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Startseite Themen Demographischer Wandel

Aller guten Dinge sind drei!

Broschüre

Zwei Männer arbeiten im Büro am Computer
Stand: 2010
Verfügbarkeit: verfügbar




Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey fehlen in zehn Jahren in Deutschland rund zwei Millionen Arbeitskräfte. Demnach werden Unternehmen bereits ab dem Jahr 2015 zunehmend Schwierigkeiten bekommen, freie Stellen zu besetzen. Das meldete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine unveröffentlichte McKinsey-Studie. "Vor dem Hintergrund des abzusehenden Fachkräftemangels sollten die Unternehmen grundsätzlich ein großes Interesse daran haben, ihre qualifizierte Stammbelegschaft zu halten", wird Frank Mattern, der McKinsey-Deutschland-Chef, in der Zeitung zitiert. Gelingen kann dies den Firmen nur, wenn Kündigungen in der Krise vermieden werden, und wenn das vorhandene Personal langfristig an den Betrieb gebunden und die alternden Belegschaften stetig weiterqualifiziert, motiviert und gesund erhalten werden. Eine neue INQA-Broschüre beschreibt, wie eine alter(n)sgerechte Arbeit aussehen sollte, und zeigt Mittel und Wege auf, wie Sie zu einer demographiefesten Personalpolitik gelangen.

Insofern bietet der demographische Wandel auch eine große Chance für bessere Arbeitsbedingungen, welche Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten fördern und unterstützen. Es wird künftig darum gehen, Arbeit so zu gestalten, dass das Leistungspotenzial des jeweiligen Beschäftigten mit der jeweiligen Arbeitsanforderung auf der Zeitachse optimal zusammen passen. Mit anderen Worten: Es gilt, gemeinsam mit den Beschäftigten Erwerbsbiographien zu entwickeln, die für ein ganzes Berufsleben reichen und die dabei die jeweiligen Stärken und Schwächen der Beschäftigten im Altersgang berücksichtigen. Insofern stellt sich nicht die Frage, ob die wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft mit älteren Belegschaften bewältigt werden können, sondern eigentlich nur die, wie das gehen kann. Denn andere als ältere Beschäftigte wird es in Zukunft kaum geben.

Die neue vom thematischen Initiativkreis INQA-Demographie betreute Broschüre möchte dabei ganz konkrete Hilfestellung leisten. Sie richtet sich an Arbeitgeber ebenso wie an Personal- und Technikverantwortliche und an Betriebs- und Personalräte. Dabei bilden die vorgestellten Methoden und Werkzeuge - Altersstrukturanalyse, Qualifikationsbedarfsanalyse und alter(n)sgerechte Gefährdungsbeurteilung - die Grundlage für eine demographiefeste Personalpolitik. Mit ihnen sind Sie in der Lage, Schwachpunkte in den Bereichen Qualifizierung, Arbeitsgestaltung oder Nachfolgeplanung aufzuspüren und abzustellen. Das ist zweifellos notwendig, denn wer in diesen Bereichen die Weichen heute nicht richtig stellt, findet sich morgen auf dem Abstellgleis wieder.

Die dargestellten Werkzeuge, Vorgehensweisen und Methoden haben den Praxistest bereits bestanden, da die Broschüre auf dem Forschungsprojekt "Erfolgreiche Personalpolitik zu Förderung und Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit im Zuge des demografischen Wandels - Bilanz erprobter Vorgehensweisen und Nachnutzung" basiert, das vom Berufsforschungs- und Beratungsinstitut für interdisziplinäre Technikgestaltung (BIT) im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt wurde.

Die Broschüre ist als Print oder als PDF-Dokument verfügbar. Nutzen Sie unseren Online-Bestellservice oder bestellen Sie bei:

Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)
- Infozentrum -
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
D-44149 Dortmund
Tel.: 0231 9071-2171
Fax: 0231 9071-2070
E-Mail: info-zentrum@baua.bund.de
Web: www.baua-info.de