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Arbeitszeit erfolgreich gestalten: die Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ weist den Weg

Flexible Arbeitszeitregelungen bieten viele Chancen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es wichtig, eine gute Arbeitszeitregelung zu finden. Sie trägt entscheidend dazu bei, Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen, ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit dauerhaft zu sichern und nicht zuletzt die Kundenzufriedenheit zu steigern. Mit der Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ steht Verantwortlichen in Unternehmen nun ein wichtiges Werkzeug zur Selbstbewertung zur Verfügung.

Eine Mitarbeiterin mit Headset unterhält sich mit einem Kollegen, der vor einem Computerbildschirm sitzt, auf dem eine Tabelle zu sehen ist. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Der Nine-to-five-Job hat in der Praxis vielerorts ausgedient. Alle Beteiligten können von der Flexibilisierung der Arbeitszeit profitieren. Für Beschäftigte wird Privates und Berufliches durch flexible Arbeitszeiten besser vereinbar. Weniger starre Arbeitszeitregelungen bieten Unternehmen die Chance, auf schwankende Nachfragesituationen gezielt reagieren zu können. Und auch die Zufriedenheit der Kunden kann durch flexible Arbeitszeiten gesteigert werden. Angesichts der vielen Möglichkeiten dürfen die gesundheitlichen Belange der Beschäftigten allerdings nicht zu kurz kommen.

Für kleine und mittlere Unternehmen sind bei der Gestaltung der Arbeitszeit viele Dinge zu berücksichtigen. Ziel der Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ war es deshalb, Verantwortlichen in Unternehmen ein Werkzeug an die Hand zu geben, das die Erfahrungen erfolgreicher Unternehmen wie auch Forschungsergebnisse zur Arbeitszeit einbezieht. Zugleich sollte die Potenzialanalyse als Selbstcheck auf einfache Weise Optimierungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Arbeitszeit aufzeigen.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Die Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ hilft Führungskräften kleiner und mittlerer Betriebe bei der systematischen Auseinandersetzung mit dem Thema Arbeitszeitgestaltung in ihrem Unternehmen. Dazu können fünf verschiedene Module bearbeitet werden.

Die Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ umfasst fünf Themenbereiche und kann wie ein Werkzeugkasten genutzt werden. Je nach Fragestellung können einzelne Themen ausgewählt und bearbeitet werden. Es können jedoch auch alle Themen der Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ der Reihe nach bzw. in einer frei gewählten Reihenfolge erarbeitet werden.

Themen der Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ sind:

  • Chancen der Arbeitszeitgestaltung kennen und nutzen: Kennen und nutzen wir die Möglichkeiten zur Arbeitszeitgestaltung, um die Arbeitgeberattraktivität, die Produktivität sowie die Kundezufriedenheit zu erhöhen und gleichzeitig die Arbeitsfähigkeit und Zufriedenheit der Beschäftigten zu fördern?
  • Anforderungen kennen: Sind die Wünsche der Kunden, aber auch die Präferenzen der Beschäftigten bekannt? Werden rechtliche und tarifliche Vorgaben eingehalten?
  • Arbeitszeit planen und organisieren: Wird der betrieblich erforderliche Personalbedarf systematisch erfasst? Werden die Arbeitszeiten realistisch geplant? Sind die Arbeitszeitmodelle flexibel genug, um auf kurzfristige Schwankungen reagieren zu können? Gehen auch Interessen der Beschäftigten in die Planung ein?
  • Schichtarbeit: Werden beispielsweise ergonomische Empfehlungen und gesetzliche Rahmenbedingungen zur Schichtarbeit beachtet?
  • Führungsverhalten: Unterstützen die Führungskräfte die Beschäftigten bei der Einhaltung der Arbeitszeiten? Gehen sie auf besondere Situationen der Beschäftigten ein? Sind sie Vorbilder bei der Einhaltung der Arbeitszeiten?

Anhand dieser fünf Module können alle wichtigen Aspekte der Arbeitszeit geprüft und bewertet werden. Eine Selbsterklärung und das Formular für einen Maßnahmenplan vervollständigen die Potenzialanalyse „Arbeitszeit“. Weiterführende Praxishilfen, die dabei unterstützen sollen, festgestellte Handlungsbedarfe gezielt, kompetent und praxiserprobt anzugehen finden sich in den Aufzählungen unter den jeweiligen Checkpunkten. Zwei Praxisbeispiele zur Personalbedarfsplanung und zur Eignung von Arbeitszeitmodellen sollen als Veranschaulichung dienen.


Die Bearbeitung aller fünf Themenfelder der Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ nimmt ca. 20-30 Minuten in Anspruch.
Die Potenzialanalyse "Arbeitszeit" liegt als Online-Tool und gedruckte Broschüre vor. Die Nutzung der Potenzialanalyse Arbeitszeit ist kostenfrei.

Ergebnisse

Was kann erreicht werden?

  • Die Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ hilft dabei, den Handlungsbedarf im Hinblick das Thema Arbeitszeit im eigenen Unternehmen gezielt festzustellen.
  • Die Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ unterstützt bei der Festlegung und Priorisierung von Maßnahmen.
  • Die Potenzialanalyse „Arbeitszeit“ hilft dabei, die Chancen von Arbeit 4.0 für das eigene Unternehmen herauszufinden.

Hinweis:

Die Entwicklung der Potenzialanalyse in der vorliegenden Form - als Praxisvereinbarung und Selbstbewertungsinstrument der "Offensive Mittelstand - Gut für Deutschland" – erfolgte im INQA- Projekt Arbeitszeitbox maßgeblich durch das Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der RWTH Aachen und der Unternehmensberatung dialogo in Wuppertal.
Vertiefende Praxishilfen zum Thema Arbeitszeit finden Sie auch in der „Arbeitszeitbox“ unter www.arbeitszeitbox.de.

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Zusatzinformationen

Logo

Logo der Initiative Neue Qualität der Arbeit

Ansprechpartner/in

Niklas Steireif

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen
Bergdriesch 27
52062 Aachen

Telefon: 0241 - 80-99452

Hans-Jürgen Dorr

Inhaber

d-ialogo
Viehhofstr. 119
42117 Wuppertal

Telefon: 0202 242 72 80
Fax: 0202 242 72 82

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