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Startseite Themen Mobbing
13.1.2012

Beratungsangebote für Mobbing-Betroffene

Frau spricht am Telefon

Rund 1,5 Millionen Arbeitnehmer werden täglich Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz. Die Folgen für die Betroffenen und die Betriebe sind enorm. Die konsequente Verfolgung von Mobbing und eine erfolgreiche Vorbeugung sind daher im gemeinsamen Interesse von Beschäftigten und Unternehmen. Aber wie wehrt man sich gegen mobbende Kollegen? Wie erkenne ich als Führungskraft Mobbing in meinem Team, in meiner Abteilung? Guter Rat ist nicht teuer. Neben Beiträgen und Publikationen zu diesem Themenbereich bieten wir Ihnen hier eine aktuelle Übersicht von bundesweiten Beratungsstellen.

Seit Februar 2002 ermutigt die MobbingLine Nordrhein-Westfalen Betroffene, den ersten Schritt zur Bewältigung ihres Mobbingproblems zu wagen. Die Hotline 01803 100 113 ist immer von Montag bis Donnerstag zwischen 16 und  20 Uhr erreichbar (9 ct/Min aus dem deutschen Festnetz,  Mobilfunk max. 0,42 Euro/Minute). Die Telefonberatung ist eine Kooperation der Bistümer Aachen und Essen, der Evangelischen Kirchen im Rheinland und von Westfalen, des DGB, des Wuppertaler ASER-Institutes, der Fairness-Stiftung sowie der AOK Rheinland/Hamburg.

Die private Online-Bürgerinitiative Pro Fairness gegen Mobbing ist seit ihrer Gründung im Februar 1999 zu einer festen Adresse für betroffene Arbeitnehmer und Betriebe geworden. Das Non-Profit-Netzwerk besteht aus Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen und Selbsthilfegruppen, die mit zahlreichen Informations- und Beratungsangeboten, Aktionen und Veranstaltungen gegen Mobbing, Diskriminierung und Gewalt am Arbeitsplatz mobil machen.

Die zentrale Mobbing-Hotline Baden-Württemberg der Deutschen Rentenversicherung, die von Montag bis Freitag von 8 Uhr morgens bis 22 Uhr abends Hilfe anbietet, erreichen Sie unter 01802 66 22 464. Jeder Anruf, egal wie lange gesprochen wird, kostet sechs Cent.

Ebenfalls in Baden-Württemberg hat das Beraternetzwerk Mobbing Competence Center (MCC) seinen Sitz. Über die kostenlose Hotline 0800 66 22 445 wird Betroffenen schnelle Hilfe vermittelt.

Die Bildungswerke Hessen und Niedersachsen der Gewerkschaft ver.di bieten gemeinsam eine Reihe von Beratungen an. Jeden 2. und 4. Mittwoch eines Monats können sich Betroffene, Führungskräfte und Interessenvertreter während einer zweistündigen Online-Sprechstunde untereinander und mit Experten zum Thema Mobbing austauschen. Neben dem offenen Chat gibt es das Angebot, von Montag bis Mittwoch zwischen 10 und 16 Uhr unter 069 2569 1904 einen individuellen Beratungstermin zu vereinbaren. Die Mobbingkontaktstelle Frankfurt-Rhein-Main ist außerdem immer dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr unter 0175 74 43 053 oder 0175 74 47 425 zu erreichen. Mehr zum Chat und den Hotlines erfahren Sie unter mobbing-und-burnout.sozialnetz.de.

Das Beratungstelefon der Arbeitsgemeinschaft "No Mobbing" - ein Zusammenschluss von AOK, DAG, KDA und der Gesellschaft gegen psychosozialen Stress und Mobbing e.V. - ist immer montags von 17 bis 20 Uhr und dienstags von 14 bis 20 Uhr unter 040 2023 4209 geschaltet.

Der Verein mobbing-net unterhält seit 15 Jahren Mobbingberatungsstellen in Hannover und Frankfurt, die unter 0511 62 55 62 und 069 96 206 205 telefonisch erreichbar sind.

Geraten Sie an Ihrem Arbeitsplatz regelmäßig in Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten? Handelt es dabei noch um alltägliche Auseinandersetzungen oder ist es bereits Mobbing? Das Magazin GEO Wissen bietet unter www.geo.de die Kurzfassung eines Mobbing-Fragebogens von Professor Dr. Dieter Zapf, Leiter der Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Frankfurt. Er basiert auf dem LIPT-Fragebogen (Leymann Inventory of Psychological Terror) und analysiert online sechs der typischen Mobbing-Strategien.