Geben, aber auch nehmen - Die Heiligenfeld Kliniken praktizieren eine Unternehmenskultur der "Achtsamkeit"
Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte widmen eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Empfindungen oft zu wenig Aufmerksamkeit, weil das Verantwortungsgefühl für die Patienten im Vordergrund steht. Häufige Erschöpfung, "Burn-out" oder Krankheiten können die Folge sein.
Unternehmensführung und Personalentwicklung der Heiligenfeld Kliniken versuchen durch ein umfassendes Konzept der "Achtsamkeit" das Geben und Nehmen der Beschäftigten in der Balance zu halten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen nicht nur in der Rolle des Gebenden sein, sondern auch das "Um-sich-gekümmert -werden" und die Wertschätzung kennen lernen.
Mittlerweile geben mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interne Massage-, Kosmetik oder Wellness - Anwendungen.
Hierfür stehen in den Häusern eigene Räumlichkeiten zur Verfügung. Entsprechend des Stellenumfangs erhalten alle Beschäftigten halbjährlich vier Gutscheine für diese Behandlungen, die sie dann einlösen können. Die Beschäftigten in der Verwaltung erhalten zusätzlich kurze Nackenmassagen, wenn die Zahl der An- und Abreisen eine bestimmte Größe überschreitet. Diese Form der Belohnung hat dazu geführt, dass die Bearbeitung der Abreisen weniger als Belastung denn als Chance gesehen wird, in den Genuss der Massage zu kommen. Zusätzliche Gutscheine können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch außergewöhnliches Engagement oder kreative Ideen erwerben. Seit Frühjahr 2009 können die sog. "Caring-Gutscheine" auch alternativ für
Dienstleistungen aus dem eigenen Unternehmen eingelöst werden, z. B. Hilfe beim
Umzug durch die Haushandwerker, Vorbereitung von Festen durch die Küche,
psychologische Beratung bei aktuellen Krisen.
Seit 2006 gibt es in den Kliniken Heiligenfeld eine so genannte
"Caring- Managerin", die sich eigens um das Wohlbefinden der
Beschäftigten kümmert und in unregelmäßigen Abständen für kleine
Aufmerksamkeiten und Überraschungen sorgt, z. B. Badezusätze in der
Erkältungszeit, Blumen im Frühling oder einen Nikolaus in der
Adventszeit.
Seit 2005 gestalten die Auszubildenen
(Köchinnen und Köche, Hotel- und Gesundheitsfachleute) monatlich ein
Drei-Gänge-Menü für alle Geburtstagskinder des Vormonats.
Maßgeblich
für die hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen ist
aber auch die Personalentwicklung: Interne und externe Fortbildungen,
überdurchschnittlich viele Fortbildungstage sowie Entwicklungsprogramme
für Mitarbeiter und Führungskräfte sind einige der Maßnahmen aus dem
Qualifizierungsprogramm. "Dass sich Heiligenfeld nur zusammen mit
unseren Mitarbeitern entfalten kann, haben wir schon früh erkannt und
nach effektiven Wegen gesucht, um unsere Mitarbeiter an der
Weiterentwicklung zu beteiligen", fasst Dorothea Galuska, die Leiterin
des Personalmanagements, die Strategie des Hauses zusammen.
Ein ausgefeiltes Qualitätsmanagement, in das die Belegschaft ihre
Ideen einbringen und selbständig umsetzen kann, und ein durchdachtes
Kommununikationssystem sind weitere wichtige Bestandteile der
Unternehmenskultur.
Überprüft wird dieses Konzept anhand der Arbeitszufriedenheit in verschiedenen Items der jährlichen Mitarbeiter-Befragung und
offener
Rückmeldungen. Dabei vergeben die Heiligenfelder Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter für das Arbeits-und Betriebsklima im Unternehmen eine gute
"Zwei". Auch die Auszeichnung als "Deutschlands bester Arbeitgeber im
Gesundheitswesen" 2007 + 2011 sind ein Ausdruck dessen.
Ergebnisse
- hohe Arbeitszufriedenheit
- gutes Arbeits- und Betriebsklima
- Atmosphäre der Achtsamkeit und Motivation innerhalb der Kliniken
- Unternehmenserfolg
Erfolgsfaktoren
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Hemmende Faktoren
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Weiterführende Informationen
The Manager's Book of Decencies, Steven Harrison - Mc Graw Hill Verlag, ISBN-13: 978-0-07-148633-0
Die Heiligenfeld GmbH war 2011 prämierter Teilnehmer in den Wettbewerben "Deutschlands Beste Arbeitgeber" und "Deutschlands Beste Arbeitgeber im Gesundheitswesen".
Deutschlands beste Arbeitgeber 2011
Zur Gesamtübersicht aller Beispiele Guter Praxis