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Nachwuchskräfte in der Pflege regional gewinnen - mit dem „care4future“ – Handlungsleitfaden

Nichts wirkt so überzeugend wie die eigene ehrliche Begeisterung für seinen Beruf. Um Schülerinnen und Schüler zu motivieren, eine Ausbildung in der Pflege zu ergreifen, geben Auszubildende ihnen spannende Einblicke in ihren Arbeitsalltag in der Pflege. Das innovative Konzept „care4future“ zeigt auf, wie durch regionale Netzwerke das gelingen kann. Und es geht auf: Die Anzahl der Auszubildenden konnte in den teilnehmenden Pilotnetzwerken gesteigert werden.

Schülerinnen führen kinästhetische Übungen - hier das Wenden eines Patienten im Bett- durch © Jürgen Kothe, Berufsfachschule für Altenpflege, Papenburg

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Aufgrund der zunehmenden Anzahl Pflegebedürftiger in Deutschland wird bereits heute ein Fachkräftemangel in der Pflege prognostiziert, der sich noch weiter verschärfen wird. Gleichzeitig leiden Pflegeberufe unter einem schlechten Image, wodurch das Interesse an diesem Berufsfeld bei jungen Menschen erkennbar nachlässt. Die Situation spitzt sich vor dem Hintergrund geburtenschwacher Jahrgänge noch weiter zu. Junge Leute müssten daher verstärkt für den Pflegeberuf begeistert werden.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Hier setzte das INQA-Projekt „care4future“ an.  Aus den Erfahrungen der letzten drei Jahre  ist ein „Handlungsleitfaden zur regionalen Gewinnung von Nachwuchskräften in der Pflege“ entstanden . Er enthält eine praxisnahe Anleitung zur Umsetzung von care4future: Von der Partnergewinnung über die Entwicklung und Umsetzung eines c4f-Kurses bis hin zur Erfolgsmessung.
Mit diesem innovativen Konzept können junge Menschen auf interessante und authentische Art und Weise positive Erfahrungen mit dem Pflegeberuf sammeln und eine praxisnahe Berufsorientierung erhalten.Kern des Konzeptes ist ein Wahl(pflicht)kurs „Pflege“ zur Berufsorientierung für die Abschlussjahrgänge an allgemeinbildenden Schulen.

Das Besondere dieses Kurses: Es sind die Auszubildenden der Pflegeschulen, die den Schülerinnen und Schülern Grundbegriffe der Pflege nahebringen, ihre eigene Motivation für den Pflegeberuf vermitteln und sie als Mentoren in Praktikumseinsätzen begleiten.

Grundvoraussetzung ist dabei der Aufbau und die Umsetzung eines regionalen Netzwerkes, indem Unternehmen der Pflegebranche mit allgemeinbildenden Schulen, Pflegeschulen und der Arbeitsagentur vor Ort zusammen arbeiten.
Werden diese Voraussetzungen erfüllt, lässt sich das vorbildhafte Konzept leicht umsetzen. Das Ausgangsnetzwerk Papenburg und drei Pilotnetzwerke in Wuppertal, Magdeburg und Schleswig-Holstein haben die Grundlagen des Konzepts entwickelt und erfolgreich getestet.

Ergebnisse

Was kann erreicht werden?

Junge Leute werden für den Pflegeberuf begeistert :

  • Nach mittlerweile sechsjährigen Erfahrungen des Ausgangsnetzwerkes in Papenburg sind über 60 Prozent der ehemaligen Schülerinnen und Schüler in Gesundheits- oder Sozialberufen tätig, 25 Prozent direkt in der Pflege.
  • In den Pilotnetzwerken, die zum Teil seit drei Jahren aktiv sind, können sich 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler vorstellen, nach dem Schulabschluss eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen.
  • Die Abbruchquote von Auszubildenden in der Pflege wird reduziert.

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Ansprechpartner/in

Marc Irmer

contec GmbH
Reinhardtstraße 31
10117 Berlin

Telefon: 030 280 953 70

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  • Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen

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