Navigation und Service

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

31.01.2018

Auftakt des Projektes FührDiV: Die öffentliche Verwaltung gestaltet Führung im digitalen Zeitalter

Am 25. Januar fand in Hannover die Auftaktveranstaltung zum INQA-Projekt „FührDiV – Führung in der digitalisierten öffentlichen Verwaltung“ statt. Das im Juli gestartete Projekt will Führung, Team- und Personalentwicklung im öffentlichen Sektor unter den sich wandelnden Möglichkeiten und Anforderungen von e-Government sowie der breiten Anwendung von IT-Lösungen verbessern. Hierfür wird FührDiV gemeinsam mit sechs beteiligten Verwaltungen praxistaugliche Instrumente entwickeln und neue Formen der Arbeitsorganisation aktiv gestalten. Parallel werden vorhandene Instrumente der Initiative Neue Qualität der Arbeit an den Kontext der öffentlichen Verwaltungen angepasst.

Gruppenfoto beim Auftakt des Projektes FührDiV: Die öffentliche Verwaltung gestaltet Führung im digitalen Zeitalter am 25.1. 2018 in Hannover Auftaktveranstaltung des Projektes „FührDiV“ © Christian Burkert

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stand der Austausch der Pilotorganisationen. Das Amt für soziale Dienste und die Verwaltungsfachschule aus Bremen, die Hamburgische Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, das Statistische Bundesamt, der Kreis Soest, der IT-Dienstleister für den Öffentlichen Dienst Dataport sowie die gastgebende Stadt Hannover kamen im Projektrahmen erstmalig zusammen. Je ein Vertreter bzw. eine Vertreterin der Arbeitgeberseite und des Personalrates stellten in einer Podiumsdiskussion vor, zu welchen Themen sie in ihren Organisationen arbeiten. Die Bereiche sind vielfältig: Führen auf Distanz, Führung bei agilen Arbeitsformen, Digitalisierung von Arbeitsprozessen, mobiles Arbeiten sowie Aus- und Weiterbildung gehören zu den Schwerpunkten. Die Vielzahl der Themen ergibt sich aus der individuellen Erarbeitung mit Beteiligung von Führungskräften und Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen. Doch alle Pilotorganisationen teilen einen verbindenden Kern: die Digitalisierung und ihre Auswirkung auf Führung und Teamentwicklung.

Wie wichtig neue Lösungen sind, wurde in den weiteren Redebeiträgen deutlich. Doreen Molnár vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung von Vernetzung und Transfer, auch über die Pilotorganisationen hinaus. Anschließend thematisierte Joanna Schmölz vom Deutschen Institut für Sicherheit im Internet (DIVSI) die soziale Spaltung der Gesellschaft mit Blick auf die Internetnutzung, die zu unterschiedlicher Teilhabe an der Gesellschaft führt. Die Bandbreite bei den deutschen Bürgerinnen und Bürgern und damit auch bei den Nutzerinnen und Nutzern der Dienstleistungen öffentlicher Verwaltungen reiche von sogenannten Offlinern bis hin zu Netz-Enthusiasten. Dies müsse von den Verwaltungen bei ihrem Dienstleistungsangebot bedacht werden.

Erste Erfahrungen mit agilem Arbeiten hat bereits Dataport, der IT-Dienstleister für den öffentlichen Dienst, gesammelt. Seit April 2017 wird dort teilweise in agilen Teams gearbeitet, wie Anne Schassan, Bereichsleiterin Personal, und Kirsten Sorgenfrey, Leiterin Organisationsentwicklung und Kultur, berichteten und damit zum Austausch anregten. Auch künftig sollen Austausch und Vernetzung im Projekt gelebt werden. In den nächsten beiden Jahren sind weitere Transferworkshops geplant, die Projekthomepage bietet eine digitale Plattform für den kontinuierlichen Dialog und erste persönliche, bilaterale Begegnungen wurden verabredet – alles in allem ein gelungener Projektauftakt.

Empfehlen und Drucken