Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 | Hauptnavigation; Accesskey: 3 | Servicenavigation; Accesskey: 4
Startseite Gute Praxis Datenbank Gute Praxis
Handlungshilfe

Hauptfach Gesundheit: Rheinland Pfalz durchbricht den Trend zu Frühpensionierungen im Lehrerberuf

Mit dem "Projekt Lehrergesundheit" werden in Rheinland-Pfalz Lehrerinnen, Lehrer und Schulleitungen in Sachen Gesundheit gezielt beraten und unterstützt. Die Zahl der Frühpensionierungen geht seither deutlich zurück.

logo projekt

Wie in den meisten anderen Bundesländern war auch in Rheinland-Pfalz die Zahl der Frühpensionierungen bei Lehrkräften um die Jahrtausendwende alarmierend angestiegen. 1999 erreichten gerade noch 19 Prozent das Pensionsalter, 2000 waren es 26 Prozent. Mit dem Start des "Projektes Lehrergesundheit" wurde seither an den rheinland-pfälzischen Schulen Gesundheit zum "Hauptfach" für Lehrkräfte und Vorgesetzte. Ziel ist es, der Dienstunfähigkeit durch psychologische, psychotherapeutische und pädagogische Hilfestellungen rechtzeitig, vor Beginn physischer oder psychischer Beschwerden, entgegenzutreten.

Dazu setzt das Projekt zum einen bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Schule an, um die gesundheitlichen Ressourcen der Lehrerinnen und Lehrer zu stärken. Zum anderen lernen die Lehrkräfte, die Probleme des Schulalltags besser zu meistern und für sich zu verarbeiten. Auch ein Wechsel des Arbeitsplatzes, der Funktion oder der Tätigkeit ist möglich, wenn andere Ansätze nicht mehr erfolgversprechend sind. Ein landesweiter Lehrertag zum Thema "Gesundheitsförderung" sowie Studientage zur Lehrergesundheit an Schulen schärfen das Bewusstsein, individuelle Beratungen zeigen Lösungsmöglichkeiten auf. Handlungshilfen zur Gesundheitsförderung, z. B. eine Zeitschrift für Kollegen und Schulleitungen, runden das Programm ab.

Darüber hinaus hat das Land eine zentrale medizinische Untersuchungsstelle für die amtsärztliche Begutachtung der Dienstfähigkeit eingerichtet.


Ergebnisse

  • Reduktion der Frühpensionierungszahlen auf rund 14% im Jahre 2008 (im Zusammenwirken mit anderen Maßnahmen, z. B. Altersteilzeit, Abschläge bei Frühpensionierung)
  • Verdeutlichung der Notwendigkeit und Möglichkeiten der Selbstgestaltung gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen bei Lehrkräften, Schulleitungen und Kollegien
  • Verantwortung von Schulaufsicht und Bildungspolitik für Gesundheit von Lehrkräften als Teil der Qualitätssicherung von Schulen verdeutlichen
  • Initiierung der "Landauer Empfehlungen zur Lehrergesundheit" als erfolgreiches Beispiel der Vernetzung der in diesem Bereich Tätigen


Erfolgsfaktoren
  • Perspektivenwechsel in Schulen (stärkere Sicht für Möglichkeiten der Selbstgestaltung von Arbeitsbedingungen vor Ort)
  • Verknüpfungsmöglichkeit der Gesundheitsförderung mit Schulentwicklungsprozessen
  • Nutzung von Synergieeffekten durch Kooperation (u.a. mit Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung des Landes Rheinland-Pfalz; Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz; Experten der Lehrergesundheit)


Hemmende Faktoren
  • gesundheitsorientierten Aktivitäten in Schulen fehlt ein aufeinander abgestimmtes Konzept (Einrichtung eines Gesundheitsmanagements für Schulen)
  • zu wenig bzw. noch keine regional verfügbaren Beratungsangebote

Weiterführende Informationen

Homepage Projekt Lehrergesundheit

Zur Gesamtübersicht aller Beispiele Guter Praxis


Steckbrief

Themen:

  • Arbeitszeit
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Handlungsspielraum / Teamarbeit
  • psychische Faktoren
  • Unternehmenskultur / Betriebsklima

Region:

  • Rheinland-Pfalz

Unternehmensgröße:

  • Alle Unternehmensgrößen

Kontakt

Ansprechpartner im Referenzunternehmen:
Frau S. Denzinger
Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Trier
Olewiger Strasse 2
54295 Trier
Tel.: 0651 - 966 383-0
Fax: 0651 - 966 383-18
verwaltung@fwg-trier.com
http://www.fwg-trier.com

Anbieter:
Elisabeth Gläßer
Leiterin des Projektes Lehrergesundheit
ADD Trier
Willy-Brandt-Platz 3
54290 Trier
Tel.: 0651 - 949 460-0
Elisabeth.Glaesser@add.rlp.de
http://www.add.rlp.de

Downloads

Landauer Empfehlungen

PDF: 22.5 KB