereichs Globales Gesundheitsmanagement bei der SAP AG stehe ich bei der Initiative Neue Qualität der Arbeit für das Thema Gesundheit. In gesunde Arbeit zu investieren ist für mich nicht nur eine Frage sozialer Verantwortung, es ist auch ein wirtschaftliches Gebot.

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Gesunde Arbeitswelt

Angesichts alternder Belegschaften und längerer Lebensarbeitszeit gilt es, die Gesundheit der Arbeitnehmer zu fördern und Belastungen am Arbeitsplatz entgegenzuwirken. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit bietet Arbeitgebern und Beschäftigten vielfältige Anregungen für das Handlungsfeld Gesundheit.

Durch gesellschaftliche Veränderungen – z.B. die demografiebedingte Alterung der Belegschaften, einen zunehmenden globalen Wettbewerb sowie den sich abzeichnenden Fachkräftemangel – gewinnt das Engagement von Unternehmen und Institutionen für die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer mehr an Bedeutung. Für die Initiative Neue Qualität der Arbeit sind der Erhalt der Arbeitsfähigkeit und die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidend für die Zukunftsfähigkeit eines Betriebes. Dabei steht vor allem der Einsatz für das Wohlbefinden, die Motivation sowie für Schutz und Stärkung der physischen wie psychischen Gesundheit über den gesamten Erwerbsverlauf im Mittelpunkt.

Neben der körperlichen Anstrengung vieler Tätigkeiten haben zunehmend komplexere Arbeitsprozesse, die zunehmende Individualisierung von Lebensläufen sowie steigende Flexibilitäts- und Leistungsanforderungen in den vergangenen Jahren zu einem enormen Anstieg von psychischen Erkrankungen geführt. Zu einem ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsansatz gehört es somit auch, frühzeitig Burn-Out-Symptome sowie andere psychische Beeinträchtigungen zu erkennen und ihnen durch geeignete präventive Angebote im Arbeitsumfeld entgegen zu wirken. Diese ist eine neue soziale Herausforderung für die Verantwortlichen in Unternehmen, da jeder Mensch unterschiedliche psychische, körperliche und soziale Voraussetzungen mitbringt und mithin anders empfindet und reagiert. Mithilfe individueller Bewältigungsstrategien können die Beschäftigten auch selbst gezielt vorgehen, um Aufgaben und Probleme zu lösen und Hemmnisse und Schwierigkeiten abzubauen oder sich davor zu schützen.

Von einem ganzheitlich ausgerichteten Gesundheitsmanagement profitiert nicht nur die Belegschaft, sondern auch das Unternehmen oder die Institution als Ganzes - durch weniger Personalfluktuation, zufriedenere und engagierte Mitarbeiter sowie weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten. Wenn Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung auf Basis arbeits- und gesundheitswissenschaftlicher Erkenntnisse gestaltet werden, sind deutliche Produktivitätssteigerungen möglich. Eine wertschätzende Führungskultur ist auch hier ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg, um Belastungen am Arbeitsplatz entgegen zu wirken. Denn: Gesundheit ist mehr als Unfallfreiheit und Anwesenheit im Betrieb.

Darüber hinaus steigert ein kluges Gesundheitsengagement auch die Arbeitgeberattraktivität. Gerade in strukturschwachen bzw. vom demografischen Wandel besonders betroffenen Regionen können auf diese Weise qualifizierte Beschäftigte gewonnen und an das Unternehmen gebunden werden.