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Nachhaltige Entwicklung: gesunde Lebensmittel und gesunde Beschäftigte auf dem Stautenhof

Die Produktion und der Verkauf ökologischer Lebensmittel führen nicht automatisch zu guten und gesunden Arbeitsbedingungen. Das Beispiel Stautenhof zeigt, wie ein betriebliches Gesundheitsmanagement organisiert werden kann.

Der Inhaber des Landwirtschaftsbetriebes streichelt ein weibliches Schwein. Daneben stehe drei junge Ferkel. Er erklärt, wie in der biologischen Landwirtschaft Tierwohl gewährleistet wird.
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Der Inhaber des Landwirtschaftsbetriebes erklärt, wie in der biologischen Landwirtschaft Tierwohl gewährleistet wird

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Die starke Nachfrage nach Bioprodukten und der Wunsch vieler Verbraucher, direkt beim Erzeuger zu kaufen, hat den Stautenhof im nordrhein-westfälischen Willich in den letzten Jahren stark wachsen lassen. Heute arbeiten über 50 Personen auf dem Hof und im Verkauf. Kundenzufriedenheit, Qualitätsansprüche und Termindruck stellen sehr hohe Anforderungen an ein gut funktionierendes Team. In manchen Arbeitssituationen fühlten sich Führungskräfte und Mitarbeitende überfordert und gestresst. Die Kommunikation zwischen den Abteilungen lief nicht immer rund. Konflikte und psychische Belastungen waren die Folge. Das Unternehmen entschied sich deshalb dafür, die Mitarbeitergesundheit und die Mitarbeiterzufriedenheit gezielt zu fördern.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Der Stautenhof entwickelte zunächst seine Nachhaltigkeitsstrategie mit Hilfe einer externen Nachhaltigkeitsberaterin. Dort wurden Ziele wie die „Förderung der Mitarbeitergesundheit“ festgelegt. Mit Hilfe der IKK classic konzipierten Führungskräfte und Beschäftigte ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), dessen Ziele und Maßnahmen in regelmäßigen Betriebsversammlungen kommuniziert wurde.
Zunächst fertigte eine Gesundheitsberaterin der Krankenkasse mit Mitarbeitervertretern aus allen Abteilungen eine Arbeitssituationsanalyse (ASIA) an. Daraus entstand ein Maßnahmenplan mit den Schwerpunkten:

  • Arbeitsumgebung,
  • Arbeitstätigkeit,
  • Arbeitsorganisation,
  • Führungsverhalten und
  • Betriebsklima.

Seit 2014 wird dieser Plan mit ca. 70 Maßnahmenblöcken durch eine Steuerungs-gruppe und die Beschäftigten sukzessive umgesetzt.

Dauerhafte Ergebnisse brachten z.B. Maßnahmen im Bereich Arbeitsorganisation/ Betriebsklima: So durchlaufen neue Mitarbeiter am Anfang erst einmal alle Arbeitsbereiche, bevor sie an ihrem eigentlichen Arbeitsplatz eingesetzt werden. Das fördert das gegenseitige Kennenlernen und stärkt das Wir-Gefühl. Im Bereich Arbeitsorganisation/ Kommunikation erwies sich die Einrichtung einer WhatsApp-Gruppe, über die alle Beschäftigten schnell und zeitnah kommunizieren können, als nachhaltig.

Zusätzlich fanden Trainings zur Stressbewältigung und zur Verringerung körperlicher Belastungen mit Trainern der IKK classic statt. Die Führungskräfte erhielten spezielle Fortbildungen zum „Gesunden Führen“ und Trainings zum „kollegialen Coaching“. Ein dreiteiliges Training zur gesunden Ernährung für alle Beschäftigten wird ebenfalls vorbereitet. Die Beteiligung der Beschäftigten an den, während der Arbeitszeit durchgeführten, Trainings und Workshops war freiwillig und lag zwischen 80 und 100 Prozent.

Ergebnisse

Was konnte erreicht werden?

  • Das Miteinander geschieht achtsamer. Insgesamt wirken alle zufriedener. Das Betriebsklima hat sich spürbar verbessert.
  • Arbeitsumgebung, Arbeitstätigkeit, Arbeitsorganisation und das Führungsverhalten wurden an vielen Stellen durch die getroffenen Maßnahmen verbessert.

Erfolgsfaktoren

Was können andere davon lernen?

  • Eine klare Kommunikation der Ziele, des Ablaufs und des „Zwischenstands“ des BGM an die Beschäftigten sind wichtig, um eine hohe Mitmachquote bei den Beschäftigten zu erreichen.
  • Die Einbindung möglichst vieler Beschäftigter aus allen Abteilungen bei der Entwicklung und Umsetzung des Maßnahmenplanes sorgt für Identifikation mit dem BGM.
  • Das BGM ist fester Bestandteil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie.
  • Die systematische Vorgehensweise und der modulare Aufbau haben sehr geholfen, das BGM in den betrieblichen Alltag einzubauen.
  • Die schrittweise Umsetzung über einen längeren Zeitraum von zwei bis drei Jahren ist Grundlage des anhaltenden Erfolgs.
  • Die Geschäftsleitung stellte ein Vorbild für die Beschäftigten dar, indem sie an allen Workshops und Trainings teilnahm.
  • Die Mischung der Arbeitsteams durchbricht das Abteilungsdenken und fördert das Wir-Gefühl. Die verschiedenen Workshops und Trainings bieten Gelegenheit, einander besser kennen zu lernen.

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Zusatzinformationen

Logo

LOGO Stautenhof Beate Leiders e.K. in Willich

Ansprechpartner/in

Beate Leiders

Inhaberin

Stautenhof Beate Leiders e.K.
Darderhöfe 1a
47877 Willich

Telefon: 02156 - 494426

Elke Vohrmann

Nachhaltigkeitsberaterin

Elke Vohrmann CSR-Consulting
Brabantstraße 16
40235 Düsseldorf

Telefon: 0211 - 983 935 27

Steckbrief

Themen

  • Gesundheit
  • Führung
  • Physische & psychische Gesundheit
  • Führung & Kommunikation
  • Personalentwicklung

Branche

  • Handel

Bundesland

  • Nordrhein-Westfalen

Unternehmensgröße

  • 1 - 49 Mitarbeiter

Standort des Unternehmens

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