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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Auch junge Belegschaften altern: Die westdeutsche Metoba hat mit Hilfe eines Demografieberaters die Weichen Richtung Zukunft gestellt

Der demografische Wandel führt auf der betrieblichen Ebene zu neuartigen Herausforderungen. Darauf reagierte der mittelständische Galvanik-Betrieb Metoba durch Schaffung einer Qualifizierungsmatrix für das gesamte Unternehmen - und sichert sich so bereits heute den Fachkräftebedarf der Zukunft.

Ein Mitarbeiter steht an einer großen Maschine zur partiellen Beschichtung von Schüttgut-Kontaktteilen.
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MST-Anlage (Metoba-Selektiv-Technologie) - Sie zu beherrschen erfordert Wissen und Erfahrung.

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Das Know-how der Mitarbeiter ist in vielen mittelständischen Unternehmen die entscheidende Ressource. Durch das steigende Durchschnittsalter droht das Wissen vieler Unternehmen buchstäblich mit in Rente zu gehen. Die Metoba GmbH verfügt heute über eine junge Belegschaft mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren. Trotzdem hat man sich in Lüdenscheid die zukünftige Situation vor Augen geführt. Ergebnis: Das Durchschnittsalter wird kontinuierlich auf 43,6 Jahre ansteigen.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Ein Demografieberater, der im Rahmen eines INQA-Projektes ausgebildet wurde, lieferte weitere Erkenntnisse. Eine Analyse der vorhandenen Qualifikationen und Erfahrungen zeigte, dass in wenigen Jahren gleich mehrere betriebliche "Erfahrungsträger" in den Ruhestand gehen.

Durch die intensive Befragung der Beschäftigten wurden Qualifikationen, Interessen und Schulungsbedarfe ermittelt. Diese Informationen sind für die Personal- und Qualifikationsentwicklung bei Metoba schon jetzt sehr wertvoll. So mündeten die Ergebnisse der Befragung in einer Qualifizierungsmatrix für das gesamte Unternehmen. Einzelne Mitarbeiter erhielten ein Einzelcoaching. Als "Nebenprodukt" wurde das Metoba-Ideenmanagement (MIM) entwickelt.

Eine Besonderheit bei Metoba ist der für die verfahrenstechnische Industrie ungewöhnlich hohe Frauenanteil, der aktuell bei über 30% liegt. Die Entscheidung des Unternehmens, seit 1989 diesen "Männerberuf" systematisch für Frauen zu öffnen, macht sich nun bezahlt. Es bestehen damit mehr Möglichkeiten der Personal-Rekrutierung und zukünftigem Facharbeitermangel kann besser begegnet werden. Folgerichtig werden flexible Arbeitszeitmodelle angeboten, die eine gezielte Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen.

Um die Belastung durch körperlich schwere Arbeit zu minimieren und damit die Beschäftigungsfähigkeit bis ins Alter zu erhalten, sorgt das Unternehmen für ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, z. B. durch den Einsatz von Hebehilfen. Gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK) werden verschiedene präventive Maßnahmen angeboten, so z. B. im Jahre 2010 der Rücken-Check.

Ergebnisse

Was konnte erreicht werden?

  • Sicherung des wertvollen Erfahrungswissens
  • Vermeidung von personellen Lücken in wichtigen Betriebsbereichen
  • Aufbau einer nachhaltig arbeitsfähigen Belegschaft mit der richtigen Alters-, Berufs- und Qualifikationsstruktur zur Beherrschung des konstant hohen Innovations- und Qualitätsdrucks

Erfolgsfaktoren

Was können andere davon lernen?

  • Unterstützung durch die Geschäftsleitung
  • aktive Einbindung der Mitarbeiter durch Mitgestaltungsmöglichkeiten
  • kompetenter Demografieberater
  • eine mitarbeiterfreundliche Personalpolitik sorgt für ein gutes Arbeitsklima, hohe Leistungsmotivation, geringe Mitarbeiterfluktuation, einen niedrigen Krankenstand und eine starke Identifikation mit dem eigenen Arbeitsplatz und dem Unternehmen.

Hinweis

Bereits 1989 wurde Metoba von der NRW Landesregierung als erster „Frauenfreundlichster Betrieb“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen

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Zusatzinformationen

Logo

Logo von Metoba Metalloberflächenbearbeitung

Ansprechpartner/in

Dr. Sven Hering

Kaufmännischer Leiter

Metoba Metalloberflächenbearbeitung GmbH
Königsberger Str. 23-33
58511 Lüdenscheid

Telefon: 02351 - 875-0

Hans-Jürgen Dorr

Inhaber

d-ialogo
Viehhofstr. 119
42117 Wuppertal

Telefon: 0202 242 72 80
Fax: 0202 242 72 82

Steckbrief

Themen

  • Chancengleichheit & Diversity
  • Wissen & Kompetenz
  • Demografie
  • Wissenstransfer

Branche

  • Verarbeitendes Gewerbe

Bundesland

  • Nordrhein-Westfalen

Unternehmensgröße

  • 50 - 249 Mitarbeiter

Infomaterial

Standort des Unternehmens

Abbildung des Unternehmensstandortes auf der interaktiven Karte