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Impressionen der INQA-Ausstellung "PflegeFIT"

9 Handlungsfelder für eine gesunde Pflege

INQA-Ausstellung "PflegeFit"

Mensch im Mittelpunkt. Wie muss eine Pflege aussehen, damit die Menschen - Pflegende wie Pflegebedürftige - tatsächlich im Mittelpunkt stehen? Soll die Pflege wirklich patientenorientiert sein, braucht es nicht nur genügend Hände und Köpfe, sondern auch Zeitpuffer, die im achtsamen Umgang mit Menschen unverzichtbar sind. Denn ist die Personaldecke zu knapp, kommen alle zu kurz.

Mit Sicherheit mehr Qualität. Sparen bei Sicherheit und Gesundheit ist teuer! Krankheitsbedingte Ausfallzeiten, fehlende Motivation und nachlassende Leistungsfähigkeit - wer kann sich das schon leisten? Also hier ein bisschen Rückenschule, dort ein einsames Anti-Stress-Seminar? Das wird nicht reichen ...

Den Rücken stärken. Die Arbeit in der Pflege fordert nach wie vor den vollen Körpereinsatz. Patienten müssen bewegt, gelagert und versorgt werden - da kommen pro Schicht einige Kilos zusammen! Zu viel für manchen Rücken ...

 

Einfach mal kurz abschalten. Pausenlos im Einsatz? Alltag in der Pflege! Wer trinkt schon Kaffee, wenn Patienten oder Bewohner warten? Zumal Pausenräume oft fehlen: Mit Türen, die man zumachen kann und netter Atmosphäre. Eben echte Ruheoasen!

Mit Widersprüchen leben lernen. Nächstenliebe einerseits, Fallpauschale und Kostendenken andererseits - wie geht das zusammen? Für viele Pflegende mehr schlecht als recht. Oft entpuppt sich mancher Pflegealltag nämlich viel grauer als alle Theorie in der Pflegeausbildung! Zu wenig Zeit, zu wenig Personal, zu wenig Unterstützung. Da vergeht (zu) vielen die Lust am Beruf.

Und jetzt: Applaus, Applaus. Der eine macht nicht viele Worte. Der andere schreit ständig herum. Der Dritte "drischt nur Phrasen". Kommunikation ist keine einfache Sache. Und doch entscheidend fürs Betriebsklima - so oder so. Wenn Anerkennung, Respekt und Wertschätzung nicht geäußert werden, dann verlieren die Mitarbeiter die Freude an der Arbeit.

Auf zu neuen Ufern. Lebenslanges Lernen? Im Pflegeberuf absolut notwendig! Wachsende Aufgabenvielfalt, neue pflegewissenschaftliche Erkenntnisse - da wird die kontinuierliche Weiterbildung zur Pflicht. Und zwar in allen Bereichen: fachlich, persönlich,sozial.

Im Gleichgewicht. Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Für Pflegekräfte ein Problem! Nacht- und Schichtarbeit, Überstunden und unvorhersehbare Dienste machen aus Wochenende und Feierabend variable Größen. Wo bleiben da Lebensqualität und Work-Life-Balance? Auf der Strecke - ebenso wie Arbeitszufriedenheit und Gesundheit. Keine wirklich guten Voraussetzungen für eine gute Pflegequalität. Was also tun?

Gesunder Egoismus. Pflegen heißt, für andere da zu sein. Der eine gibt, der andere nimmt. Das Problem: Wer immer nur gibt, kommt selbst zu kurz! Gerade in helfenden Berufen können Idealismus und Engagement zu Selbstüberforderung und Erschöpfung führen. Deshalb müssen Pflegekräfte lernen, ihre Grenzen zu erkennen, zu ziehen und vor allem auch - sie zu kommunizieren!

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Kontakt

Collage mit Motiven aus der Welt der Pflege

Für Fragen zur Ausstellung:

Dr. Ulrike Rösler
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Telefon: 0351 5639-5481
roesler.ulrike@baua.bund.de

Standorte

  • 12.03.2009, Köln