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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Scrum – Belastungen – Arbeitsschutz

  • Stand: November 2018
  • Verfügbarkeit: Verfügbar als PDF

Titelseite der Broschüre "Toolbox: Wissensarbeit mit den Beschäftigten gestalten" im Anschnitt © IG Metall Vorstand

Arbeitshilfe für die betriebliche Interessenvertretung, den/r Betriebsrat/rätin

Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat weitreichende Auswirkungen auf Arbeitsprozesse, auf Arbeitsmethoden und auf die Arbeitsgestaltung. Exemplarisch dafür stehen etwa der Einsatz vernetzter Technologien in nahezu allen Bereichen der Arbeitswelt oder das Erproben neuer Formen der digitalen Zusammenarbeit.
Das verändert zum einen die Kooperation zwischen Mensch und Maschine aber auch zwischen Mensch und Mensch. In diesem Prozess gilt es, Arbeitnehmerrechte zu stärken und auszubauen und technologische sowie arbeitsorganisatorische Impulse für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu nutzen.
In wissensintensiven Berufs- und Tätigkeitsfeldern steht der Begriff „agil“ wie kein anderer für diese Veränderungsprozesse der Arbeit. Agiles Arbeiten wird als Ziel arbeitsorganisatorischer Reorganisation in immer mehr Arbeitsbereichen ausgegeben. Besonders von diesem Trend betroffen ist die Wissensarbeit.
Unter Agilität lassen sich Managementmethoden zusammenfassen, die eine schnellere, rationalere und dabei ressourcenschonende Bearbeitung digitaler Arbeitsinhalte ermöglichen sollen. Unternehmen erhoffen sich davon mehr Kundennähe, Produktivitätssteigerungen und schnellere Innovationszyklen, während den Beschäftigten ein höheres Maß an Selbstbestimmung und Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit in Aussicht gestellt wird.
Dabei gibt es eine ganze Reihe an agilen Arbeitsmethoden, die sich stark voneinander unterscheiden. Die am häufigsten eingesetzte agile Arbeitsmethode heißt Scrum. Für die meisten Akteure sind agiles Arbeiten im Allgemeinen und Scrum im Besonderen arbeitsorganisatorisches Neuland. So werden Belastungen und Gefährdungen, die mit Scrum einhergehen, noch nicht systematisch berücksichtigt und ihre Vermeidung nicht konsequent in die Planung und Vorbereitung der Arbeit einbezogen.
Die vorliegende Arbeitshilfe zielt nicht darauf, alle Belastungsfaktoren der Arbeit im Scrum zu benennen und aufzulisten. An dieser Stelle geht es vielmehr darum, spezifische und besonders relevante Arbeitsbelastungen und Gefährdungen im und durch Scrum zu identifizieren und die Bearbeitung durch z.B. den Betriebsrat zu strukturieren.
So können sich mit dieser Arbeitshilfe betriebliche Interessenvertretungen einen schnellen Überblick über prägnante Belastungen und Gefährdungen bei Scrum machen. Dabei lassen sich alle hier benannten Gefährdungen in die Merkmalsbereiche der GDA-Empfehlungen einordnen und werden auf diese Weise in ein mögliches Vorgehen zur Umsetzung einer Gefährdungsbeurteilung übersetzt.

Die Entwicklung der Arbeitshilfen zum Thema Wissensarbeit erfolgte im INQA- Projekt “WING – Wissensarbeit im Unternehmen der Zukunft nachhaltig gestalten” maßgeblich durch das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V./ISF München sowie die IG-Metall.

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