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Potenziale erkannt und freigesetzt: Mit AKKu ist es dem Maler- und Glaserbetrieb Hülsbusch gelungen

Ob Demografie, Fachkräftemangel oder neue Technologien: Handwerksbetriebe und Kleinunternehmen stehen heute vor einer Reihe von Herausforderungen. Der Maler- und Glaserbetrieb Hülsbusch fand Lösungen mit Hilfe des INQA-Projekts "AKKu" und unternehmensWert:Mensch.

Sechs Mitarbeiter des Maler- und Glaserbetriebs Hülsbusch sitzen am Tisch auf der Terrasse des Betriebs in Nordkirchen bei einer fachtheoretischen Schulung durch einen Hersteller.
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Mitarbeiter bei einer fachtheoretischen Herstellerschulung in Nordkirchen.

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Der Maler- und Glaserbetrieb Hülsbusch ist seit mehr als fünfundzwanzig Jahren in der Region zwischen Dortmund und Münster tätig. Wie viele andere Handwerksbetriebe stand auch Hülsbusch vor neuen Herausforderungen: der Generationswechsel bei den Beschäftigen, der Wettbewerb und der Mangel an Fachkräften und geeigneten Auszubildenden. Hinzu kam die Vorbereitung auf einen möglichen Eigentümerwechsel in einigen Jahren.

Konkret sollten Krankenstände gesenkt und die interne Kommunikation verbessert werden. Gute Arbeitsbedingungen und ein gutes Betriebsklima sollten dabei helfen, ein weiteres Ziel zu erreichen: als attraktiver Arbeitgeber für qualifizierte Fachkräfte, talentierte Auszubildende und mögliche Nachfolger sichtbar zu sein.

Aktivitäten 

Was wurde wie gemacht?

Mit dem Projekt „AKKu – Arbeitsfähigkeit in kleinen Unternehmen erhalten“ bietet INQA Informationen und Beratung für Kleinunternehmen an. Hülsbusch nahm Kontakt zu einer Beraterin auf, die den Akku Kurzcheck vorstellte. Er dient dazu, die Selbsteinschätzungen der Verantwortlichen zu Werten und Einstellungen, Qualifizierung und Kompetenz, Sicherheit und Gesundheit abzufragen. Für Wolfgang Hülsbusch, den Inhaber des Handwerksbetriebs, war dies ein wichtiger Schritt, um intensiv über die Strukturen seines Unternehmens nachzudenken und Schwachstellen zu identifizieren.

Im nächsten Schritt wurden – mit Unterstützung des Akku-Schecks – Potenzialanalysen zur Arbeitsfähigkeit bei Beschäftigten und dem Inhaber durchgeführt. Daraus ergaben sich erste Handlungsempfehlungen, die als Grundlage des späteren Prozesses dienten. Dabei wurden mit Hilfe der Beraterin konkrete Maßnahmen geplant und umgesetzt.
Die Mitarbeiterbefragung zeigte, an welchen Stellen die Beschäftigten Verbesserungsbedarfe sahen. So wurde angeregt, Schnittstellen, Informationsfluss und die Identifikation mit der Baustelle zu erhöhen. Dazu wurde eine Baustellenmappe eingeführt, in der alle wichtigen Informationen enthalten sind. Geplant wurde darüber hinaus die Ausstattung der jeweiligen Teams mit Tablet-Computern. Sie ermöglichen die genaue Bilddokumentation eines Auftrags von der Arbeitsvorbereitung bis zur Fertigstellung. Ein Beispiel für „Handwerk 4.0“.

Weiterhin wurde auf Anregung der Beschäftigten ein Kontrollsystem für notwendige Schutzausrüstungen eingeführt, welches von den Mitarbeitern in Eigenregie verwaltet wird. Auch bezüglich der Lagerhaltung schwerer Füllstoffe entwickelten die Angestellten Verbesserungsvorschläge. Hierdurch ist das Be- und Entladen nun rückenschonender geworden. Die Auszubildenden übernahmen Verantwortung im Bereich der Fahrzeugkontrolle. Auf Eigeninitiative der Gesellen entstanden Patenschaften für die Auszubildenden, wodurch deren Betreuung intensiviert wurde.

Ergebnisse

Was konnte erreicht werden?

  • Verbesserung des Verantwortungsbewusstseins und der Eigeninitiative der Beschäftigten.
  • Die Krankenstände sind gesunken.
  • Verbesserung der in- und externen Kommunikation.
  • Das Unternehmen hat sich entwickelt und tut es weiterhin Tag für Tag. Verbesserungsvorschläge wurden von der Belegschaft entwickelt und umgesetzt.
  • Die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements steht auf dem Plan, erste Kurse wurden gebucht.
  • Auf Wunsch der Beschäftigten fanden Weiterbildungsveranstaltungen im Unternehmen statt. Neu erlernte Arbeitstechniken führen zu erheblicher Zeitersparnis.

Erfolgsfaktoren

Was können andere davon lernen?

  • Das Personal und seine Entwicklung sind entscheidend für den Unternehmenserfolg und müssen ebenso viel Aufmerksamkeit erfahren, wie betriebswirtschaftliche oder fachliche Fragestellungen.
  • Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft der Unternehmensleitung, die notwendigen Zeitkontingente zur Verfügung zu stellen und sich auf Änderungen im eigenen Betrieb einzulassen.
  • Die Unternehmensleitung muss sich der eigenen Verantwortung als Führungskraft bewusst sein und sich auf neue, zukunftsweisende Führungsstrategien einlassen. In diesem Falle führte ein transformationaler Führungsansatz zu dem gewünschten Ergebnis.
  • Begleitung durch eine professionelle Beratung sowie Transfer der Ergebnisse aus dem Akku Check mittels Moderation, Training und Coaching zur Umsetzung im Betrieb.

Momentan kann der Akku Check nur von Teilnehmenden der Multiplikatorenschulung genutzt werden. Demnächst wird er allen Interessierten auf der Homepage des Projekts „Arbeitsfähigkeit in kleinen Unternehmen erhalten“ (AKKu) zur Verfügung stehen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Fr. A. Giebel.

Stand: Februar 2017

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Zusatzinformationen

Logo

Logo des Maler- und Glaserbetriebs Hülsbusch

Ansprechpartner/in

Wolfgang Hülsbusch

Inhaber

Hülsbusch Maler- und Glaserbetrieb
Lüdingshauser Str. 31
59394 Nordkirchen

Telefon: 02596 - 1046

Juliane Crefeld

unternehmensWert:Mensch-Prozessberaterin

DemoFit- Beratungsunternehmen
Eifelstr. 4
52372 Kreuzau

Telefon: 0177 - 535 630 4

Anika Giebel

Projektverantwortliche Mitarbeiterin ZWH

Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH)
Sternwartstr. 27-29
40223 Düsseldorf

Telefon: 0211 - 302 009 34

Steckbrief

Themen

  • Führung
  • Personalentwicklung
  • Gesundheit

Branche

  • Verarbeitendes Gewerbe

Bundesland

  • Nordrhein-Westfalen

Unternehmensgröße

  • 1 - 49 Mitarbeiter

Standort des Unternehmens

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