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Vorsprung durch intelligente Technik: Das innovative Pflegekonzept des Fürstlich Fürstenbergischen Altenpflegeheims in Hüfingen bringt Nutzen für Bewohner und Beschäftigte

Das Fürstlich Fürstenbergische Altenpflegeheim in Hüfingen am Rande des Südschwarzwaldes verfügt über 150 Jahre Erfahrung in der Pflege. Aufgrund steigender Patientenzahlen infolge der demographischen Entwicklung bildet die Versorgung demenzerkrankter Bewohner heute einen Schwerpunkt der Arbeit. Durch den gezielten Einsatz moderner technischer Hilfsmittel konnten sowohl die Lebensqualität für die Bewohner als auch die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten deutlich verbessert werden.

Blick vom Eingangstor auf das Altenpflegeheim
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Blick vom Eingangstor auf den neuen Anbau an das Schlossgebäude des FF Altenpflegeheimes

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Ein neues technikbasiertes Pflegekonzept für demenzerkrankte Bewohner, das Verbesserungen für die Betroffenen und Mitarbeiter bewirkt – dies war das erklärte Ziel der Geschäfts- und Pflegeleitung im Fürstlich Fürstenbergischen Altenpflegeheim. Die zentrale Herausforderung bestand darin, alle Technikkonzepte dahingehend zu hinterfragen und zu testen, ob sie einerseits den Bewohnern tatsächlich zugutekommen und andererseits von den Beschäftigten produktiv in den täglichen Arbeitsablauf integriert werden können. Diesen Prozess galt es seitens der Verantwortlichen kontinuierlich zu organisieren und zu moderieren.

Aktivitäten 

Was wurde wie gemacht?

Die Betreuung Demenzerkrankter ist für Pflegekräfte oft herausfordernd. Technische Innovationen bieten hier Unterstützung, ohne dass die Bewohner in ihrer Bewegungsfreiheit grundsätzlich eingeschränkt werden. So lautete eine wichtige Regel bei der konkreten Maßnahmenkonzeption, dass die technische Unterstützung nur dort gezielt eingesetzt wird

  • wo sie ethisch unbedenklich ist,
  • wo sie dem einzelnen Bewohner zugutekommt,
  • wo ein positiver Effekt nachweisbar ist,
  • wo sie unauffällig im Hintergrund wirkt.

Die gefundenen technischen Lösungen erhöhen heute insgesamt die Sicherheit und Autonomie und fördern zugleich das Geborgenheitsgefühl der Demenzerkrankten. So sorgen Transponder dafür, dass sich Bewohner in einem offenen Haus eigenständig bewegen, aber nicht in „fremde“ Zimmer gelangen oder unbemerkt das Haus verlassen können. Die Pflegekräfte werden in solchen Fällen durch ein Signal auf ihrem schnurlosen Telefon benachrichtigt.

Spezielle Trittmatten vor den Betten sind ebenfalls an das hausinterne Rufsystem angeschlossen und melden, wenn Bewohner nachts das Bett verlassen und in ihren Zimmern herumirren. Ein intelligentes und dynamisches Lichtkonzept reduziert zudem die Anzahl von Stürzen, darüber hinaus sorgt eine Lichtecke mit 2000 Lux im Wohnzimmerbereich für eine positivere Stimmung bei den Bewohnern, da so der Mangel an Sonnenlicht ausgeglichen werden kann. Diese und weitere Lösungen tragen entscheidend dazu bei, die Pflegekräfte zu entlasten und mehr Zeit für bewohnernahe Tätigkeiten sowie eine intensivere Pflege und Beschäftigung mit den BewohnerInnen zu gewinnen.

Ergebnisse

Was konnte erreicht werden?

Befragungen des Personals zeigten sowohl eine deutliche Verbesserung des Arbeitsklimas im Haus als auch ein größeres Wohlbefinden im Arbeitsalltag. Dies liegt nicht zuletzt an optimierten Arbeitsabläufen in der Pflege.

Die Beschäftigten arbeiten dadurch ungestörter und haben mehr Zeit für die personenbezogene Betreuung. Mehr Zeit für Pflege und persönliche Kontakte ist meist gleichbedeutend mit mehr Zufriedenheit und Erfüllung bei den Beschäftigten.

Erfolgsfaktoren

Was können andere davon lernen?

Die konzeptionelle Neuausrichtung einer Pflegeeinrichtung erfordert grundsätzliche Überlegungen. Dabei spielen, neben vielerlei fachlichen und wissenschaftlichen Erkenntnissen, Erfahrungen aus der Praxis eine Rolle. Ein wichtiges Element ist die Akzeptanz bei den Mitarbeiter. Der Einsatz innovativer technischer Lösungen kann nur funktionieren, wenn die Beschäftigten vom Einsatz dieser Technik überzeugt sind und die Möglichkeiten wirklich nutzen. Eine frühzeitige Beteiligung an der Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte ist daher ausschlaggebend für den Erfolg.

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Zusatzinformationen

Logo

Logo des Fürstlich Fürstenbergischen Altenpflegeheims Hüfingen

Ansprechpartner/in

Praxisunternehmen

Helmut Matt

Stiftungsvorstand/ Geschäftsführer

Fürstlich Fürstenbergisches Altenpflegeheim
Hauptstraße 2
78183 Hüfingen

Telefon: 0771 9217-0

Praxisunternehmen

Carolin Böttcher

Assistentin der Geschäftsleitung

Fürstlich Fürstenbergisches Altenpflegeheim
Hauptstraße 2
78183 Hüfingen

Telefon: 0771 9217-16

Steckbrief

Themen

  • Gesundheit
  • Führung
  • Organisationelle & individuelle Resilienz

Branche

  • Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen

Bundesland

  • Baden-Württemberg

Unternehmensgröße

  • 50 - 249 Mitarbeiter

Standort des Unternehmens

Abbildung des Unternehmensstandortes auf der interaktiven Karte