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Förderung und Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer - Abschlussbericht des Projekts "PFIFF"

  • Stand: August 2010
  • Verfügbarkeit: Verfügbar
  • Artikel-Nr.: 2031

INQA-Bericht Nr. 39

Älterer Beschäftigter in der Fließbandproduktion bei Opel. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Mehr ältere Arbeitnehmer und weniger junge Fachkräfte - diese Entwicklung beschäftigt immer mehr Führungskräfte und Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen. Der Erhalt und die Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit während des gesamten Berufslebens wird eine zunehmend wichtiger werdende Zielgröße des modernen Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Tragfähige Konzepte zur Förderung kognitiver Kompetenzen älter werdender Arbeitnehmer sowie zur Gestaltung von - aus kognitiver Perspektive - förderlichen Arbeitsbedingungen und Arbeitssystemen sind gefragt.

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2007 von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) das Projekt Programm zur Förderung und zum Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer (PFIFF) ins Leben gerufen und bis Ende der Laufzeit im Dezember 2008 fachlich betreut. Der INQA-Bericht Nr. 39 dokumentiert Forschungs- und Umsetzungsergebnisse von PFIFF.

Übergeordnetes Ziel des Projektes war es, einen Beitrag zur Gestaltung von Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung kognitiver Kompetenzen älterer Arbeitnehmer zu leisten. Dabei kam es vor allem darauf an, wissenschaftliche Ergebnisse aus der Forschung in eine für die Praxis nutzbare Form umzusetzen.

Literaturrecherche - Modelluntersuchung - Transferunterlagen

Voraussetzung für sämtliche Umsetzungsaktivitäten im Rahmen des Projektes war die systematische Aufarbeitung des nationalen und internationalen Stands der Forschung zu arbeits- und lebensstilbezogenen Einflussfaktoren auf die kognitive Leistungsfähigkeit, insbesondere zum Einfluss von arbeitsbezogenem Stress, von lernförderlicher Arbeitsgestaltung und von Qualifikation und Weiterbildung sowie von sportlicher Aktivität oder Ernährung.

In einer zweiten Arbeitsphase wurden ausgewählte kognitive Funktionen bei zwei Gruppen von Arbeitnehmern mit unterschiedlichen Tätigkeitsprofilen und unterschiedlichen kognitiven Anforderungen (Fließband vs. Instandhaltung) untersucht. Die neurophysiologischen und arbeitswissenschaftlichen Untersuchungen erfolgten beim Industriepartner des Projekts, der Adam Opel GmbH.

Auf Basis der Literaturrecherche und der Ergebnisse der modellhaften neurophysiologischen Untersuchung wurde zum einen ein Workshopkonzept nebst Schulungsunterlagen zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit und der individuellen Problembewältigungskompetenz der Beschäftigten entwickelt. Zum anderen wurde ein Maßnahmenkatalog für die Akteure des betrieblichen Gesundheitsschutzes verfasst, der arbeitsorganisatorische und qualifikatorische Handlungsempfehlungen zu einer in geistiger Hinsicht altersgerechten Arbeitsgestaltung zusammenfasst.

Einige Ergebnisse von PFIFF sind bereits veröffentlicht. Dabei soll insbesondere auf die Internetseite zum Projekt www.pfiffprojekt.de und die Broschüre "Geistig fit im Beruf! - Wege für ältere Arbeitnehmer zur Stärkung der grauen Zellen" verwiesen werden. Darüber hinaus wurde ein Nachfolgeprojekt PFIFF 2 konzipiert mit dem Schwerpunkt der Implementierung des erarbeiteten Umsetzungskonzepts in die Unternehmen.

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