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Startseite Themen Stress
8.2.2010

Stressabwehr im Betrieb

Frau im Büro sitzt am Computer und telefoniert

In Deutschland sind psychische Erkrankungen die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Damit es erst gar nicht soweit kommt, informiert die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in der aktuellen Ausgabe ihrer Vierteljahresschrift "BGW mitteilungen" über die Wirkungen psychischer Belastungen und Handlungsmöglichkeiten im Unternehmen. Die IG Metall-Zeitschrift 'Gute Arbeit' berichtete bereits in ihrer Januarausgabe über ein Praxisbeispiel zum Thema.

Wie aus dem kürzlich veröffentlichten BKK Gesundheitsreport hervorgeht, sind zehn Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage auf psychische Störungen zurückzuführen. Die Beeinträchtigungen für das Wohlbefinden der Betroffenen und die Kosten für die Betriebe sind erheblich. Der BGW-Beitrag "Wenn der Druck zu groß wird" erläutert die negativen Folgen psychischer Fehlbelastungen und zeigt auf, mit welchen Maßnahmen den Risikofaktoren begegnet werden kann. Hierzu stellt die BGW Betrieben eine Reihe von Angeboten zur Analyse vorhandener psychischer Belastungen zur Verfügung. Eine Sammlung von Tipps zur persönlichen Stressabwehr soll wiederum Beschäftigten helfen, selbst aktiv zu werden. An zwei Beispielen wird schließlich veranschaulicht, welchen Beitrag Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung zum Erhalt der psychischen Gesundheit im Job leisten kann.

Ein weiteres Praxisbeispiel behandelt der Artikel "Psychisch Erkrankte im Betrieb: Krankheitsbilder erkennen, schnell reagieren und helfen" in der Januarausgabe der IG Metall-Zeitschrift 'Gute Arbeit'. Hier wird beschrieben, wie die Daimler AG in Mannheim psychisch erkrankte Beschäftigte unterstützt und wie die Interessenvertretungen auf Arbeitsverdichtung und psychische Fehlbelastungen am Arbeitsplatz reagieren.

Die Förderung psychischer Gesundheit europaweit zu stärken, ist auch das Ziel von "mensch und arbeit im einklang. move europe", der mittlerweile 8. Initiative des Europäischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP). Die Initiative will ein Europa schaffen, in dem gesunde Mitarbeiter gesunde Unternehmen hervorbringen. Gemeinsam stellen sich führende europäische Unternehmen in 20 Ländern einer neutralen Bewertung ihrer Gesundheitsförderungsmaßnahmen und verleihen der eigenen guten Praxis Modellcharakter für ganz Europa. 2009 und 2010 liegt der Schwerpunkt auf der Förderung psychischer Gesundheit. Koordiniert wird die Kampagne vom BKK Bundesverband in Essen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter 'Gesundheitsförderung'.