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25.10.2017

GeMit - Leitfaden zur Initiierung und Betreuung von Betriebsnachbarschaften vorgestellt

Am 20. Oktober wurde auf der Abschlussveranstaltung des INQA-Projektes Gesunder Mittelstand Deutschland (GeMit) in Köln der Leitfaden „ Mit starken Nachbarn zu einem gesunden Unternehmen“ durch die Projektpartner vorgestellt.
Er fasst die Erfahrungen und Erkenntnisse zusammen, die im Rahmen des Projekts in deutschlandweit fünf Betriebsnachbarschaften gesammelt wurden. Über Betriebsnachbarschaften können auch Klein- und Kleinstunternehmen bedarfsorientiert und ganzheitlich von einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement profitieren.

GeMit-Veranstaltung, 20.10.2017, Köln: GeMit - Leitfaden zur Initiierung und Betreuung von Betriebsnachbarschaften vorgestellt v.l.n.r.: Y. Müller, CQ Beratung+Bildung GmbH, R. Jasinki, Baucentrum Cronrath GmbH; M. Kettner, Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.; Dr. B. Schauerte, Inst. für Betriebl. Gesundheitsförderung; G. Mertens, Inst. für Betriebl. Gesundheitsförderung © Jörg Pruß

Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) verfügen häufig nicht über die finanziellen und zeitlichen Ressourcen, ein umfassendes Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) anbieten zu können. Das INQA-Projekt „GeMit – Gesunder Mittelstand Deutschland“ hat über eine Verbundbetreuung in Betriebsnachbarschaften neue Wege entwickelt und erprobt, durch die KKU stärker von Gesundheitsangeboten profitieren können. Die Idee dahinter: Kleinere Unternehmen, die nah beieinander liegen, schließen sich zusammen, um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsame Gesundheitsangebote zu ermöglichen. Die Betriebsnachbarschaften wurden durch einen Gesundheitscoach der Krankenkasse und einen BVMW-Netzwerkkoordinator betreut.

Auf der Abschlussveranstaltung in Köln stellten die GeMit-Projektpartner vom Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) den Leitfaden „Mit starken Nachbarn zu einem gesunden Unternehmen“ vor. Er zeigt Schritt für Schritt – von der Akquise der teilnehmenden Unternehmen bis zur nachhaltigen Implementierung des Verbunds – wie ein Betriebliches Gesundheitsmanagement in Betriebsnachbarschaften aufgebaut werden kann. Auf der Veranstaltung tauschten sich die rund 100 Teilnehmenden darüber aus, wie die gesammelten Projekterkenntnisse und -erfahrungen zukünftig in regionalen Betriebsnachbarschaften umgesetzt werden können.

Der Leitfaden richtet sich an Beraterinnen und Berater von Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner sowie freie Beraterinnen, die im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements beratend tätig sind. Profitieren können aber auch regionale Akteure wie Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Wirtschaftsförderungen, Unternehmernetzwerke, regionale Netzwerkinitiatoren und Koordinatoren von Gesundheitsnetzwerken.

Zahlreiche Vorlagen und Dokumente des Projekts (z. B. Präsentationen, Einladungsschreiben u.a.) werden hierfür unterstützend unter www.inqa.de/betriebsnachbarschaften zur Verfügung gestellt.

Über GeMit

Das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung hat in Zusammenarbeit mit dem BVMW im Rahmen des INQA-Projekts GeMit die Entwicklung des INQA-Checks „Gesundheit“ für KMU/KKU begleitet, ein Strategiekonzept für die Initiierung und Betreuung von Betriebsnachbarschaften entwickelt und in fünf Regionen in Deutschland erprobt. Ein vorrangiges Ziel von GeMit ist es, kleinere Unternehmen in den Genuss von BGM-Maßnahmen zu bringen.

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