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Vielfältig erfolgreich: Bei Bürkle + Schöck geben Motivation und Lernwille den Ausschlag

Der Fachkräftemangel wird zunehmend begleitet durch eine Knappheit bei Auszubildenden – selbst in attraktiven Ausbildungsberufen. Der Stuttgarter Mittelständler Bürkle + Schöck setzt bereits seit längerem auf Vielfalt und nutzte nun als erster Betrieb den neuen INQA-Check „Vielfaltsbewusster Betrieb“, um weitere Potenziale für ein erfolgreiches Personalmanagement zu erschließen.

Der Angestellter Herr Neefischer steht an einem Schaltschrank und installiert Komponenten.
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Herr Neefischer bei der Installation von Komponenten in einem Schaltschrank.

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Der Stuttgarter Elektrotechnikbetrieb Bürkle + Schöck bietet in jedem Ausbildungsjahr vier bis sechs Ausbildungsplätze an. Die beiden handwerklichen Ausbildungsberufe „Elektronikerin/Elektroniker (w/m/d) für Energie- und Gebäudetechnik“ und „Elektronikerin/Elektroniker (w/m/d) für Maschinen und Antriebstechnik“ bieten einen hervorragenden Einstieg in ein Berufsleben mit Zukunftsperspektive. Doch das Familienunternehmen tat sich in den letzten Jahren schwer, die Ausbildungsplätze zu besetzen, obwohl längst deutschlandweit nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern gesucht wurde. „Selbst im kaufmännischen Bereich sind Azubis momentan nicht so leicht zu finden“, stellt Geschäftsführer Stefan Bürkle fest. Um trotzdem den Personalbedarf decken zu können, hat das Unternehmen bereits vor einigen Jahren begonnen, auf Vielfalt zu setzen und so den Kreis der Kandidatinnen und Kandidaten zu vergrößern.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

2012 beteiligte sich Bürkle + Schöck an einem Modellprojekt der Landesregierung Baden-Württemberg. Dabei wurde ein „anonymisiertes Bewerbungsverfahren“ eingeführt, um Bewerbungen möglichst vorurteilsfrei zu beurteilen. „Es soll niemand wegen seines Bewerbungsfotos, seiner Nationalität oder nicht so berauschender Schulnoten durchs Raster fallen“, so Stefan Bürkle. Denn Motivation und Einsatzbereitschaft im Betrieb und auch in der Berufsschule sind am Ende entscheidend für den Ausbildungserfolg.
Dieses Vorgehen hat sich inzwischen bei Bürkle + Schöck bewährt. Heute arbeiten in dem Unternehmen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Bildungsbiografien höchst produktiv zusammen. Mehr noch: Die interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen können sogar gezielt genutzt werden. „Durch die Globalisierung haben wir mit Geschäftspartnern aus der ganzen Welt zu tun. Wenn ich etwa mit einem Kunden aus Griechenland telefoniere, bitte ich natürlich unseren griechischen Mitarbeiter, den Auftrag zu besprechen. Davon profitieren wir!“, so Bürkle.
Doch der Geschäftsführer ruhte sich auf diesen Erfolgen nicht aus. Ständig werden Abläufe und Prozesse im Unternehmen auf der Suche nach besseren Alternativen überprüft. Dabei ist auch ein Blick „von außen“ sehr hilfreich. Der neue INQA-Check „Vielfaltsbewusster Betrieb“, den Bürkle + Schöck als erster Betrieb mit Unterstützung des RKW Kompetenzzentrums durchführte, bietet genau das: Unterstützung bei der Bestandsaufnahme zum Thema Vielfalt. Gemeinsam mit dem RKW Kompetenzzentrum wurden die unterschiedlichen Aspekte des Themas „Vielfalt im Betrieb“ (auch: „Diversity“) eingehend besprochen: Welche Auswirkung hat Diversity auf Strategie, Führung, Personalarbeit, Arbeitsorganisation und Unternehmenskultur? Dabei wurde deutlich, dass vielfältige Blickwinkel, Fähigkeiten und Hintergründe der Beschäftigten dem Unternehmen neue Chancen eröffnen – nicht zuletzt bei der Suche nach zukünftigen Fachkräften.

Ergebnisse

Was konnte erreicht werden?

Der neue INQA-Check „Vielfaltsbewusster Betrieb“ machte deutlich, an welchen Stellen Handlungsbedarf bei Bürkle + Schöck besteht. So zeigte sich, dass

  • mehr Verantwortung an die Beschäftigten übertragen werden sollte,
  • Maßnahmen ergriffen werden sollten, um das Wissen der Beschäftigten dauerhaft für den Betrieb zu sichern,
  • informelle Regeln der Zusammenarbeit schriftlich fixiert werden sollten,
  • Bürkle + Schöck sich aktiver als attraktiver Arbeitgeber präsentieren sollte.

Insbesondere der letzte Punkt konnte durch den INQA-Check „Vielfaltsbewusster Betrieb“ konkretisiert werden. Das wertschätzende Miteinander und der offene Umgang mit den Stärken und Schwächen jedes Einzelnen sind Alleinstellungsmerkmale der Arbeitgebermarke Bürkle + Schöck, die künftig offensiver nach außen kommuniziert werden. „Ich will, dass wir uns auf der nächsten Ausbildungsmesse damit präsentieren“, unterstreicht Geschäftsführer Bürkle sein Ziel.

Erfolgsfaktoren

Was können andere davon lernen?

  • Erkennen, dass es nicht wichtig ist, wie jemand heißt, aussieht oder welches Geschlecht er/sie hat.
  • Entscheidend sind Motivation und Lernwille.
  • Eine Unternehmens- und Führungskultur etablieren, die auf Respekt und gegenseitiger Wertschätzung beruht.

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Zusatzinformationen

Logo

Logo von Bürkle + Schöck Transformatoren GmbH.

Ansprechpartner/in

Stefan Bürkle

Geschäftsführer

Bürkle + Schöck Transformatoren GmbH
Gewerbestraße 38
70565 Stuttgart

Telefon: 0711 7837-115

Stefanie Sausele

RKW Kompetenzzentrum
Düsseldorfer Str. 40 A
65760 Eschborn

Telefon: 06196 - 4953261

Steckbrief

Themen

  • Chancengleichheit & Diversity
  • Wissen & Kompetenz
  • Führung & Kommunikation
  • Personalentwicklung
  • Demografie
  • Mittelstand

Branche

  • Verarbeitendes Gewerbe

Bundesland

  • Baden-Württemberg

Unternehmensgröße

  • 50 - 249 Mitarbeiter

Standort des Unternehmens

Abbildung des Unternehmensstandortes auf der interaktiven Karte