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Familiensinn gesucht – die Väterzeit ist bei ConSol gern gesehen

Immer mehr Väter wollen eine aktive Rolle bei der Erziehung spielen. Unternehmen wie ConSol haben erkannt, dass „Familienkompetenz“ auch im Beruf nützlich ist. Das Münchener IT-Unternehmen unterstützt deshalb die Väterzeit ihrer Mitarbeiter.

Ausgangslage:

Was war die Herausforderung?

Immer mehr Väter wünschen sich mehr Zeit für ihre Familie und eine aktive Rolle bei der Erziehung. Bei der ConSol Consulting & Solutions Software GmbH nahmen überdurchschnittlich viele Väter, nämlich durchschnittlich 71 Prozent der frischgebackenen Väter, in den letzten vier Jahre die Option einer Elternzeit in Anspruch – sei es für zwei Monate oder in 45 Prozent der Fälle auch für länger. Das hat einen Grund: ConSol baut auf Mitarbeiter, die eigenständig Probleme lösen und vielfältig interessiert sind. "Elternkompetenz" ist nach den Erfahrungen des Unternehmens auch im Job von Vorteil.

Ziel des Unternehmens ist es, im umkämpften Markt für IT-Spezialisten Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit zu maximieren. Der Aspekt der gleichberechtigten Aufgabenteilung innerhalb von Lebenspartnerschaften wird im Unternehmen als sinnvoll und gesellschaftlich richtig beurteilt.

Aktivitäten:

Was wurde wie gemacht?

ConSol signalisiert seinen Beschäftigten: Elternzeit ist durchaus erwünscht. Selbst männliche Führungskräfte gehen in Elternzeit und ermutigen so, die Auszeit für die eigenen Kinder zu nehmen. 45 Prozent der Mitarbeiter absolvieren dabei eine mehr als zweimonatige Karenz, zumeist blieben diese Väter zwischen sechs und acht Monate zu Hause. Damit ist die Elternzeit der ConSol-Väter deutlich länger als im Bundesdurchschnitt, denn deutschlandweit entscheiden sich nur rund 20 Prozent der Männer für mehr als die zweimonatige Mindestbezugsdauer von Elterngeld.

Damit niemand den Karriereknick durch die Väterzeit befürchten muss, hat ConSol eine Reihe von Möglichkeiten geschaffen, um den Kontakt zur Firma auch während der Elternzeit halten zu können. Fortbildungen und Meetings können jederzeit besucht werden, die Betriebsfeste im Sommer und zu Weihnachten ebenfalls. Auch bietet das Unternehmen an, während der Elternzeit in Teilzeit weiter zu arbeiten, ein Angebot, dass viele Väter in längerfristigen Elternzeiten gerne nachfragen. Paare können sich in der Elternzeit sogar einen Arbeitsplatz teilen. Wichtig sind hier klare Absprachen über die Erreichbarkeit. Bei ConSol treten derartige Erreichbarkeitsregeln an die Stelle klassischer Anwesenheitsregeln.

Auch wenn später mal die Kinderbetreuung ausfällt, dürfen die Beschäftigten ihre Kinder selbstverständlich mit ins Büro bringen. Ohnehin machen flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit im Home Office zu arbeiten den Weg ins Büro häufig überflüssig. Telearbeitsplätze werden seit langer Zeit angeboten. Wer mehr Zeit benötigt, kann sogar ein Sabbatjahr einlegen.

Die Erfahrung mit der Väterzeit ist positiv: ConSol-Mitarbeiter, die bereits beim ersten Kind die Elternzeit in Anspruch genommen haben, wollen diese beim zweiten Kind oft verlängern. Im Durchschnitt gehen die Väter dann bereits rund fünf Monate in Elternzeit.

In Sachen Unternehmenskultur sind die günstigen Bedingungen für eine gleichberechtigte Wahrnehmung von Elternzeit nicht alles:

  • Ein Ältestenrat kann wichtige strategische Entscheidungen des Unternehmens mitdiskutieren und die Anliegen der Mitarbeiter jederzeit zur Sprache bringen.
  • Das ConSol-Beteiligungsmodell sieht vor, dass mehr als 50 % der jährlichen Unternehmensgewinne an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden.
  • Und selbstverständlich offeriert ConSol seinen Mitarbeitern verschiedenste Maßnahmen zur aktiven Gesundheitsförderung.

Ergebnisse:

Was konnte erreicht werden?

  • Familienfreundliche Firmenpolitik wirkt sich bei ConSol auf alle Aspekte der betrieblichen Wertschöpfung aus.
  • Das Betriebsklima hat gewonnen.
  • Produktivität und Innovationsfähigkeit sind gestiegen.
  • Die Bindung an das Unternehmen ist gewachsen, die Fehlzeiten sind zurückgegangen.
  • Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat die Arbeitgeberattraktivität von ConSol gesteigert.
  • Das familienfreundliche Image des Unternehmens wird von den Kunden positiv wahrgenommen.
  • Für die Generation Y ist Familienfreundlichkeit ähnlich wichtig wie die Entlohnung; auch bei dieser Zielgruppe ist die Arbeitgeberattraktivität gestiegen.

Erfolgsfaktoren:

Was können andere davon lernen?

Hilfreich war, dass männliche Führungskräfte hier mit gutem Beispiel vorangingen und eine Vorbildfunktion übernahmen: Wenn wie bei ConSol auch leitende Angestellte ganz selbstverständlich in Elternzeit gehen, sehen Mitarbeiter zum einen, dass diese Möglichkeit überhaupt besteht und zum andern, wie sie praktisch umgesetzt werden kann. Wichtig sind vor allem klare Angebote und eine offene Kommunikation. Das baut Hemmschwellen ab.

Hinweis

Dem Thema Väter in Elternzeit hat sich auch eine zwischen 2012 und 2014 von SowiTra durchgeführte und von der Hans-Böckler-Stiftung finanziell unterstützte Studie "Nachhaltige Effekte der Elterngeldnutzung durch Väter" gewidmet. In dieser Studie geht es u. a. konkret darum, die betrieblichen Bedingungen zu ermitteln und verbessern zu helfen, unter denen Männer ihre Wünsche nach einer gelingenden Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Rahmen der Elterngeldregelung und darüber hinaus umsetzen können. Die Zusammenfassung der Studie können Sie auf der rechten Seitenleiste als PDF-Dokument herunterladen.

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Zusatzinformationen

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Logo der ConSol Consulting & Solutions Software GmbH

Ansprechpartner/in

Isabel Baum

Leiterin Public Relations

ConSol Consulting & Solutions Software GmbH
Franziskanerstr. 38
81669 München

Telefon: 089 - 4584 1100

Steckbrief

Themen

  • Chancengleichheit & Diversity
  • Führung
  • Arbeitsorganisation & Arbeitszeit
  • Familie & Beruf

Branche

  • Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen

Bundesland

  • Bayern

Unternehmensgröße

  • mehr als 250 Mitarbeiter

Standort des Unternehmens

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