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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Horizontaler Berufsumstieg: eine neue berufliche Chance für ältere Beschäftigte

Das Projekt soll Beschäftigte und kleine und mittelgroße Unternehmen dabei unterstützen, die Gesundheit und die Beschäftigungsfähigkeit bis zum Ruhestand bestmöglich zu erhalten. Das im Projekt entwickelte Informationsportal Wegweiser Berufsumstieg ist ab sofort verfügbar.

Arbeiter in einer Tischlerei. © DGUV/Wolfgang Bellwinkel

Die demografische Entwicklung hat in Deutschland zu einer Erhöhung des Renteneintrittsalters geführt. Zahlreiche Beschäftigte üben jedoch einen "Beruf mit begrenzter Tätigkeitsdauer" aus, d.h. einen Beruf, den sie aufgrund von Einschränkungen voraussichtlich nicht bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter ausüben können. Eine Lösung des Problems könnte darin liegen, präventiv und rechtzeitig einen Berufswechsel vorzubereiten. Ein solch neuer Beruf mit passenden Anforderungen und anderen Belastungen als der bisherige ließe sich dann bis zur Rente ausüben. Entsprechend sollte die Auswahl eines passenden Umstiegsberufs explizit gesundheitliche Aspekte berücksichtigen. Ebenso soll er ähnlich hohe Qualifikationserfordernisse wie der ursprüngliche Beruf aufweisen, um einen sozialen Abstieg zu vermeiden. Die Beschäftigungsfähigkeit kann dadurch erhalten bleiben, dem Fachkräfteengpass insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen kann begegnet werden.

Im Projekt wurde ein Digitaler Wegweiser entwickelt, anhand dessen sich betroffene Personen über mögliche geeignete Umstiegsberufe informieren können. Unternehmen kann er Hilfen bei einer entsprechenden Personalplanung bieten. Der als Informationsportal ausgestaltete Digitale Wegweiser unterstützt die Suche nach einem möglichst gleichwertigen und passenden Umstiegsberuf. Ein integriertes IT-Instrument enthält eine Datenbank, die alle Ausbildungsberufe in sogenannten Berufsprofilen erfasst. Durch das Ausfüllen eines elektronischen Fragebogens erstellt eine suchende Person entsprechend ihr Personenprofil. Der Abgleich der Merkmale des Personenprofils mit den Merkmalen der Berufsprofile erfolgt auf der Basis eines speziell entwickelten Algorithmus. Die in den Profilen berücksichtigten Merkmale lassen sich dabei in drei Kategorien einteilen: Qualifikationen, Präferenzen und Gesundheit. Im Ergebnis ergibt sich eine nach Passungen geordnete Liste geeigneter Umstiegsberufe. Ergänzend ermöglicht das IT-Instrument die detaillierte Analyse der Ergebnisse.

Bei den vorgeschlagenen Umstiegsberufen handelt es sich um erste Informationen, die eine persönliches Beratungsgespräch nicht ersetzen kann oder soll. Wichtig ist eine darauf aufbauende individuelle Berufsberatung. Durch den Digitalen Wegweiser soll vielmehr auf das Problem von Berufen mit begrenzter Tätigkeitsdauer hingewiesen und Interesse an einem Berufsumstieg geweckt werden. Mit 522 Berufsprofilen, davon 17 Profile von Weiterbildungsberufen, enthält die Datenbank grundsätzlich alle aktuellen Ausbildungsberufe.

Das Informationsportal Wegweiser Berufsumstieg einschließlich des IT-Instruments wurde niederschwellig entwickelt und plattformunabhängig programmiert. Es existieren eine barrierefreie und eine nutzerfreundliche Version. Die Anforderungen des Datenschutzes wurden berücksichtigt. Informationsportal und IT-Instrument sind einsatzfähig und im Internet öffentlich zugänglich.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Dr. Hanna Zieschang

Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Königsbrücker Landstr. 2
01109 Dresden
E-Mail schreibenTelefon: 0351 457 1610

Steckbrief

Themen:

  • Wissen & Kompetenz
  • Chancengleichheit & Diversity
  • Demografie
  • Mittelstand

Projektlaufzeit

  • 07/2012 bis 01/2015