Navigation und Service

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Pilkington Deutschland fördert Gesundheit der Belegschaft

Die Herstellung von Glas ist körperlich schwere Arbeit, gerade für ältere Beschäftigte. Die Pilkington Deutschland AG schnürte ein "Entlastungspaket", um die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern. Aus dem anfänglichen Pilotprojekt ist mittlerweile ein unternehmensweites Gesundheitsprogramm geworden.

Videoplayer

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Die Pilkington Deutschland AG mit Sitz in Gelsenkirchen und 1.500 Mitarbeitern ist Teil der NSG Group, eines der weltweit führenden Hersteller von Flachglas und Glasprodukten. Trotz der Automatisierung vieler Prozesse ist die Herstellung von Glas für die Mitarbeiter in der Produktion mit körperlicher Belastung verbunden. Sie klagten häufig über Rückenschmerzen.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Um die Gesundheit der Belegschaft zu schützen und zu fördern, startete Pilkington am Standort Weiherhammer in der Oberpfalz das Pilotprojekt "Pilkington aktiv".

Am Anfang stand ein umfassender Gesundheitscheck aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Betriebskrankenkasse. Gemeinsam mit einer Physiotherapeutin und Ergonomiespezialistin entwickelte das Unternehmen auf dieser Grundlage die drei Bausteine von „Pilkington aktiv“: eine Analyse aller Arbeitsplätze, eine Rückenschule und die "Aktivpause". Die Physiotherapeutin untersuchte, unterstützt durch Vorgesetzte, Mitarbeitende und Sicherheitsfachkräfte, Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe unter ergonomischen Gesichtspunkten und fand individuelle Entlastungsmöglichkeiten.

Die Rückenschule informierte über Anatomie und Physiologie der Wirbelsäule – und berücksichtigte dabei die unterschiedlichen Arbeitsplätze und spezifischen Belastungen der Beschäftigten. In Kleingruppen erlernten die Beschäftigten rückenfreundliche Übungen und entwickelten gesundheitsschonende Lösungen. Herzstück von "Pilkington aktiv" ist die Aktivpause. Mit Hilfe des "moving-Konzepts" und speziell entwickelten Beweglichkeits- und Dehnübungen trainierten die Beschäftigten ihren Rücken und erhöhten so die Beweglichkeit ihrer Wirbelsäule. Täglich trafen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zehn Minuten lang während ihrer Arbeitszeit und trainierten unter Anleitung ihrer Führungskräfte, die sich dafür in Workshops "Train the Trainer" qualifiziert hatten.

Zu Beginn und am Ende der sechsmonatigen Pilotphase untersuchte das Unternehmen die Haltung und Flexibilität der Wirbelsäule der Belegschaft mithilfe einer "MediMouse", die computergestützt die Rückenform und Beweglichkeit der Rückenwirbel vermisst. Aber auch die Einschätzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihrer Gesundheit und den Belastungen am Arbeitsplatz untersuchte das Unternehmen.

Das Pilotprojekt war so erfolgreich, dass "Pilkington aktiv" an weiteren Standorten eingeführt wurde. Inzwischen gibt es über 100 Übungsleiterinnen und -leiter, die sich regelmäßig weiterbilden. Das betriebliche Gesundheitsmanagement stellt die Qualität der Maßnahmen durch jährliche Mitarbeiterbefragungen sicher, und der Arbeitskreis Gesundheit berät regelmäßig zu Verbesserungen und initiiert weitere Gesundheitsmaßnahmen. Die Aktivpausen sind heute eine feste Größe im Arbeitsalltag.

Ergebnisse

Was konnte erreicht werden?

"Pilkington aktiv" zeigt: Gesundheitsförderung kann im Arbeitsalltag umgesetzt werden und steigert die Arbeitsleistung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dank Rückenschule und Aktivpausen seltener krank und körperlich fitter. Insbesondere Beschwerden im Rücken und Schulter-Nacken-Bereich sind deutlich zurückgegangen.

Erfolgsfaktoren

Was können andere davon lernen?

Betriebliches Gesundheitsmanagement funktioniert, wenn die Geschäftsführung und Führungskräfte hinter dem Konzept stehen und Vorbild sind. Die systematische Herangehensweise und eine kontinuierliche Evaluation sind weitere Erfolgsfaktoren des Gesundheitsprogramms. Um eine optimale Umsetzung und nachhaltige Gesundheitsförderung sicherzustellen, begleitete eine externe Expertin das Projekt und entwickelte arbeitsplatzspezifische Maßnahmen. Die Aktivpause gehört zur Tätigkeit eines jeden Mitarbeitenden und wird selbstverständlich in den Arbeitsablauf integriert.

Weitere Informationen

Empfehlen und Drucken

Zusatzinformationen

Logo

Logo von Pilkington

Ansprechpartner/in

Marco Götz

Leiter Personal

Pilkington Deutschland, Werk Weiherhammer
Flachglasstraße 3
92729 Weiherhammer

Telefon: 09605 - 182 21
Fax: 09605 - 182 04

Susanne Weber

ergo-impuls
Sudetenstr. 16
93161 Sinzing

Telefon: 0172 - 262 75 65

Steckbrief

Themen

  • Gesundheit
  • Wissen & Kompetenz
  • Physische & psychische Gesundheit
  • Lebenslanges Lernen

Branche

  • Verarbeitendes Gewerbe

Bundesland

  • Bayern

Unternehmensgröße

  • mehr als 250 Mitarbeiter

Infomaterial

Standort des Unternehmens

Abbildung des Unternehmensstandortes auf der interaktiven Karte