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Praxisbeispiel

Die Gesundheit stärken: das betriebliche Gesundheitsmanagement bei E.ON Ruhrgas

Bei E.ON Ruhrgas gehört dem betrieblichen Gesundheitsmanagement schon seit vielen Jahren die besondere Aufmerksamkeit. Gesundheit ist ein wichtiges Thema im Unternehmen, und in Essen ist man überzeugt, dass es noch mehr an Bedeutung gewinnen wird. Künftig werden die Belegschaften durch den demografischen Wandel im Durchschnitt älter sein. Auch mit einem Mangel an jungen Fachkräften muss gerechnet werden. Damit wird der Erfolg eines Unternehmens künftig immer stärker von der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängen.

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Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement werden zunehmend als integrativer Teil der Unternehmensführung gesehen, die auch einen Beitrag zur langfristigen Effizienzsicherung leisten muss und kann. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist vor allem dann erfolgversprechend, wenn es als wichtiger und nachhaltiger Teil der Unternehmenskultur angesehen wird und in betriebliche Abläufe und Prozesse integriert ist. Bei E.ON Ruhrgas bauen daher die vielfältigen Maßnahmen und Instrumente systematisch aufeinander auf. Gesundheit wird als Angelegenheit für den gesamten Betrieb, für alle Hierarchieebenen angesehen. Durch die Unterzeichnung der "Luxemburger Deklaration" zur Betrieblichen Gesundheitsförderung im Jahr 2005 hat die Unternehmensleitung die besondere Bedeutung des Themas Gesundheit für E.ON Ruhrgas unterstrichen und sich zu den Grundsätzen einer modernen Unternehmensstrategie bekannt.

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist natürlich auch für E.ON Ruhrgas kein Selbstzweck. Mittelfristig soll der geringe Krankenstand trotz des demografischen Wandels gesichert und Langzeiterkrankungen vorbeugt werden. Das übergeordnete Ziel aller Maßnahmen ist die Beschäftigungsfähigkeit: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen die Fähigkeit erlangen, fachliche, soziale und methodische Kompetenzen auch unter sich wandelnden Rahmenbedingungen zielgerichtet und eigenverantwortlich anzupassen und einzusetzen. E.ON Ruhrgas setzt dabei auf den Dreischritt

  1. Informationen über Gesundheitsthemen zur Verfügung stellen
  2. Früherkennungsmaßnahmen anbieten
  3. Aktivität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern.

Ansatzpunkte sind dabei Krankheiten, die statistisch gesehen zu den häufigsten Krankheiten zählen und damit auch den höchsten Arbeitsausfall verursachen.

Information über Gesundheitsthemen zur Verfügung stellen

In Zusammenarbeit mit der E.ON BKK wurde die Informationsreihe "Gesundheitsgespräche" ins Leben gerufen. Dabei referieren ausgewählte Experten vierteljährlich über gesundheitsspezifische Themen wie "Diabetes", "Haut/Hauterkrankungen", "Herzkrankheiten" oder "Stressbewältigung am Arbeitsplatz".
Im Intranet steht ein umfangreiches Sport- und Gesundheitsportal zur Verfügung, das aktuelle Themen aufgreift. Der jährliche Gesundheitstag bietet neben Informationen auch vielfältige Aktivitäten: Entspannungskurse, Fitness-, Rücken- oder Ernährungs-Check-up laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein.

Früherkennungsmaßnahmen anbieten

Neben kostenlosen Seminaren zur Brustkrebsvorsorge für alle Mitarbeiterinnen bzw. Lebenspartnerinnen werden seit 2004 alle Mitarbeiter/innen sowie deren Lebenspartner/innen jährlich unter dem Motto "Gesund durch Früherkennung - Darmkrebs-Prävention" zur kostenlosen Darmkrebsvorsorge aufgerufen. Die Hautkrebsvorsorge, die unter geringer Kostenbeteilung im Haus angeboten wird, komplementiert das Krebspräventionsprogramm.
Wie wichtig die Früherkennung ist, zeigte das Ergebnis der Darmkrebsvorsorge 2005: Es wurden bei einer hohen Rücklaufquote von 59,6 Prozent rund 2.700 Tests ausgegeben, von denen bei rund 3,6 Prozent der Beteiligten ein "positives Ergebnis" festgestellt wurde, welches zu einer weiteren Diagnostik führte. Bei sechs Mitarbeitern, wurde so ein Tumor rechtzeitig erkannt und konnte behandelt werden.

