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4.3.2010

Arbeitszeit- und Schichtplangestaltung in der Produktion unterstützen

Fabrikarbeiter in der Elektronikindustrie sitzen in einer Reihe nebeneinander

Unternehmer, Personalplaner oder Betriebsräte, die die Arbeitszeitgestaltung und die Planung von Schichtarbeit in ihrem Betrieb optimieren wollen, können hierzu ab sofort auf eine Reihe praktischer und bewährter Beratungs- und Unterstützungsangebote zurückgreifen. Die Handlungshilfen, Fragebögen und Checklisten sowie ein Softwaretool wurden im Rahmen eines zweijährigen Projektes des thematischen Initiativkreises INQA-Produktion entwickelt. Nach dem Projektabschluss sind sie jetzt im Internet unter http://inqa.gawo-ev.de kostenlos verfügbar.

Auf der Projekthomepage werden gesetzliche Grundlagen zur Arbeitszeitgestaltung dargestellt und Empfehlungen sowie praktische Handlungshilfen für die Ermittlung maßgeschneiderter Arbeitszeitsystemlösungen angeboten, die den Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie die sonstigen gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigen:

  • Handlungshilfen in Form einer Datenbank mit über 40 arbeitswissenschaftlich bewerteten Standardschichtplänen
  • Mitarbeiterfragebögen mit automatischer Auswertungsfunktion
  • Checklisten zur Unterstützung einer möglichst beeinträchtigungsfreien Schichtplangestaltung

Ihre Anwendung gewährleistet die Einführung von Arbeitszeit- und Schichtsystemen, die den gesetzlichen Vorgaben gerecht werden und die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigen.

Darüber hinaus steht den betrieblichen Akteuren ein neu entwickeltes Softwaretool "Arbeitszeiten online bewerten" zur Verfügung. Das Programm macht das durchschnittliche Risiko für bestimmte gesundheitliche Beschwerden und soziale Beeinträchtigungen durch die konkrete Gestaltung eines Arbeitszeitsystems kenntlich.

Nach einer einmaligen Anmeldung zu diesem Tool können Arbeitszeitdaten jederzeit aktualisiert und die Bewertungsergebnisse erneut ausgeben werden. Auf diese Weise können Schichtsysteme Schritt für Schritt so weit verbessert werden, bis das Risiko von Beeinträchtigungen minimiert ist. Das Tool gibt hierzu Empfehlungen, mit welchen Maßnahmen das Risiko reduziert werden kann. Das Softwaretool kann allerdings keine individuelle, personenbezogene Bewertung des Risikos vornehmen.