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Mit der MINTtoolbox: Mehr Frauen für Technikunternehmen begeistern

Wie können kleine und mittelständische Unternehmen aus technischen Branchen wie dem Maschinenbau oder der IT gezielt weibliche Fach- und Nachwuchskräfte gewinnen? Antworten auf diese Frage liefert die sogenannte MINTtoolbox. Sie ist ein Ergebnis des Projektes "MINTrelation Zukunftswerkstatt Technikberufe", das durch die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) zwischen 2013 und 2016 gefördert wurde.

Abbildung zeigt die Homepage www.minttoolbox.de

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Berufe im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind nach wie vor klassisch „männlich“- dominiert. Noch finden Frauen zu selten den Weg in entsprechende Berufe. Die Gründe hierfür sind vielfältig und nicht eindeutig zu bestimmen. Möglicherweise haftet Technikberufen ein negatives Image mit damit verbundenen Vorurteilen an. So werden diese z.B. oftmals mit schwerer körperlicher Arbeit und wenig kommunikativen und kreativen Anteilen verbunden, was insbesondere für Frauen wenig attraktiv erscheint. Um dem entgegen zu wirken, sollte es die Pflicht der Unternehmen sein, sich als „attraktiver“ Arbeitgeber zu präsentieren. Insbesondere KMU verfügen jedoch oftmals nicht über jugendgerechte Informationsmaterialien und Zugänge zu potentiellen jungen Arbeitnehmerinnen, Stellen- und Ausbildungsangebote sind zwar an beide Geschlechter gerichtet, jedoch werden zu selten Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufgezeigt. Dabei bieten gerade Berufe in der MINT-Branche gute Zukunftsperspektiven. Auch vor dem Hintergrund eines bereits bestehenden und aufgrund demografischer Veränderungen zu erwartenden Fachkräftemangels gewinnt das Thema Gewinnung weiblicher Fachkräfte für die MINT-Branche an Bedeutung. Handlungsbedarf besteht in einer grundlegenden Image-Verbesserung von Technikberufen sowie einer Stärkung der Rolle weiblicher Fachkräfte im Betrieb.

Aktivitäten

Wie kann es gemacht werden?

Im Rahmen des INQA-geförderten Modellprojekts „MINTrelation – Zukunftswerkstatt Technikberufe“ (2013-2016) wurde die MINTtoolbox entwickelt. In dieser Zeit konnten Schülerinnen und Studentinnen bei sog. Betriebserkundungen in Unternehmen ausprobieren, wie spannend Technik-Berufe sind, um so Berührungsängste und Vorurteile abzubauen. Zudem diskutierten weibliche Beschäftigte in den Vernetzungsworkshops über eine Verbesserung der Situation von Frauen in technischen Berufen, Unternehmenskultur und Arbeitgeberattraktivität.

Alle Ideen und Erfahrungen finden sich in der MINTtoolbox wieder. Sie beinhaltet zahlreiche praxisnahe Ideen zu umfangreichen Themen, wie:

  • Nachwuchsakquise – insbesondere Zugänge zur Ansprache junger Frauen (z.B. Informationen über Mentoringprogramme für Schülerinnen)
  • Familienfreundliche Angebote (z.B. flexible Arbeitszeiten)
  • Frauenförderung (z.B. Laufbahnplanung)
  • Stärkung der Arbeitgebermerkmale (z.B. Außendarstellung)
  • Mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur (z.B. Wertschätzung)

Die MINTtoolbox richtet sich in erster Linie an Personalverantwortliche, Inhaber, Geschäftsführer und andere Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen im gewerblich-technischen Bereich. Genutzt wird die Toolbox wie ein Online-Katalog: Über eine Suchfunktion werden Ergebnisse zu Schlagwörtern oder konkreten Fragestellungen angezeigt. Alternativ kann man sich auch mittels einer Inhaltsübersicht zu den einzelnen Themenbereichen inspirieren lassen.

Jeder Themenbereich enthält Handlungsempfehlungen mit einer detaillierten Beschreibungder einzelnen Handlungsschritte mit entsprechenden Zielgruppen, Zielen und Durchführungstipps. Zur Veranschaulichung stehen Best-Practice-Beispiele einzelner Unternehmen, Erfahrungsberichte, Interviews mit Personalverantwortlichen sowie Broschüren zum Download bereit. Weiterhin gibt es eine Linksammlung zur entsprechenden Handlungsempfehlung, die auf weiterführende Informationen verweist.

Die MINTtoolbox zeichnet sich durch Praxisnähe und einen niederschwelligen Zugang aus und ist für alle Interessierten kostenfrei zugänglich.

Ergebnisse

Was kann erreicht werden?

  • Mithilfe der MINTtoolbox können kleine und mittlere Unternehmen die eigene Unternehmenskultur verbessern und so attraktiver werden - für männliche und weibliche Fachkräfte
  • Verbesserung der Akquise von weiblichem Nachwuchs sowie volle Potenzialausschöpfung bereits tätiger Frauen im MINT-Bereich.

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Ansprechpartner/in

Ulrike Schmidt

LizzyNet GmbH
Amsterdamer Str. 192
50735 Köln

Telefon: 0221 - 224 2563

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