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Nichtraucherschutz und Tabakentwöhnung im Krankenhaus

  • Stand: Oktober 2008
  • Verfügbarkeit: Verfügbar
  • Artikel-Nr.: 1692

Broschüre

Gruppe Pflegekräfte sitzen gemeinsam am Frühstückstisch. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Monatelang wurde in den Parlamenten und an den Stammtischen Deutschlands über Rauchverbote zum Schutz der Nichtraucher diskutiert. Inzwischen sind zahlreiche bundes- und landesweite Regelungen in Kraft getreten. In allen Bundeseinrichtungen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln inklusive Taxis und auf Bahnhöfen darf seit 1. September dieses Jahres nicht mehr geraucht werden. Auch in einigen Bundesländern gelten bereits Nichtraucherschutzgesetze, ab dem kommenden Jahr herrscht dann deutschlandweit Rauchverbot sowohl in öffentlichen Gebäuden, z. B. Krankenhäusern, als auch in Bars, Diskotheken, Gaststätten und Restaurants.

Der Schutz vor Tabakrauch und Tabakentwöhnung am Arbeitsplatz Krankenhaus hat einen besonderen Stellenwert. Es gilt nicht nur über 1 Million Arbeitnehmer im Krankenhaus vor den schädlichen Auswirkungen des Tabakrauchs zu schützen und deren Rauchstopp zu ermöglichen, sondern auch eine rauchfreie, gesundheitsfördernde Umwelt für jährlich etwa 17 Millionen Patienten und ihre Besucher zu schaffen. Mit mehr als 400.000 Beschäftigten stellt das Krankenpflegepersonal den größten Anteil des Personalbestandes (39 Prozent) dar. Rund 33 Prozent der im Krankenhaus tätigen Krankenschwestern/Krankenpfleger, Hebammen und Entbindungspfleger rauchen. Damit liegen sie deutlich über dem Bundesdurchschnitt von ca. 27 Prozent.

Eine Voraussetzung für eine gesunde und rauchfreie Arbeitsumgebung im Krankenhaus ist die aktive Mitwirkung der Gesundheits- und Krankenpfleger. Neben den im Krankenhaus Beschäftigten profitieren dadurch auch die Patienten und deren Besucher.

Diese Broschüre ist als praxisorientierter und personenbezogener Wegweiser gedacht, um Gesundheits- und Krankenpfleger bei der Förderung des Nichtrauchens im Krankenhaus zu unterstützen. Neben der individuellen Komponente stehen dabei das Arbeitsumfeld im Krankenhaus und die spezifischen Belastungen im Vordergrund. Diese Broschüre soll Anregungen für die Umsetzung des Schutzes vor Tabakrauch geben bzw. diese Umsetzung unterstützen. Im Anhang finden Sie Hinweise auf Telefonberatungsstellen und weiterführende Broschüren und Internetseiten.

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