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Masterplan Demografie: Die Völkmann GmbH setzt auf internen Wissenserhalt und Weiterbildung

Der Steinkohlebergbau in Deutschland geht massiv zurück. Der schwindende Markt machte eine Restrukturierung für den Maschinenfabrikanten Völkmann notwendig. Wichtigstes Werkzeug für das Unternehmen ist der Erhalt des vorhandenen Know-Hows durch einen strukturierten Wissenstransfer.

Ein Auszubildende wird von seinem Ausbilder an einer Maschine angelernt.
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Wissenstandem im Getriebebau: Gemeinsames Arbeiten sichert den Wissenstransfer von Alt zu Jung.

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Die Maschinenfabrik Völkmann GmbH wurde 1936 gegründet und befindet sich heute in dritter Generation im Familienbesitz. Mit ihren rund 100 Beschäftigten ist sie größter Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb im Dortmunder Vorort Bodelschwingh.

Das Unternehmen hatte sich auf Bergbauuntertagemaschinen, sowie die Konstruktion und Instandsetzung von Turbokupplungen und Getrieben im Bergbau spezialisiert. Doch die Nachfrage ging zurück. Zeitgleich wechselte die Unternehmensführung auf die nächste Familiengeneration. Hinzu kommt der demografische Wandel: Das Durchschnittsalter der Belegschaft liegt heute bereits bei rund 46 Jahren.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Mit Hilfe eines Demografie-Checks der Soziale Innovationen GmbH wollte das Unternehmen herausfinden, wo konkreter Handlungsbedarf hinsichtlich der Neujustierung besteht. Anhand einer Altersstrukturanalyse verschaffte sich Völkmann zunächst einen Überblick über die demografische Zusammensetzung der Gesamtbelegschaft und die zukünftigen Veränderungen. In einem zweiten Schritt erarbeiteten Führungskräfte und Betriebsrat eine Einschätzung über den aktuellen und zukünftigen Personalbedarf.

Wo ist der Handlungsbedarf am größten? Was muss wie angegangen werden? Und in welcher Reihenfolge soll dies geschehen, damit die Maßnahmen effektiv miteinander verknüpft werden? Diese Fragen beantwortet der aus dem vorangegangenen Check entwickelte „Masterplan Demografie“: Hier ist festgelegt, in welcher Reihenfolge und in welchem Zeitrahmen die Probleme angegangen werden sollen. Dabei informierte das Unternehmen seine Beschäftigten umfassend über alle Schritte des Demografie-Checks.

Für die Völkmann GmbH steht ein interner Wissenstransfer von Know-How an erster Stelle. Denn die Belegschaft besteht ausschließlich aus Facharbeitern der Metallberufe mit einem hohen Erfahrungswissen. Sie sind Spezialisten – auch für Problemfälle: Für viele der zu überholenden Maschinen gibt es keine technischen Unterlagen mehr. Technisches Verständnis und Problemlösungskreativität sollten bewahrt werden. Seitdem wird das Spezialwissen der älteren Beschäftigten systematisch dokumentiert und an ihre KollegInnen weitergegeben.

Ein umfangreiches internes und externes Weiterbildungsangebot sorgt zusätzlich für vertiefendes Wissen. Hierzu ermittelten Meister, Beschäftigte und Betriebsrat mithilfe einer sogenannten Kompetenzanalyse gemeinsam den Qualifizierungsbedarf.

Um neue Märkte zu erschließen, strukturierte Völkmann seinen Vertrieb neu. Mit externen Verkaufstrainings und kollegialem Austausch zwischen dem Innendienst, dem Außendienst und Vertriebsleitern wurde die Abteilung fit für die neuen Anforderungen gemacht. In Workshops identifizierten sie zudem neue Kundengruppen und Verkaufsstrategien.

Ergebnisse

Was konnte erreicht werden?

Dank der neuen Vertriebsstruktur und des Know-Hows seiner Beschäftigten konnte Völkmann sich neu aufstellen: Das Unternehmen erschloss neue Märkte und gewann neue Kunden. Heute ist die Maschinenfabrik unter anderem auf die Wartung und Instandsetzung von Antriebskomponenten von Windenergieanlagen spezialisiert. Zudem sind die Angestellten dank des Qualifizierungsangebots flexibler und besitzen ein besseres Verständnis für die verschiedenen Kundenanforderungen.

Erfolgsfaktoren

Was können andere davon lernen?

Wichtig für den Erfolg der Neujustierung von Völkmann ist das systematische und transparente Vorgehen. Die Unternehmensleitung bezog die Belegschaft von Anfang an in den Restrukturierungsprozess mit ein und informierte sie umfassend über die beschlossenen Maßnahmen. Dadurch wurden auch die Ängste der älteren Mitarbeitenden abgebaut.

Weitere Informationen

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Zusatzinformationen

Logo

Logo der Maschinenfabrik Völkmann GmbH

Ansprechpartner/in

Wenke Völkmann-Gröne

Geschäftsführerin

Maschinenfabrik Völkmann GmbH
Rohdesdiek 32-42
44357 Dortmund

Telefon: 0231 - 9371 710

Steckbrief

Themen

  • Wissen & Kompetenz
  • Chancengleichheit & Diversity
  • Wissenstransfer
  • Demografie
  • Partizipation & Motivation
  • Organisationelle & individuelle Resilienz
  • Mittelstand

Branche

  • Verarbeitendes Gewerbe

Bundesland

  • Nordrhein-Westfalen

Unternehmensgröße

  • 50 - 249 Mitarbeiter

Standort des Unternehmens

Abbildung des Unternehmensstandortes auf der interaktiven Karte