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Zukunft sichern, Arbeit gestalten

09.03.2016

Wirksamere betriebliche Gesundheitsförderung in Handwerksbetrieben

Das INQA-Projekt ZUKeHR stellt Ergebnisse einer repräsentativen Befragung vor.

Schreinermeister begutachtet in der Werkstatt die Arbeit seines Gesellen. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Die Existenz von kleinen und mittleren Unternehmen hängt entscheidend von der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit der Inhaber und ihrer Beschäftigten ab. Um speziell im Handwerk für diese Zusammenhänge zu sensibilisieren und Unterstützungsbedarfe zu ermitteln, hat das INQA-Projekt "Zukunftssicherung durch Unterstützung und Kompetenzentwicklung für das Handwerk in der Region" (ZUKeHR) durchgeführt. Ermittelt wurden Belastungsfaktoren, bereits bestehende Maßnahmen sowie Wünsche und Wirksamkeitseinschätzungen der Betroffenen zu weiteren Unterstützungsangeboten. An der Befragung haben sich 857 Handwerksbetriebe aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt.

Das Ergebnis der Umfrage zeigt: Der Mangel an Arbeitskräften stellt die befragten Handwerksbetriebe vor große Probleme - besonders bei kurzfristigem krankheitsbedingten Ausfall von Führungskräften oder Mitarbeitern. Erhöhten Handlungsbedarf sehen 55 Prozent der befragten Betriebe daher im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung. Dementsprechend groß ist auch das betriebliche Interesse an praxisnahen Informationen und Handlungshilfen. Nachholbedarf wird sowohl bei der Verankerung der Gesundheitsförderung in der innerbetrieblichen Organisation als auch bei entsprechenden externen Unterstützungsangeboten gesehen. Hier wünschen sich viele Betriebe mehr Unterstützung durch Akteure aus ihrer Region, z.B. von den Handwerkskammern, den Krankenkassen, der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern, Arbeitgeberverbänden oder lokalen Unternehmensnetzwerken.

Die Befragungsergebnisse zeigen außerdem, dass es zum Teil große regionale Unterschiede bei den vorhandenen und genutzten Unterstützungsstrukturen gibt. Sie sollten von den regionalen Akteuren künftig besser berücksichtigt werden, um den Handwerksbetrieben passgenaue Unterstützungsangebote anzubieten. Einen systematischen und niedrigschwelligen Einstieg in kontinuierliche Verbesserungsprozesse bieten beispielsweise die INQA-Checks. Die Befragungsergebnisse werden daher auch allen INQA-Partnern und -Projekten, die sich mit betrieblicher Gesundheitsförderung und der Gestaltung des demografischen Wandels in Handwerksbetrieben oder kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) befassen, wärmstens empfohlen!

ZUKeHR wurde in enger Kooperation mit dem Institut Leistung Arbeit Gesundheit (ILAG), dem Berufsforschungs- und Beratungsinstitut für interdisziplinäre Technikgestaltung (BIT) und der Krankenkasse IKK classic durchgeführt, fachlich begleitet durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit.

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