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12.4.2010

Aktuelle Prognos-Berechnung: Deutliche Alterung der Gesellschaft

Eine Menge an jüngeren und älteren Menschen in einer Füßgängerzone
© Colourbox.com

Das Schweizer Forschungsinstitut Prognos hat eine neue Studie über den demographischen Wandel in Deutschland vorgelegt. Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet in der aktuellen Ausgabe (15/2010) über die Berechnung, der zur Folge Deutschland sich auf eine deutliche Alterung der Gesellschaft vorbereiten muss.

Letztlich lassen sich die Ergebnisse der Schweizer Studie, die die kommenden vier Jahrzehnte als Grundlage herangezogen haben, auf eine einfache Aussage reduzieren: Die Zahl der jungen Menschen nimmt immer stärker ab, die Zahl der Älteren zu. Der Grund ist die sinkende Geburtenrate bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung des Einzelnen.

Die Alterung der Bevölkerung wird nicht nur die Sozialkassen stärker als bisher angenommen belasten, sondern auch zu einem Fachkräftemangel führen. Gleichzeitig stehen Betriebe vor neuen Herausforderungen: Bereits kurzfristig müssen Arbeitgeber versuchen, sowohl attraktiver für jüngere Leute zu werden als auch ältere Mitarbeiter bis zum Renteneintrittsalter zu binden.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen äußerte sich gegenüber dem Handelsblatt bereits zu den neuen Herausforderungen: "Den Silberschatz des Alters zu entdecken wird die Herausforderung der nächsten Jahre sein." Arbeit bis 67 sei positiv, wenn es gelinge, die Rahmenbedingungen für ältere Menschen so zu gestalten, "dass sie auch die reelle Chance haben, lange in der Arbeitswelt mitzumischen".

Das Phänomen der alternden Belegschaften ist schon jetzt sichtbar. Unternehmen und Betriebe müssen demnach schnell lernen, mit einer im Durchschnitt älteren Belegschaft zu arbeiten und innovativ zu bleiben.

Von Anfang an greift die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) den demographischen Wandel in einem eigenen Themengebiet auf. In der neuen Broschüre "Aller guten Dinge sind drei" wird beschrieben, wie alter(n)sgerechte Arbeit aussehen sollte. Unternehmern wird aufgezeigt, wie eine demographiefeste Personalpolitik gelingen kann.

Darüber hinaus zeigt INQA im Rahmen des eigenen Projektes "Fit mit alternden Belegschaften" am Beispiel der Emscher-Lippe-Region auf, wie Betriebe im Personalmanagement auf industriellen Strukturwandel und demographische Entwicklung reagieren können.

Außerdem bietet INQA Informationen über verschiedene Altersstrukturanalysen an, mit deren Hilfe Betriebe die gegenwärtige und zukünftige betriebliche Altersstruktur ermitteln können. Zudem kann mit Hilfe unterschiedlicher Demographie-Checks der künftige Handlungsbedarf im Unternehmen verdeutlicht werden. Zusätzlich bietet INQA eine Übersicht vielfältiger Beratungsangebote für Betriebe, darunter etwa die Demographie-Lotsen.

Weitere Information finden Sie bei INQA unter den Themen "Demographischer Wandel" und "Lebenslanges Lernen".