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Der Work-Ability-Index - Verfestigung und Verstetigung des deutschen WAI Netzwerks

Projekt-Nr.: 10-07

Coverfoto der Broschüre mit Obst, Brille und Werkzeug

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) fördert und unterstützt gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die Anwendung und Verbreitung des WAI. Ausdruck dieser Förderung ist das seit 10/2003 auf Initiative der BAuA und in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal gebildete nationale WAI-Netzwerk. Die aktive Weiterführung des WAI-Netzwerks wurde durch die Projektverlängerung im Juli 2007 gewährleistet mit dem Ziel, die betriebliche Anwendung und Verbreitung des Work Ability Index nachhaltig zu sichern.

Ausgangslage

Die Konsequenzen des demographischen Wandels und seiner Auswirkungen auf das Arbeitsleben in der betrieblichen Praxis stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Die Erhaltung und Förderung von Arbeitsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit, besonders bei alternden und älteren Beschäftigten, wird demographisch und globalwirtschaftlich bedingt immer wichtiger für den Arbeitsmarkt werden und eine entscheidende neue Aufgabe eines modernen Arbeits- und Gesundheitsschutzes sein.

Beitrag des WAI-Instruments

Hierbei kann der WAI eine wichtige Rolle bei der betrieblichen Präventionsarbeit leisten, da mit seiner Hilfe sowohl die aktuelle als auch die künftige Arbeitsfähigkeit von älter werdenden Beschäftigten erfasst und bewertet werden kann. Ausgehend vom WAI können dann in einem folgenden Schritt konkrete Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit eingeleitet werden.

Entwicklung und Verstetigung des WAI-Netzwerk Deutschland

Die Aufgabe des nationalen WAI-Netzwerks besteht darin, durch die Verbreitung fundierter Erkenntnisse und Informationen für eine sachgerechte Anwendung des WAI zu sorgen und damit gesicherte Grundlagen für Präventionsmaßnahmen zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit zu schaffen. Der Leitgedanke der Aktivitäten des Netzwerks ist immer die Sicht der praktischen Anwendung. Das betriebliche Interesse am WAI-Instrument und dessen Anwendung nimmt stetig zu, hierbei haben die Aktivitäten des WAI-Netzwerks einen substantiellen Beitrag geleistet.

  • Bereitstellung und Aktualisierung von Hintergrundmaterialien zum WAI,
  • Koordination und Aufbau eines aktiven Netzwerks mit mehr als 800 Mitgliedern (Stand 11/2010), das sich gegenseitig unterstützt,
  • Förderung der WAI-Anwendung durch die Entwicklung einer hilfreichen praxisnahen WAI-Software,
  • Aufbau einer WAI-Datenbank,
  • Wissenschaftliche Untersuchungen und Veröffentlichungen zum WAI-Instrument,
  • Aktive Beteiligung an Diskussionen und Debatten zum WAI sowie Ansprechpartner für externe Fragen (aus dem In- und Ausland),
  • Aufbau spezifischer Kompetenz zum WAI, Diskussion auf nationaler internationaler Ebene.

Aufgrund der zunehmenden Entwicklung zur Nachfrage des WAI in Deutschland, der erfolgreichen Beiträge des Netzwerks hierzu und vor dem Hintergrund des Leitgedanken des Netzwerks soll die Verfestigung und die Verstetigung des WAI-Netzwerks erreicht werden durch

  • die kontinuierliche Bereitstellung dessen, was zur breiten Anwendung des WAI benötigt wird,
  • eine ergebnisoffene wissenschaftlich fundierte Beratung in der Praxis,
  • die unabhängige Kompetenz des WAI-Netzwerks zur differenzierten Beratung und Unterstützung von Wissenschaft und Praxis,
  • die Bereitstellung von aktuellen nach wissenschaftlichen Kriterien geprüften Vergleichsdaten aus der WAI-Datenbank,
  • die Sicherung des Informations- und Ausbildungsangebotes,
  • Verbreitung von neuen Erkenntnissen zum WAI,
  • die Einordnung der Anwendung in Deutschland in die internationale Arbeitsfähigkeitsforschung.

Hierdurch wird die betriebliche Anwendung des WAI gesteigert und eine Qualitätssicherung bei der Anwendung des WAI gewährleistet.


Kontakt

Dipl.-Psych. Melanie Ebener
Bergische Universität Wuppertal
Gaußstr. 20
42119 Wuppertal
Tel.: 0202 439-3636
Fax: 0202 439-3828
E-Mail: wai@uni-wuppertal.de

Steckbrief

Thema:

  • Demographischer Wandel

Projekt-Nr.: 10-07