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INQA-Studie "Was ist gute Arbeit?"

Anforderungen aus der Sicht von Erwerbstätigen

Grafik "Was ist gute Arbeit?"

72 % der abhängig beschäftigten Arbeiter, Angestellten und Beamten in Deutschland sind stolz auf ihre Arbeit. Rund 64 % haben in den letzten vier Arbeitswochen mit Freude gearbeitet. 54 % der Beschäftigten sind sogar von ihrer eigenen Arbeit begeistert. In Deutschland besteht ganz überwiegend eine positive Einstellung der Erwerbstätigen zur Arbeit. Diese Zahlen stammen aus der repräsentativen Studie "Was ist gute Arbeit? - Anforderungen aus der Sicht von Erwerbstätigen".

Mit dem Projekt  möchte die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) eine breite gesellschaftliche Debatte über die Qualität von Arbeit in Deutschland anregen. Zu diesem Zweck wurde Ende 2004 eine umfassende Umfrage bei den Erwerbstätigen in Deutschland durchgeführt: Die schriftlich-postalische Umfrage, die auf einem 16-seitigen Fragebogen basiert, wurde durch das Internationale Institut für empirische Sozialökonomie (INIFES), das Forschungsteam Internationaler Arbeitsmarkt und TNS-Infratest Sozialforschung durchgeführt.

Ziel der Untersuchung war es, aus der Sicht von Beschäftigten, Ansatzpunkte für eine verbesserte Arbeitsgestaltung zu ermitteln. In dieser Befragung wurde zum einen die aktuelle Arbeits- und Lebenssituation von rund 5.400 abhängig und selbständig Beschäftigten in den Blick genommen. Dabei ging es u.a. um folgende Fragen: Wie beschreiben Menschen ihre berufliche und außerberufliche Arbeitssituation? Was belastet sie derzeit und womit sind sie zufrieden? Wo sehen die Beschäftigten den größten Handlungsbedarf? usw. Zum anderen wurden die befragten Erwerbstätigen gebeten, relativ unabhängig von ihrer aktuellen Arbeitssituation, wichtige Aspekte guter Arbeit zu benennen.

Die Konzeption der Untersuchung zielt darauf hin, durch einen Vergleich der Erfahrungen mit den aktuellen Arbeitsbedingungen und den Erwartungen bzw. den Wünschen an eine zukünftige Arbeitsgestaltung, Ansatzpunkte für ein neues Leitbild "guter Arbeit" zu entwickeln.

Die Ergebnisse der Untersuchung, die seit Mitte 2005 in verschiedenen Berichten und Sonderauswertungen veröffentlicht werden, zeigen einerseits, wodurch gute Arbeit aus der Sicht von Erwerbstätigen charakterisiert ist, und andererseits, in welchem Maße die heutige Arbeitswelt - wiederum aus der Perspektive der Erwerbstätigen - die Vorstellungen von guter Arbeit erfüllt.

In einem repräsentativen Überblick stellt die Studie dar, wie Erwerbstätige ihre aktuelle Arbeitssituation beschreiben und bewerten: Welche Anforderungen werden an den Sachbearbeiter, die Lehrerin, den Verkäufer oder die Frau am Band gestellt? Welche Bereiche der Arbeit kommen den Vorstellungen von guter Arbeit nahe und was wird eher als belastend empfunden? Wie empfinden und erleben Menschen ihre Arbeit und welche Rolle spielt dabei eine Gestaltung der Arbeit, die die Kriterien guter Arbeit berücksichtigt?

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