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Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Dem demografischen Wandel in der Bauwirtschaft begegnen – bei der Bernhard Roll GmbH packen alle mit an

Arbeitsplätze alternsgerecht zu gestalten ist gerade beim Bau von Heizungs- und Sanitäranlagen eine Herausforderung – besonders für kleine Betriebe. Die Bernhard Roll GmbH zeigt, wie man als Handwerksbetrieb mit wenig aufwendigen, aber sehr gezielten Maßnahmen im Arbeitsalltag auf die Bedürfnisse der Beschäftigen eingehen kann.

Vier Männer und eine Frau stehen vor einem Firmenfahrzeug
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Der Firmeninhaber Bernhard Roll präsentiert sich mit seinen Mitarbeitern

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Die Bernhard Roll GmbH mit Sitz im Berliner Stadtteil Steglitz-Zehlendorf ist seit 43 Jahren im Bereich Heizungstechnik tätig. Zu den Schwerpunkten zählen neben der Öl- und Gasfeuerung, Klimatechnik, der Einbau von Wärmepumpen, Solar- und Photovoltaikanlagen. Das Team besteht derzeit aus einem festen Kern von fünf Mitarbeitern. Auch mit einer kleinen Belegschaft ist es wichtig, eine nachhaltige Personalstrategie zu verfolgen, damit die Mitarbeiter noch bis zur Rente in dem körperlich anstrengenden Beruf tätig sein können.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Die Bernhard Roll GmbH entschied sich für eine Mitarbeit im INQA-Projekt CHRONOS, das Unternehmen dabei unterstützt, zu einem demografiefesten Betrieb zu werden. In einem ersten Schritt deckte eine Mitarbeiter- und Unternehmerbefragung Schwachstellen in der Arbeitsorganisation, der Personalentwicklung und der Gesundheitsförderung auf. Es zeigte sich aber auch, dass das Betriebsklima bei der Bernhard Roll GmbH stimmt – eine gute Basis, auf der man aufbauen konnte. Gemeinsam mit dem CHRONOS-Team wurde ein Kampagnenplan erstellt. Daraus resultierend konnten folgende Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden:

  • Betriebliche Gesundheitsförderung:

    Der Beruf des Anlagenmechanikers verlangt den Beschäftigten körperlich viel ab. Mit Unterstützung des CHRONOS-Teams wurden die typischen Arbeitsabläufe und körperlichen Belastungen der Gesellen auf der Baustelle analysiert. Im Gespräch erfuhren sie mehr über das Thema „gesunde Bewegungen während der Arbeit“. In einem Fitnesstagebuch finden die Beschäftigten jetzt neben ihren persönlichen Belastungsprofilen auch Ausgleichsübungen zum Nachmachen.

  • Arbeitsschutz:

    Ein wichtiger Schritt war es, die Gesundheitsförderung mit dem Arbeitsschutz zu verknüpfen. Die CHRONOS-Checklisten halfen, die gesetzlichen Anforderungen des Arbeitsschutzes praxisnah und mit geringem Aufwand umzusetzen. Der Betriebsinhaber wurde u. a. geschult, wie er eine Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 Abs. 1 Arbeitsschutzgesetz erstellt und wie er Unterweisungen systematisch planen, dokumentieren und überwachen kann.

  • Organisation, Kommunikation und Personalführung:

    Auch werden nun regelmäßig persönliche Zielvereinbarungsgespräche geführt, um gegenseitige Erwartungen zu kommunizieren. Diese Mitarbeitergespräche bieten außerdem die Gelegenheit, Arbeitsaufgaben und -bedingungen zu besprechen sowie Ideen der Mitarbeiter in den Arbeitsablauf einzubinden. Weiterhin wurden Arbeitsplatzbeschreibungen entwickelt, in denen die grundsätzlichen Kompetenzen und Verantwortungsbereiche der Mitarbeiter festgelegt wurden.

Ergebnisse

Was konnte erreicht werden?

Den Weg einer nachhaltigen Personalstrategie kann man nur gemeinsam mit den Beschäftigten gehen. Zu den Erfolgen seit 2012 zählen, dass

  • alle Beteiligten erkannt haben, wie notwendig es ist, sich während des Arbeitens in richtiger Form zu bewegen
  • durch die aktive Einbindung der Mitarbeiter Arbeitsorganisation und -abläufe effektiver sind
  • Arbeitsschutzmaßnahmen bei den Beschäftigten einen höheren Stellenwert genießen
  • das Betriebsklima noch weiter verbessert werden konnte.

Erfolgsfaktoren

Was können andere davon lernen?

Wichtig bei der Umsetzung eines solchen Projekts im Unternehmen ist:

  • die externe Unterstützung durch Experten sowie ein schrittweises Vorgehen bei allen Maßnahmen
  • dass die persönliche Kommunikation auf allen Ebenen stets im Vordergrund steht
  • zu erkennen, dass die Beschäftigten die angestoßenen Maßnahmen nur dann langfristig umsetzen, wenn sie den Nutzen für sich selbst nachvollziehen können, in alle Entscheidungen mit einbezogen werden und die Geschäftsführung bei der Umsetzung als Vorbild vorangeht.

Hinweis

Die Bernhard Roll GmbH hat von 2011 bis 2013 erfolgreich am Projekt CHRONOS alterns- und altersgerechte Bauwirtschaft Berlin/Brandenburg (www.chronos-projekt.de) teilgenommen.

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Zusatzinformationen

Logo

Logo Roll GmbH

Ansprechpartner/in

Beate Roll

Prokuristin & Mitinhaberin

Bernhard Roll GmbH
Neuwerker Weg 40
14167 Berlin

Telefon: 030 - 817 70 52

Anika Klug-Winter

Beraterin im Förderprojekt CHRONOS

uve GmbH für Managementberatung
Kalckreuthstr. 4
10777 Berlin

Telefon: 030 - 315 82 464

Steckbrief

Themen

  • Chancengleichheit & Diversity
  • Gesundheit

Branche

  • Baugewerbe

Bundesland

  • Berlin

Unternehmensgröße

  • 1 - 49 Mitarbeiter

Standort des Unternehmens

Abbildung des Unternehmensstandortes auf der interaktiven Karte