Zahlreiche kreative Ideen zur Einbindung von Menschen mit Rheuma in das Arbeitsleben, vier glückliche Preisträger und viel öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Rheuma und Beruf - so ist der Wettbewerb "RheumaPreis - Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz" mit Beteiligung der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) im Jahr 2009 gestartet. Auch in diesem Jahr suchen wir Beispiele, bei denen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam Wege gefunden haben, mit denen Menschen mit Rheuma ein Verbleib im Beruf erleichtert wird. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden.
INQA-Geschäftsführerin Christa Sedlatschek war als Laudatorin im vergangenen Jahr besonders von der Energie und der Freude angetan, mit der Rheumatiker - der Erkrankung zum Trotz - ihrem Job nachgehen. "Ich freue mich auch in diesem Jahr auf viele Bewerbungen von Menschen, denen es gemeinsam mit Vorgesetzen und Kollegen gelingt, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass ihre Arbeitskraft und aktive Teilhabe zum Vorteil aller erhalten bleiben," so Sedlatschek. Die Teilnehmer mit den besten Konzepten werden mit dem mit 3.000 Euro dotierten RheumaPreis ausgezeichnet.
Dass die Möglichkeiten, qualifizierte Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, besser genutzt werden, wird zukünftig auch für Arbeitgeber immer wichtiger werden. In Anbetracht des sich abzeichnenden Fachkräftemangels können es sich Unternehmen kaum noch leisten, wertvolles Know-how von Angestellten zu verlieren, auch wenn diese gewisse körperliche Einschränkungen haben. "Mit dem RheumaPreis möchten wir Arbeitgeber zu mehr Flexibilität und Kreativität beim Umgang mit Mitarbeitern mit Rheuma anregen, um die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern," so Wulff-Erik von Borcke, Geschäftsführer des globalen Gesundheitsunternehmens Abbott, das seit Jahren im Bereich Rheumatologie forscht und das Preisgeld stiftet. "Der Erfolg integrierender Konzepte kommt nicht zuletzt auch dem jeweiligen Unternehmen zugute".
Ins Leben gerufen wurde der RheumaPreis, um die beruflichen Chancen von Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zu verbessern und zu mehr Offenheit im Umgang mit dem Thema "Rheuma in der Arbeitswelt" anzuregen. Denn hier besteht Handlungsbedarf: Derzeit scheiden rund 20 Prozent der Arbeitnehmer mit Rheuma innerhalb der ersten drei Jahre nach Erkrankungsbeginn aus dem Arbeitsleben aus. Nicht immer beruht dieser Entschluss auf medizinischer Notwendigkeit und freier Entscheidung, sondern oft auf einer Unkenntnis der vielfältigen Möglichkeiten, mit denen Menschen mit Rheuma beruflich eingebunden sein können.
Deshalb beschlossen Experten und Organisationen Anfang 2009 die Ausschreibung des RheumaPreises. Zu den Initiatoren gehören die Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte, die Initiative Neue Qualität der Arbeit, die Rheuma Liga Hessen, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und HauptfürsorgesteIlen und das Gesundheitsunternehmen Abbott. Ab 2010 unterstützen zusätzlich der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) und der Berufsverband Deutscher Rheumatologen.
Zur Teilnahme ist eine schriftliche Bewerbung erforderlich, in der die Ausgangssituation, die Wege zur Veränderung und die erreichte Verbesserung beschrieben werden. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2010. Eine unabhängige Jury aus Mitgliedern und Partnern der Initiative entscheidet über die Auszeichnungen. Die Preisverleihung findet im September 2010 statt. Weitere Informationen und Bewerbungsmodalitäten unter www.RheumaPreis.de.