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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Wissen & Kompetenz

Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen sich Unternehmen neues Wissen aneignen, aber auch vorhandenes Know-how bewahren und im Unternehmen zugänglich machen. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit bietet Arbeitgebern und Beschäftigten vielfältige Anregungen für das Handlungsfeld Wissen & Kompetenz.

Im Fokus

Themenbotschafter Rudolf Kast

Als Vorstandsvorsitzender des Demographie-Netzwerks (ddn) stehe ich bei der Initiative Neue Qualität der Arbeit für das Thema Wissen & Kompetenz. Die Fähigkeit und die Bereitschaft von Betrieben und ihren Mitarbeitern zu lebenslangem Lernen sind der Schlüssel, um als Unternehmen weiterhin erfolgreich zu sein.

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Lernende Arbeitswelt

Die Bedeutung von "Wissen" als Ressource ist hoch und macht mittlerweile mehr als die Hälfte der betrieblichen Wertschöpfung aus. Die Fähigkeit, erfolgskritisches Wissen zu identifizieren sowie effektiver und effizienter zu lernen als die Konkurrenz, ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Der schnelle technologische und wirtschaftsstrukturelle Wandel erfordert jedoch eine ständige Anpassung von Kompetenzen und Qualifikationen. Neben der Herausforderung, sich ständig neues Wissen anzueignen und zu produzieren, ist es für Unternehmen und Institutionen von fundamentaler Bedeutung, bereits vorhandenes Wissen zu sichern und weiterzugeben.

Für die Initiative Neue Qualität der Arbeit stellt ein kontinuierliches und flexibles Wissens- und Kompetenzmanagement einen essenziellen Bestandteil einer erfolgreichen Strategie dar. Es geht darum, dass Unternehmen und Institutionen die Kompetenzentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • durch Wissenstransfer zwischen den Generationen sichern und
  • lebensbegleitendes Lernen sowie betriebliche Weiterbildung fördern.

Ein wichtiger Baustein für erfolgreiches Wissens- und Kompetenzmanagement ist die Förderung passgenauer Kompetenzentwicklungs- und Qualifikationsangebote. Eine lernförderliche Unternehmenskultur ermöglicht das Lernen im Prozess und gewährleistet eine individuelle Unterstützung. Auch nimmt sie alle Beschäftigtengruppen gleichermaßen in den Blick. Gerade bei älteren Menschen und Personen mit niedrigem Ausbildungsstatus liegt eine besondere Herausforderung darin, die Beteiligungsquote zu erhöhen.

Die Entwicklung zielgruppenspezifischer und zeitgemäßer Lehr- und Lernmethoden, welche eine individuelle Kompetenzentwicklung und Lernbereitschaft fördern, bildet eine wichtige Grundlage. Dies bedeutet auch, stärker Kompetenzen, Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Person in den Blick zu nehmen – anstelle der oftmals noch vorherrschenden Defizitorientierung. Zudem gilt es, Lernumfelder zu schaffen, die im Berufs- und Alltagsleben Berührungspunkte und Chancen für formales wie informelles Lernen ermöglichen. Aber auch mehr Gestaltungsfreiheit bei der Arbeitsorganisation und den Arbeitsprozessen kann einen Beitrag dazu leisten, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anerkennung und Bestätigung erfahren und betriebliche Weiterbildung als einen essentiellen Bestandteil der Unternehmensentwicklung erfahren.