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05.12.2017

Generationenbilder und Wertewelten: Zwischenfazit der ddn-Umfrage 2017

Wie steht es um die Generationen auf dem Arbeitsmarkt, und wie sind sie angesichts kommender Entwicklungen gerüstet? Diese Frage stellte sich Das Demographie Netzwerk e.V. anlässlich seines Aktionstags 2017 "Perspektivwechsel 3D: Demographischer Wandel, Digitalisierung, Diversity" – mit teils überraschenden Ergebnissen.

Tortendiagramm zeigt die Verteilung der Wertewelten zwischen Sinnsuchern und Hochleistern. Die Ansprüche deutscher Beschäftigter an ihre Arbeit sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Die Berücksichtigung individueller Wünsche und Forderungen erlaubt eine langfristige Mitarbeiterbindung und nachhaltige Motivationssteigerung. Eine "One-size-fits-all"-Mentalität gefährdet dagegen den Erfolg geplanter Maßnahmen. Es gilt, individuelle Lösungen zu entwickeln, die den jeweiligen Herausforderungen und Bedarfen von Unternehmen und Beschäftigten gleichermaßen bestmöglich gerecht werden. © ddn e.V.

Basierend auf der Studie "Wertewelten 4.0", die im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales individuelle Wünsche und Anforderungen der Menschen an ihre Arbeit untersuchte, fragten ddn und die nextpractice GmbH nach Chancen und Risiken dieser drei Trends. Über 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten bisher nicht nur ihre eigene Position, sondern bewerteten auch die Lage ihrer jüngeren und älteren Kolleginnen und Kollegen.

Das klassische Bild der sicherheitsorientierten, wenig technisch affinen Alten, die sich im inner- und außerbetrieblichen Wettbewerb gegen digitale Naturtalente mit starkem Wunsch nach Flexibilität behaupten müssen, muss grundlegend infrage gestellt werden. Und doch behalten diese Stereotype ihre Relevanz: Obwohl sich die Befragten selbst in den üblichen Generationenbildern nicht vertreten sehen, beurteilen die unterschiedlichen Altersgruppen einander genau entlang dieser Vorurteile. Die Konsequenzen dieser Dissonanz aus Eigen- und Fremdwahrnehmung, vom Recruiting, über Kompetenzmanagement bis hin zur Arbeitszeit- und Ruhestandsgestaltung, erscheinen gravierend. In Zeiten disruptiver Veränderungsprozesse bedeutet das Erkennen und Widerlegen solcher Fehlurteile eine große Herausforderung, nicht nur für die unternehmerische Praxis.

Auch im kommenden Jahr sucht ddn nach Generationenbildern, ihrer Gültigkeit auf dem hiesigen Arbeitsmarkt und Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen. Die Teilnahme an der Umfrage ist weiterhin möglich unter https://nextpractice.net/ddn. Zeigen Sie auch Ihre Perspektive! Finden Sie weitere Zwischenergebnisse sowie Hinweise zur Teilnahme, Hintergründe und Beispiele guter Praxis unter www.demographie-netzwerk.de.

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