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Handlungshilfe

Ganzheitliche Begleitung statt betrieblicher Schnellschuss: Beim Aufbau eines Gesundheitsmanagements hilft eine systematische Vorgehensweise

Unter den Bedingungen von Kostendruck und Rationalisierung entdecken viele Unternehmen die positive Wirkung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Ein Handlungsbeispiel zeigt, wie Unternehmen dieses von Beginn an passgenau etablieren können.

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Gesundheitsförderung sollte die jeweiligen Unternehmensverhältnisse wie zum Beispiel die Größe des Betriebes, finanzielle Möglichkeiten, Arbeitsstrukturen und -prozesse sowie die Unternehmensphilosophie berücksichtigen, ist die Erfahrung von der Motio GmbH. Im Rahmen ihrer Beratertätigkeit entwickelt das Unternehmen daher individuelle auf die Unternehmen zugeschnittene Konzepte. Das Handlungsbeispiel "Betriebliches Gesundheitsmanagement als Schlüssel zum Unternehmenserfolg" (siehe Link am Ende der Seite) beschreibt beispielhaft einen über vier Jahre laufenden Prozess, wie er zum Aufbau eines nachhaltigen Betrieblichen Gesundheitsmanagements erfolgen kann. Der Bericht beinhaltet verschiedene Projekte, die als Bausteine zu verstehen und im Handlungsbeispiel detailliert beschrieben sind:

Stressmanagement

  • Wissen über persönliche Handlungsmuster und ihre Bedeutung hinsichtlich Stress
  • Entwicklung von kurz- und langfristigen individuellen Strategien (z. B. Erlernen von Entspannungstechniken)

"Gesundheit und Teamlernen"

  • Aneignung von Kompetenzen und Fähigkeiten, um das Gelernte im Team und Arbeitsalltag umzusetzen (z. B. durch Outdoortraining)
  • Aneignung der Fähigkeit als Vorbilder und Multiplikator gegenüber den Mitarbeitern zu agieren

Arbeitsplatzprogramm

  • Analyse der Tätigkeit und der Organisation durch Begehung und Befragung
  • Erstellen ein Belastungs- und Beanspruchungsprofils
  • anschließende Schulung der Beschäftigten im Bereich der Verhaltens- und Verhältnisprävention


Gesundheitszirkel

  • detailliertere Weiterführung der Betrieblichen Gesundheitsförderung zusammen mit Mitarbeitern, Führungskräften und eines neutralen Moderators
  • gemeinsames Erarbeiten eines Problem-Lösungs-Kataloges mit den Zirkelteilnehmern
  • zeitnahe Umsetzung

Zu Beginn der Projekte stellen die Führungskräfte im Unternehmen die Zielgruppe dar. Sie dienen als Vorbilder, geben ihr Wissen an die Mitarbeiter weiter und wirken so als Multiplikatoren. Die einzelnen Bausteine können je nach betrieblichen Möglichkeiten und individuellen Bedarf auch einzeln durchgeführt werden. Die größte Effektivität erzielen die Maßnahmen jedoch, wenn sie aufeinander aufbauen und sich ergänzen. Der über vier Jahre währende Prozess kann durch externe Berater begleitet werden. Finanzielle Unterstützung erhalten die Unternehmen dabei häufig durch die Betriebskrankenkassen.


Ergebnisse

  • Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit der Mitarbeiter
  • Senkung der Fehlzeiten
  • Optimierung der Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisation
  • Steigerung der Arbeitszufriedenheit, Motivation und Leistungsbereitschaft
  • Erhöhung der Effizienz im betrieblichen Ablauf


Erfolgsfaktoren
  • Einbindung aller Beteiligten (Betriebsrat, Personalleitung, Mitarbeiter, Betriebsarzt, Führungskräfte)
  • Kommunikation der geplanten Maßnahmen, Ziele und Ergebnisse durch Veröffentlichung in z.B. internen Firmenzeitschriften
  • Unterstützung der Unternehmensleitung


Hemmende Faktoren
  • fehlende Transparenz bzgl. Zielen, Ablauf und Teilnehmer der Projekte
  • mangelnde Verknüpfung der beteiligten Bereiche, so dass Synergieeffekte nicht genutzt werden
  • Passivität seitens des Unternehmens

Weiterführende Informationen

Handlungsbeispiel zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (118 KB)

ein Praxisbeispiel REWE Zentral AG Hungen (159 KB)

Zur Gesamtübersicht aller Beispiele Guter Praxis


Steckbrief

Themen:

  • Arbeitsplatzgestaltung
  • Betriebliche Gesundheitsförderung

Branchen:

  • branchenunabhängig

Region:

  • bundesweit

Unternehmensgröße:

  • Großunternehmen
  • Mittelständisches Unternehmen

Kontakt

Ansprechpartner im Referenzunternehmen:
Michael Schmidt
Gebietsleiter
SBK Geschäftsstelle Dresden
Königsbrücker Str. 180
01099 Dresden
Tel.: 0351 - 892 555 5
michael.schmidt@sbk.org
http://www.sbk.org

Anbieter:
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Motio Verbund GmbH
Neureuterstraße 5-7
76185 Karlsruhe
Tel.: 0721 - 830 10 60
motio@motio.de
http://www.motio.de