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Pressemitteilung: Bundesagentur für Arbeit neu im Steuerkreis der Initiative Neue Qualität der Arbeit

Zweite Sitzung des Steuerkreises: Kooperation mit Bundesagentur für Arbeit // Zwei Repräsentanten für Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite benannt // Ziele für 2013: Regionale Vernetzung und Begleitung von Betrieben

Berlin, 30. November 2012 - Zu seiner zweiten Sitzung kam gestern Abend der Steuerkreis der Initiative Neue Qualität der Arbeit in erweiterter Runde zusammen: Neu im Gremium ist die Bundesagentur für Arbeit (BA), die mit ihren regionalen Beratungsangeboten künftig bundesweit die Umsetzung der Ziele der Initiative unterstützen wird. Darüber hinaus hat das Gremium mit Prof. Dr. Randolf Rodenstock, Präsident der vdbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sowie Vizepräsident der BDA - Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, und mit Alfred Löckle, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Robert Bosch GmbH, je einen ständigen Vertreter der Mitglieder von Wirtschafts- und Arbeitnehmerseite benannt. Gemeinsam zogen die Mitglieder des Steuerkreises eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres und legten neue Schwerpunkte für die Arbeit im kommenden Jahr fest. Unter anderem sollen Betriebe durch gezielte Projektförderung und regionale Vernetzung noch besser darin unterstützt werden, die Herausforderungen des demografischen Wandels zu bewältigen.

Kooperation mit BA ermöglicht bessere Unterstützung von KMU vor Ort

Ab Frühjahr 2013 wird die Initiative Neue Qualität der Arbeit verstärkt mit der Bundesagentur für Arbeit zusammenarbeiten. "Mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel wollen wir kleine und mittelständische Unternehmen gezielt dabei unterstützen, sich für die anstehenden Herausforderungen gut aufzustellen. Die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, die über vielfältige Zugänge in Unternehmen verfügt, ermöglicht es uns, Betriebe künftig noch besser zu erreichen" erklärte Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. "Die Kooperation ist für beide Seiten gewinnbringend", sagte Raimund Becker, Mitglied des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit. "Die ganzheitliche Beratung und Umsetzungsunterstützung von Betrieben zu allen Handlungsfeldern für die Fachkräftesicherung kann nicht in jedem Fall durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agenturen allein realisiert werden. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit ergänzt unsere Beratungsangebote durch umfassendes Umsetzungs-Know-how." Die Beratungsfachkräfte der regionalen Arbeitgeber-Services nutzen dazu ab Frühjahr 2013 den Zugang zu Instrumenten und Angeboten der Initiative sowie zu deren regionalen Netzwerken.

Ziele 2013: Verstärkte regionale Aktivitäten und gezielte Projektförderung

Die regionalen Netzwerke der Initiative sollen 2013 auch verstärkt genutzt werden, um mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in engeren Austausch zu kommen. Durch den Dialog vor Ort sollen Fördermittel der Initiative, die für Modellprojekte zur Verfügung stehen, weiterhin nah am Bedarf von Unternehmen eingesetzt werden. "Der Strukturwandel am Arbeitsmarkt zwingt Betriebe zu einem Wandel, sie müssen umdenken und in Teilen auch ihre Strukturen und Prozesse massiv umbauen. Gerade Mittelständler müssen vorausschauender planen als bislang", sagt Thomas Sattelberger, Sprecher der Themenbotschafter der Initiative. "In vielen Bereichen fehlen noch erfolgversprechende Konzepte; diese Lücken wollen wir schließen. Darum fördern wir Projekte, die innovative Lösungen für die Herausforderungen in Personalführung, Diversity, Gesundheits- und Wissensmanagement entwickeln und in Betrieben erproben", erklärt Thomas Sattelberger. Eine erste Möglichkeit zum regionalen Austausch mit KMU ist ein Wirtschaftsgespräch, das die Initiative am 14. Februar 2013 in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg veranstaltet. Weitere Termine folgen.

Zwei neue Repräsentanten des Steuerkreises

Neben Vertretern der Bundesagentur für Arbeit ergänzen künftig auch zwei neue Repräsentanten aus dem Kreis der Wirtschaftsverbände und der Gewerkschaften den Steuerkreis: Mit Alfred Löckle, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Robert Bosch GmbH, und Professor Randolf Rodenstock, Präsident der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sowie Vizepräsident der BDA - Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, repräsentieren künftig zwei ausgewählte Fachexperten die Initiative mit ihren vielfältigen Aufgaben nach außen. In der Wahl der Repräsentanten kommt auch das Selbstverständnis des Gremiums zum Ausdruck: eine gleichberechtige Berücksichtigung der Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Rodenstock und Löckle waren sich einig: "Die Initiative Neue Qualität der Arbeit schafft den Rahmen, um konstruktiv über bestehende und kommende Herausforderungen bei der Gestaltung von Arbeit zu diskutieren. Sie birgt damit die Chance, gemeinsam tragfähige Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft zu entwickeln."

Die INITIATIVE NEUE QUALITÄT DER ARBEIT ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Verbänden und Institutionen der Wirtschaft, Gewerkschaften,Unternehmen, Sozialversicherungsträgern und Stiftungen. Ihr Ziel: mehr Arbeitsqualität als Schlüssel für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland. Dazu bietet die im Jahr 2002 ins Leben gerufene Initiative inspirierende Beispiele aus der Praxis, Beratungs- und Informationsangebote, Austauschmöglichkeiten sowie ein Förderprogramm für Projekte, die neue personal- und beschäftigungspolitische Ansätze auf den Weg bringen.

Stand: 30.11.2012

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