Gesunde Arbeit
"Alles aus einer Hand - regionaler Lotsendienst für alle Beratungs- und Dienstleistungsbedarfe der betrieblichen Gesundheit" - so kann das Konzept des Projektes "Gesunde Arbeit" minimal zusammengefasst werden. Zur Erprobung der Machbarkeit und Nachhaltigkeit dieses Konzeptes implementierte das bundesweite Projekt im Zeitraum 01.10.2007 bis 28.02.2011 in fünf Pilotregionen sechs "Regionalstellen Gesunde Arbeit" zur Verbesserung der betrieblichen Gesundheitssituation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU).
Die Problemstellung war, dass für kleine und mittlere Unternehmen die notwendigen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen im Bereich der betrieblichen Gesundheit zu wenig präsent, aufgrund diversifizierter Zuständigkeiten nicht umfassend kompetent oder aus anderen Gründen nur schwer zugänglich sind. Es besteht ein nicht gedeckter Bedarf an umfassender Orientierung (Lotsen) und Beratung aus einer Hand - so die Ausgangshypothese.
Entsprechend bestand das Ziel in der Etablierung eines Lotsenangebotes für KMU mit unterschiedlichen Trägerschaften, die jeweils das gesamte Spektrum der betrieblichen Gesundheit als Konstrukt des Betrieblichen Gesundheitsmanagements abdecken. Hierzu zählen nicht nur die Handlungsfelder "Arbeits- und Gesundheitsschutz", "Betriebliche Gesundheitsförderung" und "Betriebliches Eingliederungsmanagement", sondern auch die Integration schwerbehinderter Menschen und ihnen Gleichgestellter in Arbeit sowie die Unterstützung demografiefester und strategischer Personalpolitik.
Das Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH an der Deutschen Sporthochschule Köln (iqpr) installierte insgesamt sechs Regionalstellen. Das Projektmanagement wurde durch iqpr von München aus wahrgenommen. Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet, um objektive Erkenntnisse zur Bedarfssituation und Wirkung des Angebotes von Gesunde Arbeit zu gewinnen.
Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und seiner Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Eine weitere Förderung (im Bereich Schleswig-Holstein) erfolgte durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), deren Mitglieder den Strukturvorteil, Maßnahmen zur Prävention und Rehabilitation betriebsnah "aus einer Hand" zu leisten, einbrachten. Darüber hinaus wurden die Regionalstellen mit Eigenmitteln ihrer jeweiligen Projektträger bzw. Kooperationspartner - die Deutsche Rentenversicherung Westfalen, die Handwerkskammer Münster, die Berufsförderungswerke Nürnberg und München, die BAVARIA Klinikgruppe in Kreischa sowie die Deutsche Sporthochschule Köln - unterstützt.
Eine Zusammenfassung des Abschlussberichts ist als PDF-Dokument (74 KB) verfügbar. Den Abschlussbericht und weitere Informationen finden Sie unter www.gesunde-arbeit.net.