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Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

17.03.2016

Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht die Studie "Wertewelten Arbeiten 4.0"

Die Studie "Wertewelten Arbeiten 4.0" gibt Einblicke in die Anforderungen und Wünsche Erwerbstätiger an die moderne Arbeitswelt. Das Ergebnis: Statt einheitlicher Prinzipien zeichnen sich Wertewelten mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Ansprüchen ab. Welcher "Wertewelt" man selbst angehört, können Interessierte mithilfe eines Online-Tools nun selbst herausfinden.

Eine Frau im Schneidersitz jongliert mit Gegenständen aus Berufs- und Privatleben, beispielsweise Laptop, Einkaufstasche und Familienfoto. © Bundesministerium für Arbeit und Soziales

"Der Mensch bleibt Mittelpunkt - bei allem technischen Fortschritt", bilanzierte Bundesministerin Andrea Nahles gestern bei ihrer Eröffnungsrede der "Halbzeitkonferenz Arbeiten 4.0". Damit zog sie ein erstes Zwischenfazit des Dialogprozesses, der im Frühjahr des letzten Jahres angestoßen wurde. Im Rahmen der Konferenz mit rund 650 Gästen, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Sozialpartner, Verbände, Unternehmen, Wissenschaft und Politik, wurden die Ergebnisse der im Rahmen des Projektes "Gute Führung" der Initiative Neue Qualität der Arbeit geförderten, großangelegten Studie "Wertewelten Arbeiten 4.0" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Bremer nextpractice GmbH vorgestellt. Die genutzte Befragungsmethode basiert auf der Studie "Führungskultur im Wandel" der Initiative Neue Qualität der Arbeit.

Wie schätzen die Menschen ihre Arbeitswelt ein? Wie bewerten sie die Zukunft der Arbeit? Und nicht zuletzt: Wie können wir den digitalen Wandel der Arbeitswelt im Sinne der Menschen gestalten? Die Beantwortung dieser Fragen setzt eine tiefe Kenntnis der Wünsche, Ansprüche und Bedürfnisse der Erwerbstätigen an die Arbeitswelt von morgen voraus. In einer qualitativ-quantitativen Befragung von 1.200 Erwerbstätigen wurden diese Leerstellen nun gefüllt. Das Ergebnis: Nicht nur die Tätigkeiten, sondern auch die Ansprüche von Arbeitgebern und Beschäftigten sind in der digitalisierten Arbeitswelt fundamentalen Änderungen unterworfen.

Innerhalb der Befragung zeichnen sich sieben grobe Wertewelten ab, die die Pluralität der Erwerbstätigen illustrieren. Ob ein großes Sicherheitsbedürfnis, der Wunsch nach Freiheit und Flexibilität, die Suche nach Sinn oder die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf - die Wertewelten geben Einblick in die stark individualisierten Einschätzungen, Wünsche und Bedürfnisse von Erwerbstätigen und verdeutlichen damit die Notwendigkeit nach individuellen Lösungen. "In der modernen Arbeitswelt funktioniert das alte Prinzip 'one-size-fits-all' nicht mehr. Was die Bürger von ihrer Arbeit erwarten, ist höchst individuell. Wir brauchen einen Flexibilitätskompromiss in der Tradition der Sozialen Marktwirtschaft, der neue Sicherheiten mit mehr Flexibilität für Betriebe und Beschäftigte zusammenbringt", so Andrea Nahles. Die Ergebnisse der Studie und des Dialogs werden bis Ende des Jahres ausgewertet und in ein Weißbuch einfließen, das Gestaltungsoptionen für die Arbeitswelt 4.0 aufzeigen wird.

Das Online-Tool auf www.arbeitenviernull.de lädt zum Mitmachen ein: Hier können Interessierte bereits heute selbst testen, welcher Wertewelt sie zugehörig sind.

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