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31.5.2010

Neuer Standard für das betriebliche Gesundheitsmanagement

Eine Mitarbeiterin kontrolliert eine Liste mit Zahlen.
© Colourbox.com

Die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mitarbeitern wirken sich positiv auf Unternehmenskultur und Produktionsergebnisse von Betrieben aus. Darüber sind sich Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft einig. Dennoch werden gesundheitliche Aspekte im Unternehmen oft unterschätzt. Nun soll ein neu entwickelter Standard helfen, die Zusammenarbeit aller Beschäftigten zu steuern und die Unternehmensführung durch ein strukturiertes betriebliches Gesundheitsmanagement zu verbessern.

Mit dem von Wissenschaftlern, Unternehmenspraktikern und Zertifizierungsexperten entwickelten Social Capital & Occupational Health Standard (SCOHS) liegt erstmals ein Verfahren für ein zertifizierbares betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland vor. Zentrales Element ist die Förderung von Gesundheit und Produktivität in Organisationen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und den daraus resultierenden Herausforderungen unterstützt der SCOHS systematisch die sozialen Beziehungen aller Mitarbeiter eines Unternehmens.

Ziel ist es, betriebliche Prozesse zu optimieren. Eine standardisierte Verbesserung im Bereich des Sozial- und Humankapitals sowie der Qualität der Unternehmensführung ist eine wichtige Voraussetzung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

Der Standard ist anwendbar auf alle Organisationen mit abhängig Beschäftigten sowie auf Dienstleistungseinrichtungen und Verwaltungen. Er ist mit etablierten Managementsystemen und bereits praktizierten Verfahren der Qualitätssicherung kombinierbar.

Initiator des SCOHS ist Bernhard Badura, emeritierter Professor von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, der viele Jahre lang die Zusammenhänge zwischen Sozialkapital, Gesundheit und Unternehmenserfolg erforscht hat. Weitere Informationen zum neuen Standard erhalten Sie über die Homepage von SCOHS.

Mehr Hintergrundinformationen zum Thema "Betriebliches Gesundheitsmanagement" sowie zahlreiche Praxisbeispiele finden Sie im INQA-Themenbereich "Gesundheitsförderung".