Aktivität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern

In der E.ON-Ruhrgas Sportgemeinschaft werden 26 einzelne Sportsparten angeboten. Zur Behandlung von Rückenbeschwerden wurde ein individuelles Trainings- und Therapiekonzept in Kooperation mit einem externen Dienstleister entwickelt. Das Ernährungs- und Bewegungsprogramm "FitKids" richtet sich an Mitarbeiter-Kinder im Alter von 6 - 17 Jahren. Bei regelmäßiger Teilnahme erstattet die E.ON BKK ihren Mitgliedern 80% der anfallenden Kursgebühren. Stichwort Ernährung: Das Betriebsrestaurant bietet täglich ein Gericht an, das von der E.ON BKK empfohlen wird. Frisches Obst und Trinkwasser stehen allen Mitarbeitern täglich kostenlos zur Verfügung.


Ergebnisse

  • Senkung des Krankenstandes von 2003 bis 2005 von 3,5% auf 3,35%
  • Rechtzeitige Entdeckung schwerwiegender Erkrankungen durch die Vorsorgeuntersuchungen: 3,6% behandlungsbedürftige Befunde bei der Darmkrebsvorsorge, 5% beim "Hautscreening".
  • 93 % aller MitarbeiterInnen sind mit dem Gesundheitsschutz in ihrem Arbeitsumfeld zufrieden sind (Ergebnis aus der E.ON Mitarbeiterbefragung 2005).
  • Dieses Ergebnis korreliert positiv mit der Identifikation: 93 % der Befragten identifizieren sich voll mit dem Unternehmen, in dem sie arbeiten.
  • Die Identifikation geht wieder einher mit einer positiven Einstellung zur Leistungsbereitschaft und Motivation.

 


Erfolgsfaktoren
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement als Teil der Unternehmensstrategie
  • dauerhaftes Angebot von Gesundheitsaktionen (Nachhaltigkeit)
  • teilweise Einbeziehung aller Ehe- und LebenspartnerInnen
  • stringente Kommunikation aller Aktionen (Offenheit)
  • Kooperation mit der betriebseigenen Krankenkasse


Hemmende Faktoren
  • logistische Herausforderung: geografische Verstreuung der Betriebsstellen der E.ON Ruhrgas deutschlandweit

Weiterführende Informationen

23.02.2011 E.ON wieder unter Deutschlands besten Arbeitgebern 2011 in der Kategorie über 5.000 Mitarbeiter. Bereits zum siebenten Mal wird E.ON im bundesweiten Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber“ ausgezeichnet.

Das Gütesiegel des Great Place to Work Institute Deutschland steht für eine glaubwürdige, respektvolle und faire Zusammenarbeit des Managements mit den Beschäftigten, für eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit Ihrer Tätigkeit und für einen starken Teamgeist im Unternehmen.

Darmkrebsvorsorge bei der E.ON Ruhrgas AG

Deutschlands beste Arbeitgeber 2011

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Steckbrief

Themen:

  • Betriebliche Gesundheitsförderung

Branchen:

  • Gasversorgung

Region:

  • Nordrhein-Westfalen

Unternehmensgröße:

  • Großunternehmen

Kontakt

Ansprechpartner im Unternehmen:
Prof. Dr. Ulrich Spie
Senior Vice President/Human Resources
E.ON AG
E.ON Platz 1
40479 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 4579 7900
ulrich.spie@eon.com
http://www.eon.com

Kooperationspartner:
Joachim Wolf
E.ON Betriebskrankenkasse
Brüsseler Platz 1
45131 Essen
Tel.: 0201 - 184 3783
joachim.wolf@eon-ruhrgas.com
http://www.eon-bkk.com