Unternehmenskultur
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mehr als ein Kostenfaktor. Ihr Können und ihre Verbundenheit mit dem Betrieb sind das Kapital eines Unternehmens. Deshalb lohnen sich Investitionen in eine gute Unternehmenskultur.
Ein Drittel des wirtschaftlichen Erfolgs eines Unternehmens hängt vom Engagement und der Motivation der Beschäftigten ab. Wie muss eine Unternehmenskultur aussehen, damit die Beschäftigten motiviert, engagiert und damit produktiv ihren Aufgaben nachgehen?
Eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur spielt für den Unternehmenserfolg eine zentrale Rolle. Eine starke Identifikation der Beschäftigten mit ihrer Arbeit und ihrem Unternehmen wirkt sich positiv auf Motivation und damit auf die Produktivität aus.
Die Beschäftigten
- entwickeln mehr Eigeninitiative,
- sind seltener krank,
- sind stärker kundenorientiert,
- sind kreativ und innovativ.
INQA stützt sich mit der konsequenten Betonung der Unternehmenskultur als wichtigem Faktor für wirtschaftlichen Erfolg auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Studie "Unternehmenskultur, Arbeitsqualität und Mitarbeiterengagement in den Unternehmen in Deutschland" des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) hat gezeigt: Eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur zeichnet für bis zu 30 Prozent des finanziellen Erfolgs verantwortlich. Mit anderen Worten: Wo gute Arbeit geboten wird, werden auch konkurrenzfähige Leistungen erzielt.
Deshalb steht bei INQA die Verbesserung der Unternehmenskulturen ganz oben auf der Agenda für eine neue Qualität der Arbeit. Für die INQA-Studie "Was ist gute Arbeit?" wurden 2004 mehr als 5 400 abhängig und selbstständig Beschäftigte zu ihrer aktuellen Arbeits- und Lebenssituation befragt.
Diese nannten als wichtige Indikatoren für eine gute Unternehmenskultur:
- Anerkennung und Wertschätzung,
- Entwicklungs-, Einfluss- und Lernmöglichkeiten,
- gute soziale Beziehungen und
- Kommunikation am Arbeitsplatz.
Die Studie zeigt aber auch, dass die meisten der analysierten Arbeitsplätze von guter Arbeit noch weit entfernt sind. Positiv gewendet bedeutet das: Hier sind reichlich ungenutzte Potenziale, die sich für Unternehmenserfolg und Wirtschaftswachstum aktivieren lassen.
Entlastungseffekte sind zusätzlich bei den sozialen Sicherungssystemen möglich, denn alleine die Folgekosten von gesundheitsschädlichen Arbeitsbedingungen für Betriebe und Sozialkassen gehen in die Milliarden Euro.